geimsames sorgerecht wird usus

Was läuft? Was müsste laufen?
zimet
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Beitrag von zimet »

PatchStift; eine Frage: sollten Männer sich nicht auch überlegen mit wem sie Kinder zeugen, vom heiraten ganz zu schweigen?

Deiner scheint das getan zu haben und doch hat er nun seit langem massive Probleme.... Schon während der Ehe liess er sich gängeln und wieso soll sie denn ihr Verhalten wegen einer Scheidung ändern?.. Wie bereits von anderen hier geschrieben, würde ihm wohl das gemeinsame Sorgerecht auch nicht allzu viel helfen, denn das müsste er ja dann auch immer und immer wieder durchsetzen.... Etwas was ihm laut deinen Schilderungen nicht leicht fällt.

man kann für alles Verträge, Gesetze und Regelungen ausstellen, wenn einer sich nicht daran hält muss der andere immer für sein Recht kämpfen, das würde dann leider keiner für ihn erledigen....oder wenn ja, wer??

Deine Posts sind schon sehr gefärbt vom Frust und der vermeintlichen Machtlosigkeit seiner Situation, SEINER...... Manchmal denke ich mir, dass dein Frust auch durch sein! Verhalten erzeugt wird....die Ex aber der bessere Blitzableiter ist
:wink: :wink: :wink:

Und noch was; es gibt auch die Umkehrung; mein Ex hat sich erst nach der Scheidung zu einem tollen Vater entwickelt....

Kein Mensch weiss doch im Voraus wie er/sie sich bei Verletzungen, Tod, Trennung, Scheidung etc verhält....und dann doch erst recht nicht wie sich der andere verhalten wird.....Wut, Angst, Depression, Gleichgültigkeit usw.....
unsere patchworkdecke verfilzt immer mehr und wir geniessen es sehr, auch wenn die Grosse nun eigene Wege geht...Mutterherz lass los ;-)
PatchStift
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Beitrag von PatchStift »

zimet hat geschrieben:PatchStift; eine Frage: sollten Männer sich nicht auch überlegen mit wem sie Kinder zeugen, vom heiraten ganz zu schweigen?
Hallo Zimet

Selbstverständlich! Und mein Partner ist sich sehr wohl bewusst, welche Fehler er gemacht hat, bzw. welchen entscheidenden Fehler, und er vorallem selbst schuld an seiner Situation ist!

Was er aber nicht wissen konnte ist, dass unser Rechtssystem das was die Frau abgezogen hat auch noch belohnen, bzw. einfach nicht sehen will und ihn wie den letzten Dreck behandeln und verurteilen würde, quer durch alle Instanzen.
Und sehr Auffallend dabei ist halt schon, es waren geschlossen, Frauen die über sein Schicksal zu urteilen hatten.

Und jetzt rat mal wer sich nicht selten, vorkommt wie sein Blitzableiter dafür!

Kein Mensch weiss doch im Voraus wie er/sie sich bei Verletzungen, Tod, Trennung, Scheidung etc verhält....und dann doch erst recht nicht wie sich der andere verhalten wird.....Wut, Angst, Depression, Gleichgültigkeit usw.....
Sicher Zimet, aber wenn man einen Mann einfach übergeht und sein behindertes Kind austrägt, obwohl er klar sagt, ICH will das nicht, darf Frau sich doch nicht wundern, wenn der Schuss total nach hinten los geht. Eltern ist man doch nicht erst mit der Geburt, auch solche Entscheidungen gehören zum gem. Sorgerecht.
Zumindest für mich, wäre das eine Entscheidung die gem. zu treffen ist, es sei den ich bin bereit, es ganz allein durchzuziehen.

Dann mach ich aber keinem mehr Vorwurfe, weil er sich nicht um das Kind das er nie wollte kümmert. Dann erwarte ich das gar nicht mehr.

Aber eben, offenbar spiele ich halt in einer anderen Liga...
PatchStift
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Beitrag von PatchStift »

Buchenholz hat geschrieben:
PatchStift hat geschrieben: So wie Butterfly sich ganz offensichtlich vertan hat mit ihrer Analyse, vertun sich halt auch andere Hobby-profiler. Und das muss ich nicht immer kommentieren. Gechweige denn auf Ratschläge eingehen, um die ich nie gebeten habe. Oder wenn man Äpfel mit Birnen vergleichen will. ( Kein begnateter Koch zu sein, oder sein Umfel zu terorisieren, ist für mich halt ein kliener feiner Unterschied)

Aber ich nehm's selbstverständlich zur Kennnis!
Bei diesem Beitrag musste ich gerade nach Luft schnappen.

Wie ist das schon wieder mit deinem Namen? Hast du nicht mal geschrieben, dass du hier bist um zu lernen. Dafür riskierst du aber 'ne dicke Lippe.
Mir scheint, du willst nur das lernen, was dir gefällt. Wieder selektiv.

