kein 2. gemeinsames Kind

Fragen, Probleme und Sorgen...
Benutzeravatar
BabyOne
Forumsoldie
Forumsoldie
Beiträge: 698
Registriert: 10.01.2009 20:56
Wohnort: Bayern

Beitrag von BabyOne »

tarzan hat geschrieben:so gut ich euch verstehe, nach dem Wunsch eines zweiten Kindes, denke ich, bringt es nicht, sein Ego durchzusetzten und Ueberzeugungsarbeit beim Partner zu leisten.

Ich denke auf lange Sicht kann ein Kind, egal ob erstes oder 10. nur gut gehen, wenn beide das wollen und bereit sind dafür. Ein Kind zu zeugen, weil der eine will und der andere wohl oder übel zusagt, aber im Herzen nicht, da sehe ich schwarz.

Ich sehe das auch im Bekanntenkreis, da höre ich von "das Kind soll die Ehe retten" bis ...
Mein Freund ist einer von der langsamen Truppe, er kommt oft nicht so von selbst auf manche Dinge. Ich muss da schon immer mal nachhelfen. Dafür übernimmt er manche Dinge so stark, dass er hinterher beleidigt ist wenn ich sage dass es eigentlich von mir kommt. Insofern sehe ich diesen Punkt optimistischer. Und außerdem - auch unsere Tochter war ein "Versehen", was aber nichts daran ändert dass wir beide sie sehr lieben.
Patch von 2002/2003 bis 2017
eine gemeinsame Tochter 15 J.
tarzan
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 819
Registriert: 06.03.2008 17:11

Beitrag von tarzan »

das ist schon so, wenn man sie (die Kinder) mal hat, möchte man sie nie mehr hergeben. Ich kann zwar nicht mitreden, kann das aber gut nach empfinden und sehe das auch bei meiner Freundin, welche nach 3 Wochen Bekanntschaft bereits schwanger war.

Ich denke der Idealfall ist, dass die Beziehung gut und stabil ist, darauf baut man dann eine Familie auf. Ist das nicht so, und bekommt trotzdem Kinder, sehe ich halt schwarz, weil ich mir das Leben als Familie noch schwieriger vorstelle wie nur zu zweit. Also hatte man schon vor den Kinder kriegen eine schwierige Beziehung, wird sie ziemlich sicher nicht einfacher oder besser wenn Kinder da sind.

Kann mir aber auch vorstellen, dass Nachwuchs sich positiv auf die Beziehung auswirken kann und nicht nur Stress usw. bedeuten muss.

Ich persönlich konnte mir nie vorstellen ein Kind zu bekommen mit einem Mann der das nicht auch 100% mit mir wollte. Das wäre mir dann zu unsicher gewesen.
Benutzeravatar
BabyOne
Forumsoldie
Forumsoldie
Beiträge: 698
Registriert: 10.01.2009 20:56
Wohnort: Bayern

Beitrag von BabyOne »

Ich vermute, sehr viele Männer und auch Frauen sind sich unsicher, ob es der richtige Zeitpunkt ist für ein Kind, und zögern diese Entscheidung immer weiter hinaus. Das ist ja der negative Aspekt an der Empfängnisverhütung, dass man jetzt ja nicht nur bestimmen kann wann und ob man ein Kind will, sondern es eigentlich auch muss. Irgendwo in einer Frauenzeitschrift habe ich mal gelesen, dass zwei Drittel aller Schwangerschaften nicht konkret geplant waren. Eher ist es anscheinend wohl so, dass man - wenn eine Schwangerschaft nicht mehr eine totale Katastrophe wäre - einfach nachlässiger wird und die Entscheidung dem Schicksal überlässt, und dann passiert es halt.

Insofern denke ich mir, es kann einen ganz schön überfordern wenn man als Ideal erwartet, dass beide 100%ig den Wunsch nach einem Kind haben müssen. Das ist wohl relativ selten wirklich der Fall. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis gedanklich umsehe, muss ich sagen dass die Zahl der Kinder, die nicht oder nicht so geplant waren, tatsächlich eher hoch ist, vielleicht nicht gerade zwei Drittel, aber schon so bei 50 %.

Meine Tochter: s. o. ; meine Cousine: "TroPi", der Nachbar:"ist halt passiert", die jüngere Tochter einer Freundin:"die Ärzte meinten, ich könnte sicher nicht mehr schwanger werden", etc...
Patch von 2002/2003 bis 2017
eine gemeinsame Tochter 15 J.
tarzan
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 819
Registriert: 06.03.2008 17:11

Beitrag von tarzan »

ich denke auch, dass es viele Kinder gibt die nicht geplant auf die Welt kommen. Und das der Idealfall nie eintrifft.

Da ist es wohl Typ abhängig, ob man einfach mal drauf los lebt und "macht" oder abwartet.

