Umgang mit dem erstgeborenen Kind

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Babell
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Umgang mit dem erstgeborenen Kind

Beitrag von Babell »

Mir fällt auf, dass häufig die Erstgeborenen so wie als Ersatz für den anderen Elternteil auftreten. Wahrscheinlich buxieren sie sich selber in diese Rolle, die ihnen zwar eine gewisse Bestimmerrolle oder Chefrolle gibt (jedenfalls von aussen so wahrgenommen) aber eine Verantwortung, die sie nicht mehr Kind sein lassen. Besonders bei Buben ist es mir aufgefallen. Es macht diese Kinder unsympathisch bei fremden Erwachsenen und bei anderen Kindern. Die freche Art, die der Erwachsene an so einem Kind wahrnimmt, provoziert beim Erwachsenen Vorurteile über Kind und Mutter, wenn das Kind bei der Mutter aufwächst.
Ich finde das schade. Passt auf, dass ihr das Kind in die Kinderrolle immer und immer wieder zurück schiebt. Seid sehr aufmerksam! Habt Alarmglocken für das! Macht euren Kindern den Gefallen, und lehnt auch mal eine Hilfestellung des Kindes ab. Es ist lieb gemeint vom Kind und drückt seinen Wunsch nach dem Wohlergehen seiner Eltern aus, aber es muss nicht den Vater ersetzen. Ich verstehe, dass man noch so froh ist, dass wenigstens eine/r begreift, was man braucht. Das wäre aber der andere Partner in der Erwachsenenbeziehung, der das geben müsste. Wenn er nicht mehr da ist wird es schwierig. Diese Rolle dann nicht dem Kind übergeben, denke ich, ist ein grosser Akt. Ich hatte die Exfrau insgeheim sehr heftig kritisiert, als sie sich von ihrem zweiten Ehemann trennte und meinem Bonuskind (damals im heiklen Alter des Erwachsenwerdens) viel Partnerrolle übertragen hatte. Natürlich war das sehr schwierig: zweite gescheiterte Ehe und damit einhergehender Schmerz und das Kind im Heranwachsen als Mann, also genau in der Suche nach dem, woran sie gerade scheiterte.
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