Sorry, das hier ist wohl nicht meine Liga.

Nein Buchenholz, das hier ist ganz offensichtlich nicht meine Liga und darum verlasse ich sie jetzt!
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Beitrag von carlotta37 »

Sag mal, geht's Dir noch gut???

Das finde ich schlicht unverschämt und total unter der Gürtellinie mit dem behinderten Kind!!
Die gemeinsame Verantwortung begänne eigentlich schon bei der Zeugung!!! Und jetzt erzähl mir nichts von Männern, die ja ach so überraschend Vater geworden sind. Wie Verhütung funktioniert wissen auch die Jungs heute schon mit 12!

Eine Behinderung lässt sich nicht in jedem Fall sicher voraussagen und schon gar nicht, wie schwerwiegend diese ist. Und selbst wenn: das ist eine Gewissensfrage. Soll sich da die Frau stillschweigend dem Willen des Mannes beugen, wenn es zu keiner Einigung kommt?

Abgesehen davon, dass Du hier einen Seitenhieb auf eine der Mitschreiberinnen loslässt, der einfach....ach...da fehlen mir die Worte!! Ich sag's lieber nicht. Deine Welt ist wunderbar einfach gestrickt....
zimet
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Beitrag von zimet »

äh was genau habe ich jetzt verpasst? Ich hab nirgends gelesen, dass die Tochter deines Partners behindert ist....und von anderen Paaren habe ich nicht geschrieben! Falls es so wäre, dass die Tochter deines Partners behindert ist, dann denke ich können wir ALLE schlicht nicht nachvollziehen wie schwierig der Entscheid für oder gegen das Kind ist - Eltern oder nicht! kommt noch hinzu, dass diese Tests nie 100 Prozent sicher sind.

Falls dein Kommentar von eurer Geschichte ablenken sollte, dann bist du hier wohl wirklich in der falschen Liga!
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Beitrag von tabida »

PatchStift hat geschrieben:Sicher Zimet, aber wenn man einen Mann einfach übergeht und sein behindertes Kind austrägt, obwohl er klar sagt, ICH will das nicht, darf Frau sich doch nicht wundern, wenn der Schuss total nach hinten los geht. Eltern ist man doch nicht erst mit der Geburt, auch solche Entscheidungen gehören zum gem. Sorgerecht.
Zumindest für mich, wäre das eine Entscheidung die gem. zu treffen ist, es sei den ich bin bereit, es ganz allein durchzuziehen.

Dann mach ich aber keinem mehr Vorwurfe, weil er sich nicht um das Kind das er nie wollte kümmert. Dann erwarte ich das gar nicht mehr.

Aber eben, offenbar spiele ich halt in einer anderen Liga...
Denk mal darüber nach was Du hier geschrieben hast! :no55:

und @ asja :bussi:
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Delphia
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Beitrag von Delphia »

Zurück zum Thema bezüglich der Infos aus den Schulen:

In der Deutschschweiz sind nicht alle Kantone so fortschrittlich wie die Westschweizer. Ich wüsste nicht mal, ob unsere Schulverwaltung 2 Adressen aufnehmen kann, wohin sie die Infos schicken darf.

Die Lehrpersonen geben den Kindern immer wieder Zettel mit Infos aus der Schule mit nach Hause (Ankündigung Elternabend z.Bsp., usw.). Da müsste jede Lehrperson Buch führen, bei welchem Kind sie 2 Zettel bereit halten muss. Einer davon muss sie ja noch per Post schicken.

In meinen Augen ist dies eine logistische Aufgabe. Der Versand könnte von den Schulverwaltungen aus gemacht werden. Aber es ist so, dass damit Kosten verbunden sind. Bringe mal an einer Gemeindeversammlung den Antrag, wir bräuchten Geld dafür. Dafür werden wir noch immensen Einsatz leisten müssen, um dies umsetzen zu können.

Übrigens: solange sich wenige dafür einsetzen, wird ein System nicht angepasst einfach, weil nur "einige" laut brüllen.
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Buchenholz
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Beitrag von Buchenholz »

@ Delphia
Diese Ausreden von wegen zusätzlichem Aufwand und Kosten habe ich so satt. Und nicht nur hier. Ich erlebe das auch in Vereinen und das blockiert so. Das scheint eine Zivilisationskrankheit der heutigen Zeit zu sein.

Als ich da den Lehrmittelversand einer Firma übernommen habe, erkannte ich die Problematik mit den Adressen. Die PC-Software ist da oft beschränkt und lässt gar nicht mehrere individuellen Adressen zu.
Aber auch da müssten halt Schulsoftware-Informatiker umdenken.
Und wenn die Finanzen das Problem wäre, so würden die Nichtobhutsberechtigen noch so gerne vorfrankierte Couverts abgeben.

