Weihnachten

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Buchenholz
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Weihnachten

Beitrag von Buchenholz »

Hallo zusammen

Die Feiertage sind bereits Geschichte. Für Geschiedene ist das oft eine der schwierigsten Tage. Wer seine Kinder nur selten sieht, freut sich gerade an Weihnachten, Kinder und Verwandschaft um den Christbaum versammelt zu wissen. Wie war das so bei euch?



Bei uns mit Tochter war es ganz relaxt. Logistisch ist es kaum möglich, sie bei jeder Verwandschaftskonstellation dabei zu haben. Da aber meine Schwiegermutter diese Tage Geburtstag hat, wird sie dann die Familie meines Partners sehen. GA und ihre Reisefreude machens möglich, dass sie immer pünktlich zum Essen anwesend war. Inkl. Geschenke für jeden. Die letzten Tage wurde unsere Küche zur Guetslibäckerei verwandelt. Und auch wenn Fräulein ja schon gross und selberständig ist, war man also schon noch froh, war Mama zur gelegentlichen Rettung zur Stelle.


Weihnachten mit Stiefsöhnen: 1 x Grins fortissimo.
Ihr erinnert euch; sie haben ja alle kein Geld, sind mausarm und müssen sich gegenseitig finanziell unterstützen. Sohn muss Therapie selber bezahlen, weil KK nicht bezahlt. Sohn zahlt auch Autoreparatur, damit Mutter mobil bleibt und Mutter beschäftigt Anwalt zwecks Geldeintreibung.
So, letzte Woche wollte mein Partner mit beiden Söhnen essen gehen. Pizza mit dem Jüngeren hat geklappt. Mit dem Älteren war auch ein Essen ausgemacht. Der war aber via Handy nie erreichbar, bis dann eine SMS kam: Sorry, keine Zeit, muss Snowboard kaufen. Ich habe gar nicht gewusst, dass Sportgeräte ein Verfalldatum haben. Nach einem Jahr im Gebrauch sind die bereits verdorben. Für meinen Partner heisst dies also erneut, dass er nicht wichtig genug ist.
Tja und dann: man sei ab Freitag eine Woche weg. Mama hat über die Feiertage Ferien gebucht. Nobelskiort. Wo's doch gerade diese Tage am günstigsten ist ;-) Gemeinerweise ist dann ja klar, dass die Kinder nicht mit Papa feiern können. Mama hat dies ganz geschickt organisiert.
Und weil sie ja kein Geld haben, müssen die armen Kids jetzt an den Festtagen in Clubs und Discos abfeiern. Big brother heisst Facebook und is watching you.
Oh du fröhliche Weihnachtszeit. Hicks.

Und was waren eure Highlights?
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BabyOne
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Beitrag von BabyOne »

Hallo,

ja, das ist auch wieder erzählenswert...

Bei meinem Partner und seiner Exfrau ist es so, dass sie bei der Scheidung eine gerichtliche Vereinbarung getroffen haben, wonach der Sohn Weihnachten (insbesondere den 24.12.) immer abwechselnd mal beim einen und mal beim anderen Elternteil verbringt. Dieses Jahr waren wir wieder dran.

Eine Woche vor Weihnachten rief sein Sohn an (heikle Sachen lässt die Mutter immer den Sohn ausrichten, weil sie denkt dass der Vater es ihm nicht abschlagen kann) und meinte, dass es doch bestimmt kein Problem wäre, wenn er mit seiner Mutter über Weihnachten zu den Verwandten ins Ausland fährt. Mein Freund sagte dann, nein, damit ist er eigentlich nicht einverstanden, sie können ja gerne am 25.12. abends fahren, aber am 24. ist vereinbart, dass Sohn bei uns ist.

Die Reaktion der Mutter darauf per Email war, nein, das passt ihr nicht (keine Gründe angegeben), und wenn er nicht erlaubt dass der Sohn mitkommt, dann fährt sie ohne ihn und dann muss er den Sohn die kompletten Ferien hindurch nehmen bis zum ersten Schultag. (Sie dachte offensichtlich, das sei eine Drohung.)

Seine Reaktion: OK, können wir so machen.

Ihre Reaktion: sie hat die Tickets schon gekauft. Und überhaupt ist er ein ganz mieser Vater und der Sohn wird darunter leiden, wenn er gegen seinen Willen zu Weihnachten beim Vater sein muss. Der Sohn will zu den Verwandten. OK, sie bleibt über Weihnachten hier, Sohn darf aber erst am 25.12. abends zu uns.

Seine Reaktion: Die Vereinbarung bezieht sich auf den 24.12., und daran werden sich beide halten. Es ist unanständig von ihr, dem Sohn Dinge in den Kopf zu setzen, von denen sie genau weiß dass das gegen die Abmachung verstößt. Es ist auch unanständig von ihr, den Sohn als Botschafter zu missbrauchen, statt die Dinge direkt mit ihm zu klären. Wenn sie nicht damit aufhört, den Sohn gegen ihn aufzuhetzen, dann wird er sich notfalls ans Jugendamt oder Gericht wenden.

Darauf gab es keine Antwort mehr. Wir wussten also bis zum 24.12. nicht, ob sein Sohn nun kommt oder nicht. Er kam dann und es lief eigentlich auch ganz gut und harmonisch, zumindest bis zum 25.12.. Ab dem zweiten Feiertag war dann wieder Alltagsstimmung, und das bedeutet bei dem Jungen unfreundlicher Tonfall, motzen etc. Aber nun haben wir es hinter uns, heute Abend geht er wieder nach Hause.

Was ich dabei wirklich nicht verstehe ist, warum die Exfrau sich nach so vielen Jahren immer noch so aufführt. Mein Freund ist eigentlich immer zu einem Entgegenkommen bereit, wenn man nur vernünftig mit ihm spricht. Und sie meint, wenn sie ein paarmal mit dem Fuß aufstampft, dann müssen alle springen und es so machen wie sie will. Und was hat sie davon, ihn dauernd als schlechten Vater darstellen zu wollen? Sie hat den Sohn sogar die Emails lesen lassen.
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engelherz
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Beitrag von engelherz »

Ein gutes neues Jahr euch, mit viel Kraft für alles was da kommen mag!

Wir haben Weihnachten zum Glück harmonisch verbracht.
Die beiden Mädchen von meinen Mann waren bis gestern bei uns und wir haben einmal zu vier gefeiert und einmal mit meiner Familie alle zusammen.
Der Sohn von meinem Mann ist zu seinen Grosseltern gefahren über die Feiertage. (Die Mutter von Junior hatte keine Zeit / Interesse, Ihren Sohn über die Feiertage zu sehen).

Beim Geschenke auspacken gestern, erhielt ich für mein Geschenk nicht mal ein kleines Danke von Junior. Nun weis ich zumindest, was ich bei den nächsten Feierlichkeiten schenken werde - nichts!
Babell
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Beitrag von Babell »

Meine Stiefkinder besuchen uns nur noch einen bzw. zwei Tage zwischen den Feiertagen. Mein Freund ist dieses Jahr nicht mehr traurig deswegen gewesen. Da bin ich sehr froh drüber, da mich seine Nörgelei und Deprimiertheit jeweils recht.auf die Stimmung geschlagen hatte.

Vor Jahren war ich auch sehr beleidigt weil die stiefkinder sich nicht für die liebevollen Geschenke von mir bedankt hatten. Ich dachte, denen geb ich nie mer was! Ich habe trotzdem immer was gegeben, auch wenns nur was Kleines war. Meistens haben wir gemeinsam ein Geschenk gemacht.
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