Ich denke es führt einfach zu Problemen, wenn Frau plötzlich schwanger ist, ohne das der Mann das wirklich will. Zumindest müssen beide überzeugt sein davon, Kinder zu bekommen, wenn auch nicht zu 100%.
Oder wenn die Beziehung schon sehr schwierig ist und die Zukunftsaussichten schlecht aussehen, dann noch ein Kind zu zeugen, weil es gerade vom Alter her an der Zeit ist, finde ich nicht so toll.

Klar, man kann so auch sagen, dann kommt Frau nie zu ihren Kindern, wenn vieles stimmen muss. Schwieriges Thema...
Buchenholz
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 1109
Registriert: 15.03.2009 17:14

Beitrag von Buchenholz »

tarzan hat geschrieben:man kann so auch sagen, dann kommt Frau nie zu ihren Kindern,
Tarzan, dieser Satz war vermutlich nicht negativ gemeint, aber bei mir kommt er ganz schräg rein.

Kinder gehören nie irgendjemandem und schon gar nicht nur der Frau.

Deine Kinder sind nicht Deine Kinder,
sie sind die Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens
nach sich selbst.
Sie kommen durch dich,
aber nicht von dir
und obwohl sie bei dir sind,
gehören sie dir nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben,
aber nicht deine Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben,
aber nicht ihrer Seele,
denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen,
das du nicht besuchen kannst,
nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen,
ihnen gleich zu sein,
aber suche nicht,
sie dir gleich zu machen,
denn das Leben geht nicht rückwärts
und verweilt nicht im Gestern.
Du bist der Bogen,
von dem deine Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Laß deine Bogenrundungen
in der Hand des Schützen
Freude bedeuten.
tarzan
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 819
Registriert: 06.03.2008 17:11

Beitrag von tarzan »

hier in der Diskussion geht es ursprünglich darum, dass sich 2 Frauen hier weitere Kinder wünschen, und ihre Partner dies nicht unbedingt oder später vielleicht auch wollen.

Das ist mir auch klar, dass Kinder niemanden gehören ausser sich selbst.
Bin ja nicht von gestern.

Das war ganz anders gemeint, wie du es wohl verstanden hast..
Benutzeravatar
Delphia
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 2125
Registriert: 17.07.2006 11:43

Beitrag von Delphia »

Hallo zusammen

Ich finde die Zeilen Buchenholz' sehr schön und ich verstehe Tarzan auch sehr gut.

Wenn ich schreibe, kommt es nicht immer so an, wie ich es eigentlich meine... Das ist ja das Schwierige.

In einem sind sich wohl alle einig: Unsere Kinder gehören nicht uns, sie sind in unsere Obhut, bis sie selbständig fliegen können. Die erste Abnabelung findet schon früh an und ständig geht es so weiter, bis sie erwachsen sind. Einige sind früher flügge andere später.

Der Zeitpunkt der Empfängnis eines Kindes kann nicht immer geplant werden, das ist auch richtig so. Wenn Frau aber der innige Wunsch nach einem Kind hat, muss sie gut überlegen, was das bedeutet und zwar nicht nur für sie sondern auch für das Kind.

In den Fällen, wenn Frau "einfach" schwanger wird, denke ich, kann niemand verallgemeinern, was dann zu tun ist. Das muss jede für sich entscheiden. Ich denke kaum, dass meine heutige Entscheidung zu diesem Thema auch dann noch gültig wäre...

Schönen Tag!
Delphia
___________________________________
Probleme? nein! Herausforderungen: ja :-), manchmal aber völlig hoffnungslos...
Buchenholz
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 1109
Registriert: 15.03.2009 17:14

Beitrag von Buchenholz »

Man darf einfach nicht vergessen, dass ein Kind keine persönliche Angelegenheit ist, die man dann einfach mit sich selber ausmachen kann.
Sobald der finanzielle Aspekt dazukommt, wird der Vater auch beteiligt.

Und bestimmt möchte die Frau auch in Erziehungs- und Betreuungsdingen vom Mann unterstützt werden. Darum ist es wichtig, dass der Mann eine solche Entscheidung auch mittragen kann.
Benutzeravatar
Delphia
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 2125
Registriert: 17.07.2006 11:43

Beitrag von Delphia »

Hi Buchenholz

Selbstverständlich sollte der Vater auch miteinbezogen werden. Aber am Schluss bleibt in der Regel alles bei der Frau mit wenigen Ausnahmen... Mein Mann ist eine solche Ausnahme :-).
Delphia
___________________________________
Probleme? nein! Herausforderungen: ja :-), manchmal aber völlig hoffnungslos...
Grobi87
Beiträge: 22
Registriert: 28.09.2020 12:27

Re: kein 2. gemeinsames Kind

Beitrag von Grobi87 »

Ria hat geschrieben: 25.01.2011 20:29 Hallo MHE04
Willkommen im Forum :)

Ich verstehe deinen Wunsch, deinem Kind ein Geschwister zu gönnen. Und trotzdem, auch wenn es ein "Einzelkind" bleiben sollte, kann es glücklich sein! Die, welche es sind, müssen nichts vermissen, ausser ihre Umgebung hat Mitleid wegen diesem "Zustand". Für sie selber ist es das Normalste der Welt.

