gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Austausch zu psychologischen Theorien
Babell
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gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von Babell » 03.09.2014 10:39

Hallo Zusammen

Mein Kind strahlt mich immer an, wenn es aufsteht und mich sieht. Dabei haben wir in letzter Zeit doch so viele Auseinandersetzungen! Ich muss ihm dauernd entgegenhalten, weil er in jeder Hinsicht provoziert und manchmal bin ich glaub etwas streng mit ihm.
Gestern hatte ich mein Kind den ganzen Tag über nicht gesehen und dann einen Streit nach dem anderen. Schliesslich weinte er sich dann in den Schlaf. Und heute steht er auf wie wenn nichts gewesen wäre. Nein, er freut sich sogar auf mein Wiedersehen! (ok, in der Nacht weinte er mal und kam dann in unser Bett- allerdings kommt das noch öfters vor, auch ohne Streit am Abend) Es ist nicht so dass ich ein schlechtes Gewissen hätte. Ich muss ja schauen, dass es isst, pijama anzieht, zähne putzt und ins bett geht.

Ich weiss das ja, dass die Kinder die Eltern einfach lieben, egal was diese machen. Ich hab das ja schon bei anderen gesehen, aber es selber zu erleben ist schon ein etwas merkwürdiges Gefühl ;-) Das heisst wohl, es führt kein Ausweg mehr am Erwachsen werden vorbei!! :shock: ;-)
Es ist die Verantwortung, die man für ein Wesen trägt, weil es einen einfach liebt. Man kann sich nicht davon lösen, indem man miteinander streiten tut. wie man das ja während der ganzen Kindheit und dann als Erwachsene immer so erlebt hat. Die Liebe, die man als Kind mit anderen Kindern erlebt, ist ja genau das Gegenteil: wenn man die beste Freundin ausversehen nicht als erste im Turnen wählt, ist die Freundschaft aus. Alle die Drohungen, man käme nicht an den Geburtstag, würden gar nicht fruchten, wenn Kinder untereinander auch bedingungslose Liebe hätten! Das wäre glaub etwas schwierig.. denn mir scheint, dass diese Drohungen (du darfst nicht an meinen Geburtstag kommen, wenn du) sehr wichtig sind für die Kinder und die soziale Kommunikation um einiges ärmer wäre, ohne diese Geburtstags-Ausladungs-Androhungen. :wink:

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von PatchStift » 08.10.2014 15:36

Babell hat geschrieben:Die Liebe, die man als Kind mit anderen Kindern erlebt, ist ja genau das Gegenteil: wenn man die beste Freundin ausversehen nicht als erste im Turnen wählt, ist die Freundschaft aus. Alle die Drohungen, man käme nicht an den Geburtstag, würden gar nicht fruchten, wenn Kinder untereinander auch bedingungslose Liebe hätten! Das wäre glaub etwas schwierig.. denn mir scheint, dass diese Drohungen (du darfst nicht an meinen Geburtstag kommen, wenn du) sehr wichtig sind für die Kinder und die soziale Kommunikation um einiges ärmer wäre, ohne diese Geburtstags-Ausladungs-Androhungen. :wink:
Das ist keine Liebe Babell das ist purer Egoismus und Eifersucht! Ev. sogar Bindunsintolleranz. (Man kann ja auch zwei beste Freundinen haben und die müssen sich noch nicht mal mögen...zumindest mich hat dieser Alleinanspruch schon als Kind extrem genervt) Es sind Kinder, sie denken nur an sich, weil sie sich doch gar noch nicht ins Gegenüber hineinversetzen können. Oder Mami ständig sagt, wenn du mich lieb hast, tust du was ich will. Ergo sagt Kind, wen Du meine Freundin bist, tust du was ich will...
Bei Buben kann das zu einem Mutterkomplex führen. Bubi wird nur geliebt wenn er's Mami recht macht. Ergo Mann wird nur geliebt, wenn er's Frau recht macht und weil das ja unmöglich ist....

merkste was? :wink:

Mit "Liebe" hat absolut nichts zu tun, Babell! Eher mit Erpressung ... ausserdem, Kinder leben im hier und jetzt, was gestern war ist nicht mehr relevant, heisst, dein Kind ist nicht nachtragend! Und hat dich auch lieb, wenn du nicht immer alles machst was es will. Bedigunglos eben und nur das ist Liebe, eine andere gibt es nicht! Aber das weisst Du ja, Du liebst dein Kind ja auch bedingunslos! ;-)