Mein Partner hat sich immer wieder bei der Volksschule beschwert, weil die Infos nie bis zu ihm kamen. Und die Kinder waren alles andere als zuverlässig und pflichtbewusst. Die haben regelmässig vergessen, die Zettel zu bringen oder den Vater mündlich über einen Termin zu informieren.
Auf jeden Fall haben sich die Lehrer immer entschuldigt. Angeblich liess die Mutter sie im Glauben, dass sie sehr daran interessiert sei, dass der Vater zu den Infos komme. Und die Schule dürfe JA keine Infos schicken, das wolle SIE übernehmen. Haha, laberlaber

Es ist auch ganz wichtig, dass an den Fachhochschulen für Pädagogik die angehenden Lehrer auf Sondersituation geschult werden. Viele LP haben echt keine Ahnung, weil sie sich noch nie mit dieser Thematik befasst haben. Dabei gehört dies für mich genauso zur Allgemeinbildung einer LP.
Es ist zwar tragisch, dass immer mehr Alltagsthemen auf den Lehrern lasten. Aber die Zeiten verändern sich. Wir haben schon diverse Schulen angeboten, dass wir ihm Rahmen einer Lehrerfortbildung einen Vortrag halten würden.
Kein Interese. Schade
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Nin
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Beitrag von Nin »

Wir sind in der Ausbildung auch noch nicht darüber informiert worden, erst, als ich das erste Mal Klassenlehrerin wurde.

Aber wie gesagt, da geht es nur um das, was die Schule verschickt. Und es gibt immer noch viele Auskünfte, die Lehrer einfach in der Klasse austeilen. Und dann müssen die Mütter (oder die Kinder selbst) ans Weiterreichen denken.

Ich photokopiere immer ein paar Zusatzexemplare unf frage dann einfach, ob ein Schüler zwei für seine getrennten Eltern braucht - manchmal füge ich auch hinzu, oder weil er so unordentlich ist wie ich.... Denn manche Schüler haben es bis heute nicht gern, vor allen zu sagen: meine Eltern sind geschieden (oder zuzugeben, dass es da viel Konflikte gibt).

Ich habe in meiner Klasse von 21 Schülern dieses Jahr nur fünf Scheidungskinder. Bei zwei gibt es keine Adresse für den Vater, weil beide im Ausland leben.
Nicht Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein.
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Beitrag von carlotta37 »

Naja, asja, das kommt wohl sehr drauf an, WO man lebt - und Schule gibt. In meiner Klasse gibt's tatsächlich mehrere Eltern ohne email....wobei: es gibt vor allem Eltern, die die Post sowieso auf Deutsch nicht lesen können, da ist es dann egal, ob sie eine mail bekommen oder einen Brief....das Kind muss übersetzen (und für Elterngespräche gibts dann Dometscher, die dürfen wir bestellen...).

Was auch nicht (oder nicht mehr) so ganz stimmt: an den Pädagogischen Hochschulen gehört das Fach Recht zu den Pflichtveranstaltungen. Man kann also damit rechnen, dass mindestens die jungen Lehrer gut informiert sein müssen!!

Aber tatsächlich ist das wohl auch menschlich eine Gratwanderung. Wenn ein Kind bei einem Elternteil lebt und dieser den Kontakt zu anderen Elternteil unterbindet, gerät man als Lehrerin leicht zwischen die Fronten und findet sich in einer Rolle als Eheberaterin wieder. Ich habe das einmal erlebt und es war nicht erfreulich....Zum Glück hat sich dann die VB eingeschaltet und der schulpsychologische Dienst. Dies aber in erster Linie, weil das Kind enorme Probleme hatte!
Und in dem Fall stimmt es schon: Lehrer sind keine Sozialpädagogen oder Mediatoren, dazu fehlt uns definitiv die Ausbildung. Nichts ist heikler als geschiedene Eltern, denn die verstehen einfach oft nicht, dass die Klassenlehrerin ihres Kindes nicht dazu da ist, Partei zu ergreifen (ausser allenfalls für das Kind!!). Und dann weiten sich die Konflikte aus, übertragen sich auf das Kind. Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt auch Kinder geschiedener und zerstrittener Eltern, die ganz froh sind, dass die Schule für sie ein Schonraum ist, in den die Konflikte der Eltern nciht mit hineingetragen werden....
vero
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Beitrag von vero »

Wenn ich das so lese hat mein Mann ja richtig Schwein gehabt. Die Kindergartenlehrerin von seiner Tochter gibt meinem Mann immer die Infos mit, wenn er seine Tochter abholt oder schickt es mit der Post.