Diese Aussage ist mir ins Auge gestochen:
MHE04 hat geschrieben: Alle meine Kolleginnen habe jetzt 2. Kinder ... ich fühle mich irgendwie so allein.
Wozu wünschst du dir ein zweites Kind? Weil alle deine Kolleginnen das haben? Weil du dich allein fühlst? Was soll dann dieses zweite Kind für dich tun oder sein?

Wenn es deinem Mann zu viel ist, er mit diesem gemeinsamen Kind glücklich ist... wäre das nicht auch eine Möglichkeit für dich?
Kannst du auch einen Gewinn für dich persönlich finden, wenn du kein weiteres Kind hast? Ich wünsche es dir!
Es ist sehr wichtig auf sich zu hören. Un ja - einen Wunsch kann man schelcht ignorieren, ich kann aber auch deinen Mann nachvollziehen. KAnsnt du dich tatsächlich mit Dem Gedanken anfreunden, dass du ein Kind hast, mit dem du glücklich bist? Nur weil die anderen 2 Kinder haben, muss es kein Zwang für dich sein noch ein weiteres zu bekommen. Es gibt auch Menschen, die wünschen sich Kinder und können gar keine bekommen. Die würden dich dann um deine Situation beneiden. Manchmal reicht auch einfach ein Perspektivenwechsel. Viel Glück.
Grobi87
Beiträge: 22
Registriert: 28.09.2020 12:27

Re:

Beitrag von Grobi87 »

tarzan hat geschrieben: 16.02.2011 19:39 das ist schon so, wenn man sie (die Kinder) mal hat, möchte man sie nie mehr hergeben. Ich kann zwar nicht mitreden, kann das aber gut nach empfinden und sehe das auch bei meiner Freundin, welche nach 3 Wochen Bekanntschaft bereits schwanger war.

Ich denke der Idealfall ist, dass die Beziehung gut und stabil ist, darauf baut man dann eine Familie auf. Ist das nicht so, und bekommt trotzdem Kinder, sehe ich halt schwarz, weil ich mir das Leben als Familie noch schwieriger vorstelle wie nur zu zweit. Also hatte man schon vor den Kinder kriegen eine schwierige Beziehung, wird sie ziemlich sicher nicht einfacher oder besser wenn Kinder da sind.

Kann mir aber auch vorstellen, dass Nachwuchs sich positiv auf die Beziehung auswirken kann und nicht nur Stress usw. bedeuten muss.

Ich persönlich konnte mir nie vorstellen ein Kind zu bekommen mit einem Mann der das nicht auch 100% mit mir wollte. Das wäre mir dann zu unsicher gewesen.
Ja so verschieden sind die Menschen. Und das ist auch gut so. ich finde es auch schön, deine Perspektive zu dem Thema zu hören.
Grobi87
Beiträge: 22
Registriert: 28.09.2020 12:27

Re:

Beitrag von Grobi87 »

BabyOne hat geschrieben: 15.02.2011 16:37
tarzan hat geschrieben:so gut ich euch verstehe, nach dem Wunsch eines zweiten Kindes, denke ich, bringt es nicht, sein Ego durchzusetzten und Ueberzeugungsarbeit beim Partner zu leisten.

Ich denke auf lange Sicht kann ein Kind, egal ob erstes oder 10. nur gut gehen, wenn beide das wollen und bereit sind dafür. Ein Kind zu zeugen, weil der eine will und der andere wohl oder übel zusagt, aber im Herzen nicht, da sehe ich schwarz.

Ich sehe das auch im Bekanntenkreis, da höre ich von "das Kind soll die Ehe retten" bis ...
Mein Freund ist einer von der langsamen Truppe, er kommt oft nicht so von selbst auf manche Dinge. Ich muss da schon immer mal nachhelfen. Dafür übernimmt er manche Dinge so stark, dass er hinterher beleidigt ist wenn ich sage dass es eigentlich von mir kommt. Insofern sehe ich diesen Punkt optimistischer. Und außerdem - auch unsere Tochter war ein "Versehen", was aber nichts daran ändert dass wir beide sie sehr lieben.
Ja oft sind Kinder "ein Versehen", was aber letztendlich nichts an der Liebe ändert. Das stimmt wohl.
Antworten