sorgerecht für vater

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gebi77
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sorgerecht für vater

Beitrag von gebi77 »

Meine "noch" Ehefrau beschloss relativ kurzfristig, mit unserer 5jährigen Tochter, in ihren weit entfernten Wohnort, umzuziehen.
Unsere Kleine, sowie die Kindergärtnerin sind nicht über das geplante Vorgehen meiner Ehefrau informiert worden - sie dachte, sie würde das am Tag vor ihrer Abreise machen.
Ist ein solches Vorgehen "legal"?
Zuletzt geändert von gebi77 am 11.11.2013 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
Bacci2
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Beitrag von Bacci2 »

Hallo. Am Besten wendest du dich an die Vormundschaftsbehörde.
Patchwork seit 2003, 1 Sohn aus 1. Ehe, 2 gemeinsame Kids und 2 Stiefkinder die nicht bei uns wohnen
Babell
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Beitrag von Babell »

Hallo Gebi

Ob deine Noch-Ehefrau ohne dein Einverständnis wegziehen kann, kommt auf die Form Eurers Sorgerechtsvertrags an. Wenn ihr das gemeinsame Sorgerecht habt, dann darf sie nicht ohne dein Einverständnis wegziehen, denn dann müsste sie deine Zustimmung dazu erhalten. Falls sie jedoch das alleinige Sorgerecht hat, dann kannst du nichts dagegen einwenden. Dann musst du dich, wie Bacci geschrieben hat, an die Vormundschaftsbehörden wenden. Die werden dir helfen.

So wie mir scheint, habt ihr Eure Beziehung noch nicht ganz abgeschlossen. Ihr macht Euch gegenseitig heftigste Vorwürfe. Du wirfst ihr vor, sie sei ein Kindskopf und sie wirft dir vor, du würdest immer streiten. Würdet ihr diese Vorwürfe mal weglassen, dann könntet ihr auch wieder zueinander finden. Und das ist sehr wichtig für Eure Tochter, denn ein Paar kann auseinander gehen, aber Eltern bleibt man immer! Und ganz wichtig: vor dem Kind nicht streiten!!!
Besprecht die wichtigen Dinge am Telefon, wenn das Kind im Kindergarten ist (und es nicht hört!) oder per Email. Und redet nie schlecht vor dem Kind über den anderen Elternteil!

Veilleicht wollte deine Noch-Ehefrau dem Kind die Streitereien ersparen und ist deshalb so weit weg gezogen? Das wäre aber die falsche Entscheidung, denn das Kind liebt den Vater und braucht ihn!!

Die bessere Variante wäre gewesen, die Probleme der Beziehung aufzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass ihr in Frieden auseinander gehen könnt. Für das kind ist es sehr wichtig, dass seine Eltern nicht streiten oder schlecht voneinander reden, denn es hat Euch beide gerne. Streit vor dem Kind ist sogar schädlich! Es verwirrt das Kind. Es kann es nicht einordnen, mit fünf Jahren!
weint wenn sie zu ihrer Mutter gehen "muss".
Da kann ich dich beruhigen: sie weint bestimmt auch, wenn sie zu ihrem Vater gehen muss und fragt bestimmt auch zu Hause, wann es denn wieder nach Hause dürfe. Das hat aber nichts mit Euch als Personen oder mit der Liebe des Kindes zu tun, sondern damit, dass das Kind traurig ist, wenn es Abschied nehmen muss vom einen Elternteil, weil es zum anderen geht. Um dem Kind die Trennung zu erleichtern, kann man ihm (in Kindersprache) erklären, wann es wieder zur Mama zurück muss. So weiss es, wenn wir das und das gemacht haben und ich so oft hier geschlafen habe, dann gehe ich wieder zur Mama.
Umgekehrt natürlich auch: die Mutter soll dem Kind auch erklären, so viel musst du schlafen und dann ist Papa-Zeit. Und sie soll das dem Kind unabhängig von ihren eigenen Gefühlen übermitteln, denn das Kind liebt ja den Papa! Also sollte sie es freudig sagen: dann kannst du zu Papa! So muss dann das Kind weniger weinen, bei Euren Abschieden. Dazu gehören natürlich auch fixe Zeiten und kein Hin und her!