Jetzt hast du nur (erst) eins. Ich weiss aber von Müttern die insgeheim auch ein Lieblinskind haben und nicht selten ist es das Kind, mit dem sie am meisten Probleme haben um das sie sich am meisten sorgen müssen. Da zeigt es sich glaub erst recht, wie bedingunglos Liebe eben ist. Wenn sie denn wahr ist! :)

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von Babell » 13.10.2014 16:09

PatchStift hat geschrieben:[Oder Mami ständig sagt, wenn du mich lieb hast, tust du was ich will. Ergo sagt Kind, wen Du meine Freundin bist, tust du was ich will...
Bei Buben kann das zu einem Mutterkomplex führen. Bubi wird nur geliebt wenn er's Mami recht macht. Ergo Mann wird nur geliebt, wenn er's Frau recht macht und weil das ja unmöglich ist....
Hallo Patchstift

Kannst du mehr darüber schreiben? Ich kenne mich da nicht so gut aus, es interessiert mich aber, das mit dem Mutterkomplex der Buben.

PatchStift
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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von PatchStift » 31.10.2014 11:08

Babell hat geschrieben:
PatchStift hat geschrieben:[Oder Mami ständig sagt, wenn du mich lieb hast, tust du was ich will. Ergo sagt Kind, wen Du meine Freundin bist, tust du was ich will...
Bei Buben kann das zu einem Mutterkomplex führen. Bubi wird nur geliebt wenn er's Mami recht macht. Ergo Mann wird nur geliebt, wenn er's Frau recht macht und weil das ja unmöglich ist....
Hallo Patchstift

Kannst du mehr darüber schreiben? Ich kenne mich da nicht so gut aus, es interessiert mich aber, das mit dem Mutterkomplex der Buben.
Liebe Babell, ich bin auch kein Experte habe aber eine klare Theorie.

Wieso sind so viele Männer, die im Grunde ja keinen feigen Weicheier sind, trotzdem nicht in der Lage, gegenüber der Ex. und "Mutter ihrer Kinder", " ihrer Mann zu stehen", weisst Du was ich meine? Sie sind ja unsere Helden, aber wenn's drum geht sich hier durchzusetzen, kuschen sie wie kleine Buben, die nur geliebt und geachtet werden, wenn Mami mit ihnen zufrieden ist, andernfalls kriegen sie Mamis missbilligung und noch viel schlimmer, ihre Enttäuschung zu spüren.... :wink:

Das sind Verhaltensmuster die so tief gehen, dass Mann sich dessen gar nicht bewusst ist. Sie legen sich aber lieber mit der ganzen Welt an und quälen sich selbst
(und uns dazu), statt da mal aufzubegehren, auf den Tisch zu hauen und der "Alten-hexe" mal den Tarif klar durchzugeben! Wieso ist das so? Hast Du dich das noch nie gefragt? Ich führe das auf eine Art Mutterkompex zurück, der sich dann zeigt wenn " Mutter" sich enttäuscht von Bubi zeigt und ihre Enttäuschung, in welcher Weise auch immer, klar zum Ausdruck bringt.

Nur am Gesetz, dass Väter diskriminiert, liegt es ja schon nicht, dass so viele unten durch "müssen" nach einer Trennung. Und nur an der Liebe zum Kind auch nicht. Sie sind diesen "Weibern" nicht gewachsen, so wie sie der eigenen Mutter nicht gewachsenen waren. Und etwas schlimmeres als die Mutter enttäuscht oder verletzt zu haben, gibt es für einen Jungen eigentlich nicht. Er ist es SEIN Versagen und SEINE Schuld, wenn er die Bedürfnisse der Frau nicht befrieden kann. So hat er es ja gelernt! :wink:

Wäre jetzt noch interessant zu hören, was Ria von dieser Theorie hält.

