Wie aufteilen der Miete

Ist alles richtig geregelt?
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FL-9496
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Wie aufteilen der Miete

Beitrag von FL-9496 »

Hallo zusammen, ich wohne mit meiner Partnerin zusammen welche 3 Kinder hat, diese wohnen bei uns im gemeinsamen Haushalt. Die Kinder sind
19 Jahre (in der Ausbildung) 18 Jahre (nur am Wochenende und in den Ferien bei uns) und 12 Jahre alt. Ich bin jeweils nur Mittwoch Abend und am Wochenende zu Hause, da ich sonst beruflich weg bin. Ich verdiene Netto CHF 5'100.-- und meine Partnerin hat ein Einkommen von CHF 4'500.-- inkl. Alimenten und inkl. CHF 500.-- von mir für den Haushalt machen.

Wir sind uns nun nicht sicher wie man die Wohnungsmiete aufteilt. Habt ihr da Ideen?

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Ria
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Re: Wie aufteilen der Miete

Beitrag von Ria »

Hallo FL

Wieder einmal eine komplexe Frage, die sich nur in Patchworkfamilien stellt. Alle müssen sich damit auseinandersetzen, aber allgemeingültige Lösungen gibt es nicht, ist doch die Wohn- und Anwesenheitssituation bei allen wieder verschieden.
Deshalb scheuen sich vielleicht auch einige zu antworten.

Natürlich könnte man fast auf die Stunde genau ausrechnen, welches Familienmitglied wie oft die Wohnung und sein Zimmer benützt. Aber da stellt sich dann auch noch die Frage, wie das mit den Zimmern ist, die zeitweise nicht bewohnt aber für jemanden reserviert sind...
Also, je genauer und "gerechter" der Beitrag an die Miete sein soll, desto schwieriger wird es.

Deshalb versuch ich es von einer ganz anderen Seite:
  • Am besten funktionieren die Lösungen, zu welchen beide gerne ja sagen können
    Leichter gesagt, als getan.
    Aber es wäre ein Ansatz, eine Asymmetrie der finanziellen Möglichkeiten durch einen Ausgleich anzustreben, der vielleicht gar nichts mit der Miete oder Wohnungsbenützung zu tun hat. Sei es ein Wunsch, den ich meinem Partner/in erfülle, eine Hilfestellung... einfach etwas, das gefühlsmässig für ihn/sie einen Wert hat.
    Und dann gilt: ausprobieren, ob es so passt oder ob noch etwas optimiert werden müsste.

    Diese Vereinbarung gilt dann so lang, bis einer von beiden damit nicht mehr zufrieden ist. Dann werden die Bedürfnisse wieder auf den Tisch gelegt und neu verhandelt.
  • Geld ist Energie ist Liebe
    Wenn wir damit nicht grosszügig umgehen können, ist das ein Zeichen dafür, dass wir Angst haben, zu kurz zu kommen.

    Diese Frage führt uns dann ans Existenzielle in unserer Beziehung.
    Bin ich noch bereit, dafür 100% Einsatz zu leisten und mich voll auch mit meinen Bedürfnissen einzubringen?
    Oder was steht im Weg?
    Habe ich mich schon etwas zurückgezogen und resigniert?

    Da lohnt es sich, genau hinzuschauen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit die Liebe wieder frei fliessen kann. Und auch das Geld.
Das ist wahrscheinlich nicht die Art Idee, dach der du gefragt hast, aber vielleicht bringt es dich ja trotzdem weiter.
Patchworkfamilie zu leben ist echt eine Herausforderung und konfrontiert uns auch noch mit allen unverarbeiteten alten Verletzungen, die vielleicht sogar schon vorher passiert sind. Deshalb ist es die ultimative persönliche Weiterentwicklung. Aber es lohnt sich!

Ich bin gespannt und wünsche dir gelingendes Patchworken.
Herzlicher Gruss
Ria
Seit 23 Jahren Patchworkfamilienfrau und Coach für solche :-)
http://www.coacheria.ch

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