Da kommen die Termine vielleicht ein bischen kurzfristiger, aber wenn er mal eine Anmeldefrist deswegen verpasst, machen die kein Theater und er kann trotzdem teilnehmen. Mein Mann hat ihr auch gesagt, dass es zwischen ihm und der Mutter spannungen gibt und das fand die Kindergartenlehrerin von seiner Tochter auch sehr hilfreich.
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Delphia
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Beitrag von Delphia »

Ja Buchenholz ich teile Deine Meinung :-).

Ich habe jeweils vorfrankierte und adressierte Couvert in die Schule gegeben. Mein Ex-Mann hat dann weiterhin behauptet, ich hätte ihn nicht informiert. Klar doch, er hatte meine Schrift erkannt und so konnte er sagen, er sei nicht informiert worden... Er wusste ja nicht, dass die LP die News in diese Couverts gesteckt hatten und direkt in den Postausgangskistli der Schule gelegt, wo es mir nicht möglich war, diese zu entweden.... ;-)

Glücklicherweise haben das die Lehrpersonen dann erkannt.
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Babell
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Beitrag von Babell »

Hallo Zusammen

Ich bin auch der Meinung, dass das Gemeinsame Sorgerecht bei Geburt des gemeinsamen Kindes automatisch in Kraft treten soll, wie das bisher bei allen verheirateten Elternpaaren bereits der Fall ist. Und eigentlich schon längst hätte gang und gäbe sein sollen, da schon lange nicht mehr alle heiraten, wenn sie ein Kind erwarten. Und so eine Sorgerechtserklärung, die neu ja dann automatisch kommt, kostete uns je 75.- also zusammen 150.- ! Dazu noch die Vaterschaftsanerkennung, ohne die man nämlich das gemeinsame Sorgerecht gar nicht beantragen kann und die auch so ca 130.- gekostet hatte. Da fällt also dann eine grosse Einnahmensquelle für den Staat weg! :P :wink: (ich kenne nämlich viele Paare, die es beantragt haben)


Allerdings bin ich dabei etwas skeptisch:

Wie ist das denn bei einer alleinerziehenden Mutter, die bereits in der Schwangerschaft sitzen gelassen wurde und der Vater sich nach ein paar Jahren plötzlich meldet? Hat er dann automatisch das gemeinsame Sorgerecht?
Buchenholz
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Beitrag von Buchenholz »

Babell hat geschrieben:Wie ist das denn bei einer alleinerziehenden Mutter, die bereits in der Schwangerschaft sitzen gelassen wurde und der Vater sich nach ein paar Jahren plötzlich meldet? Hat er dann automatisch das gemeinsame Sorgerecht?
Soviel ich weiss, will die VB eh den Namen des Vaters wissen. Da geht es dann auch um Geld. Falls die Frau Alimentenbevorschussung bekommt, muss man dieses beim Vater zurückfordern.
Kennt die VB den Vater, dann hat der das GS. Bei Geburt weiss man ja nicht, ob der Vater sich doch plötzlich seiner Verantwortung stellt.
Die Erkenntnis, dass er es nicht getan hat, das weiss man ja erst später. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich als letztes.

Will die Mutter den Vater nicht nennen, muss sie alleine für ihr Kind aufkommen. Meldet sich nach Jahren doch noch der Vater, dann muss der das erst via Vaterschaftstest nachweisen.

Und hier besteht noch eine Ungerechtigeit. Wenn ein Mann auf diesem Test besteht, die Mutter aber nicht will, dann kann der Mann nichts machen und wird z.Bsp. zu Unterhalt gezwungen werden, auch wenn er sicher ist, dass er nicht der Vater ist. Macht er es heimlich wird er nochmals bestraft, weil ein Test ohne Einwilligung der Mutter verboten ist.
tabida
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Beitrag von tabida »

Buchenholz hat geschrieben:Und hier besteht noch eine Ungerechtigeit. Wenn ein Mann auf diesem Test besteht, die Mutter aber nicht will, dann kann der Mann nichts machen und wird z.Bsp. zu Unterhalt gezwungen werden, auch wenn er sicher ist, dass er nicht der Vater ist. Macht er es heimlich wird er nochmals bestraft, weil ein Test ohne Einwilligung der Mutter verboten ist.
Das stimmt nicht ganz. Der "Vater" muss ja eine Vaterschaftsanerkennung unterschreiben. Wenn er weiss, dass er nicht der Vater ist, dann wird er das nicht tun. Dann könnte er per Gerichtsbeschluss zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden. Je nachdem wie dieser dann ausfallen würde, würde er dann als Vater eingetragen oder eben nicht.

Grundsätzlich zum neuen Gesetzt: Es muss ja noch genau ausgearbeitet werden und es ist noch nicht klar, unter welchen Umständen dann eben doch das alleinige Sorgerecht zum Zuge kommt. Oft wird man sich dann ja über die Details nicht einig. Mal schauen, was da noch kommt ;-)
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