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von Ria » 01.11.2014 17:12

PatchStift hat geschrieben:... Sie sind diesen "Weibern" nicht gewachsen, so wie sie der eigenen Mutter nicht gewachsenen waren. Und etwas schlimmeres als die Mutter enttäuscht oder verletzt zu haben, gibt es für einen Jungen eigentlich nicht. Er ist es SEIN Versagen und SEINE Schuld, wenn er die Bedürfnisse der Frau nicht befrieden kann. So hat er es ja gelernt! :wink:

Wäre jetzt noch interessant zu hören, was Ria von dieser Theorie hält.
Da stimme ich PatchStift in weiten Teilen zu.
Das geht ins Thema emotionale Erpressung. Ich habe dazu einmal einen Artikel geschrieben. Wer ihn lesen möchte, findet ihn auf diesem Link: http://www.coacheria.ch/userfiles/downl ... ressen.pdf

Aber dies passiert eben nicht nur zwischen Müttern und Söhnen. Ich weite es auch noch auf die Frauen aus, die in ihrer Kindheit genau die selben "Überlebensstrategien" entwickelt haben: Wenn die Eltern traurig sind, habe ich etwas falsch gemacht und/oder wenn ich brav bin, werde ich geliebt.
Ich nenne sie deshalb Überlebensstrategien, weil Kinder von ihren Eltern abhängig sind und ohne sie nicht überleben könnten. Wenn sie sich nicht geliebt fühlen, zieht das ihnen den Boden unter den Füssen weg, sie fühlen sich total unsicher. Dies ist ein Gefühlszustand, den sie möglichst vermeiden wollen.
Und deshalb tun die einen ganz viel dafür, in der Hoffnung, sich so diese Liebe zu verdienen. Andere ziehen sich zurück oder werden "schwierig", um diesen Unsicherheiten aus dem Weg zu gehen.

Ich sehe in meiner Arbeit, dass dies auch bei Kindern so ankommt, wenn es die Eltern überhaupt nicht so meinen. So hatte ich gerade diese Woche eine Frau bei mir, welche meinte, immer perfekt und besser als die anderen sein zu müssen, weil ihr Vater ihrem Bruder oft gesagt hatte, er solle sich ein Beispiel an ihr nehmen.
Ihr Missverständnis war dann leider, dass sie meinte, sie müsse besser sein, damit sie vom Vater geliebt wird. (bei Töchtern ist oft das Urteil der Väter noch schwerwiegender als das der Mütter)

Die meisten von uns haben solche Glaubenssätze, die uns seit unserer Kindheit begleiten und eben oft auch behindern. Gerade in Beziehungen. Das passiert aber unbewusst.
Die Folge von diesen Schlussfolgerungen aus unserer Kindheit ist, dass wenn wir in Stress geraten, ein Punkt in uns berührt wird, der die Alarmglocken von früher läuten und uns so reagieren lässt wie damals, als wir Kinder waren.

Nun sind wir dem aber nicht hilflos ausgeliefert. Gerade wenn wir merken, dass wir immer wieder in die gleichen schwierigen Situationen geraten, lohnt es sich, herauszufinden, wo bei mir selber dieser wunde Punkt ist. Wenn unser Partner/Expartner/Elternteil/Freund... ihn berührt, fühlt es sich an, wie wenn er uns verletzen würde, dabei sind wir da schon wund aus unserer Geschichte, die meist mit unserem momentanen Gegenüber überhaupt nichts zu tun hat. Dieser tappt da in eine regelrechte Falle und ist dann wahrscheinlich ziemlich erstaunt oder vor den Kopf gestossen, wenn wir so vehement reagieren, dass es nicht angemessen erscheint.
Meist hilft es, mit einer neutralen Fachperson von aussen hinzuschauen. Denn wir selber sehen es oft nicht, wenn wir mittendrin stecken.

Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Oftmals meinen wir, das bei den anderen genau erkennen zu können. Aber wenn ich ihm das ungefragt um die Ohren haue, erreichen wir damit genau das Gegenteil von dem, was wir wollen: Dann gerät er genau in diesen Stress :?
Wir möchten von unserem Partner ja auch nicht unter unsere Nase gerieben bekommen, wo wir noch Entwicklungsbedarf haben. Eigentlich wäre es ja Entwicklungspotenzial, aber so hört es sich dann oft nicht an.
Seit 21 Jahren Patchworkfamilienfrau und Coach für solche :-)
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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von tabida » 02.11.2014 12:15

