eigene Kinder und grenzen

Erziehung ganz allgemein
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Babell
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eigene Kinder und grenzen

Beitrag von Babell » 04.01.2017 11:58

Hallo Zusammen

Etwas gemässigter, nun: manchmal verliere ich die Geduld und ich fühle mich in den Momenten hilflos gegenüber
- der Zeit: dass ich da sein muss, zuhören muss, antworten muss- während ich gerade lieber unter der Bettdecke verschwinden würde und nichts hören will.
- meinen Gefühlen von Hass und Stress (in dem Moment, sonst habe ich das nicht).


Wenn ich nämlich den Rat verfolge, mich aus der Situation herauszunehmen und aus dem Raum zu gehen, dann tun mir die Kinder leid. Sie schreien dann und rufen nach mir. Ich kann sie doch nicht einfach verlassen! Eines davon ist ja ein Baby!

Ich verzeihe mir solche Ausrutscher auch nur sehr schlecht, weil ich finde, dass ich es ja gut habe. Dass es andere schlechter haben und ruhiger bleiben. Ich will nicht eine hysterische Person sein.

Vielleicht ist eben gerade das das Problem: dass ich von Leuten, die wenig Geduld haben, wenig halte.

Ich möchte also an meiner Toleranz gegenüber Leuten arbeiten, die schnell die Geduld verlieren.

Dann fällt ein grosser Punkt während des Geduld verlierens von mir ab. Nämlich dass ich mich dann sofort zu hassen beginne! (Weil ich eben nicht so werden will und meine, nun sei ich so geworden!)

Also ich versuche daran zu arbeiten, dass auch ICH diese Seite in mir trage! Wie jeder Mensch und dass ich kein bisschen besser oder schlechter bin deswegen.

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Re: eigene Kinder und grenzen

Beitrag von Babell » 11.05.2017 06:58

Liebe Patchworkers...

Die Belastung der Herausforderungen mit den erwachsen werdenden Stiefkindern war wohl grösser als angenommen. Immer im Hinterkopf zu haben: "was kommt als nächstes?", ist ebenso (oder sogar noch mehr) belastend, wie selber agierend zu erziehen. Ich darf ja bei den Stiefkindern nichts machen, mir sind die Hände gebunden und trotzdem betrifft mich das alles ja auch. Ich kann einzig und alleine beratend zur Seite stehen, aber ob meine Ratschläge gehört werden wollen, steht nicht in meiner Macht. So schaut man quasi hilflos zu, wie Kriege geführt werden oder wie sich Leute in ihr Verderben stürzen und man kann nichts tun. Ausserdem muss man sich immer wieder auf neue Situationen einstellen und das ist nicht einfach, wenn man Babies hat. Dann will man eine gesichterte Existenz, nicht eine Existenz, die durch unvorhergesehene Sachen, wie: "ich mach keine Ausbildung, brauch ich doch nicht, Papa muss ja so oder so die Alimente zahlen" oder in ihren Worten: "ich will zuerst mal ein bisschen Ferien machen." Also man braucht als Mutter mit Kleinkindern einfach ein bisschen Stabilität, auch für die Kinder, sonst geht man emotional kaputt.

Liebe Männer, Väter und Stiefväter. Seid etwas nachsichtig mit Euren Frauen, wenn sie "spinnen"! Die postnatale Depression kann auch ein oder zwei Jahre später kommen (habe gehört, noch Jahre nach der Geburt ist es möglich, dass eine Frau an den Hormon Schwankungen leidet), also bevor ihr eure neuen Partnerinnen verlässt, denkt dran, dass es auch ein Hormonungleichgewicht sein kann!
Es kann auch Eisenmangel oder b12 Mangel oder d3 mangel sein. Das muss man natürlich auch abklären.

Vielen Dank.

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