Als Vater, der seine Tochter über alles liebt
Sehr gut, dann lass das Streiten ganz weg! Und wenn die Ex streitet, lass sie ins Leere laufen, gib nichts zurück!
Dann kommts gut! :D
PatchStift
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Beitrag von PatchStift »

Hallo Gebi

Das wichtigste Vorweg!

Egal mit welcher Behörde du gerade zu tun hast. Egal wieviel Empathie Du zu spüren glaubst! Sag nie, niemals, meine Ex. ist krank! Oder sie nicht in der Lage sich zu kümmern...

Das sind absolute Tabus! Eine Mutter muss nicht beweisen, dass sie fähig ist ihr Kind zu betreuen, dass wird vorausgesetzt! Und selbst wenn sie es offensichtlich nicht ist, sie ist und bleibt die Mutter! Und somit schier unantastbar. Unterschätze das ja nicht!!!! Denn Du, bist "NUR" der Vater! Und somit im Fall absolut entbehrlich für's Kinswohl!

Stell einzig und allein die Bedürfnisse des Kindes in den Fokus und vergiss die Mutter! Mein Kind braucht.... für das Kind wäre es wichtig..... ICH habe die Möglichkeiten, ICH bin in der Lage dazu. Zu betonen, dass sie es nicht ist, wäre absolut kontraproduktiv!


Deine neue Partnerin tut denn auch ABSOLUT NICHTS zur Sache! Es sei denn, Du willst das man Dir unterstellt, die Mutter einfach ersetzen zu wollen... die Verantwotung auf die Neue abzuschieben zu wollen etc.... Auch da, Achtung!!!

Im Prinzip ist jedes Wort, dass die Mutter irgendwie in ein schlechtes Licht rückt, eines zuviel! Denn selbst wenn die Frau psychisch krank ist, muss man ihr doch helfen! Und nun stell Dir vor, sie sähe dich in ihrer geistigen Verirrung plötzlich als Bedrohung für ihr Kind...
Dann bist Du für dein Kind schneller Weg vom Fenster, als Du a sagen kanst!

Überleg Dir gut, was Du tust und wäge die Konsequenzen vorher gut ab!

Wenn Du Kontakt zu anderen Vätern suchst, die sich damit bestens auskennen, melde dich per PN.

L.G.
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Delphia
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Beitrag von Delphia »

Hallo Gebi

Manchmal ist es schwierig, für sich den richtigen Rat herauszuhören.

Falls Du eine fachliche Unterstützung willst:

www.vev.ch

ist die Adresse, die verantwortungsvolle Väter anpeilen dürfen.

Sie haben übrigens auch immer wieder sehr gute Vorträge!

Gruss
Delphia
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Probleme? nein! Herausforderungen: ja :-), manchmal aber völlig hoffnungslos...
gebi77
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Sorgerecht

Beitrag von gebi77 »

Vielen Dank für eure Beiträge!
Marissa
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Beitrag von Marissa »

Ob es legal ist, weiß ich nicht. Sicherlich ist es aber nicht in Ordnung, wenn es bedeutet, dass du kaum Chancen hast, dein Kind zu sehen. Spreche das mit ihr ab. Schön ist das Vorgehen nicht. Aber bestimmt hatte sie einen guten Grund für den Umzug. Unabhängig davon, ist es egal, ob deine Exfrau nun gut ist in Sachen Kindererziehung oder nicht. Dem Kind wird es schon gut tun, wenn du dafür umso mehr deine Qualitäten als Vater unter Beweis stellst. Der Einfluss kommt nie nur von einer Seite, das sollte man nicht vergessen. Deshalb am besten nicht den Gram später an das Kind auslassen!
Die Lebensspanne ist dieselbe, ob man sie lachend oder weinend verbringt.
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