Wieso sind so viele Männer, die im Grunde ja keinen feigen Weicheier sind, trotzdem nicht in der Lage, gegenüber der Ex. und "Mutter ihrer Kinder", " ihrer Mann zu stehen", weisst Du was ich meine? Sie sind ja unsere Helden, aber wenn's drum geht sich hier durchzusetzen, kuschen sie wie kleine Buben, die nur geliebt und geachtet werden, wenn Mami mit ihnen zufrieden ist, andernfalls kriegen sie Mamis missbilligung und noch viel schlimmer, ihre Enttäuschung zu spüren.... :wink:
Wer bestimmt dann, was es heisst "ihren Mann zu stehen". Einfach weil jemand sich nicht so verhält, wie wir es richtig finden, heisst ja noch lange nicht, dass die Person nicht "ihren Mann steht". Es wäre mir nie eingefallen, meinem Partner vorzuschreiben wie er sich der Ex gegenüber verhalten soll. Patchwork hat immer soviele verschiedene Seiten und Farben, dass es natürlich nicht einfach ist den "richtigen" Weg zu finden. Auch da: Wer bestimmt den welches der richtige Weg ist?
ABer gut, ich hatte auch noch nie einen Partner der "mein Held" war. Es waren immer einfach nur ganz nomalen Menschen.

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von PatchStift » 03.11.2014 08:32

tabida hat geschrieben:Wer bestimmt dann, was es heisst "ihren Mann zu stehen". Einfach weil jemand sich nicht so verhält, wie wir es richtig finden, heisst ja noch lange nicht, dass die Person nicht "ihren Mann steht".

Richtig lesen würde ev. helfen.....

Wenn sich dein Partner plötzlich ganz anders verhält als Du es von ihm gewohnt bist und das nicht zu seinem Vorteil.... fragst Du dich etwa nicht, was das soll?! Woher kommt's?!

Ob Du ihn dabei Hasi, Mausebärchen oder Held nennen willst, ist wirklich absolut irregelvant Tabida! :roll: 0815TYp, finde ich persönlich halt nicht besonders schmeichelhaft und schon gar nicht sexy. Aber bitte, jeder das ihre! :wink:

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von tabida » 03.11.2014 13:41

PatchStift hat geschrieben:Wenn sich dein Partner plötzlich ganz anders verhält als Du es von ihm gewohnt bist und das nicht zu seinem Vorteil.... fragst Du dich etwa nicht, was das soll?! Woher kommt's?!:
Dann spreche ich mit ihm und sage ihm, wie das bei mir ankommt, frage evt nach den Gründen, aber ich masse mir kein Urteil zu. Ich habe die Wahrheit nicht mit den Löffeln gegessen.
Ausserdem war ich bis jetzt mit erwachsenen Männern zusammen. Da bin ich zwar bereit - wenn gewünscht oder nötig - Unterstützung, Hilfe usw. zu bieten, aber ich bin immer davon ausgegangen, dass sie selber für sich entscheiden können, was sie tun sollen. Gerade in so schwierigen Situationen wie Patchwork gibt es meiner Meinung nach derart viele Schatierungen, dass es nicht einfach "den richtigen Weg" gibt.

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von Pätchi » 03.11.2014 14:10

Aus meiner Sicht geht es darum, dass die Männer sich manchmal in diesem bestimmten Punkt ganz anders verhalten, als sie es sonst üblicherweise tun. Eben weil es um die Ex oder/und die Kinder geht.
Ich denke es hat halt schon auch viel mit Ängsten in diversen Formen zu tun. Angst jemanden zu verletzen, Angst selber verletzt oder zurückgewiesen zu werden, Angst vor noch grösseren Problemen, wenn man das jetzt nicht macht etc.
Darüber hinaus kann man sich in einen solchen Teufelskreis reinreiten, wo es immer schwerer wird, es allen und vorallem auch sich selber überhaupt noch recht zu machen.
Da braucht es dann schon sehr Mut, das Ganze zu durchbrechen. Aber ich denke es lohnt sich auf lange Sicht.

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von PatchStift » 05.11.2014 12:36

@Tabida, eine Frage, wenn Du und deine voll erwachsenen 0815 Männer, ja sooo integer über allem stehen, was genau hat dich in dieses Forum geführt?
Deine Überlegenheit im Patchwork... ? Weil Problme werdet ihr ja nie haben, immer nur Harmonie und Einigkeit, richtig? :applaus

Wenn ich wissen will, wieso er sich so komisch (aus meiner Sicht versteht sich) verhält, dann frag ich ihn was das soll und wenn ich's mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehen kann, oder der Meinung bin, er macht einen Fehler, spuck ich das aus ob er's nun hören will oder nicht! Denn auch das gehört für mich zu einer gesunden Beziehung, dem anderen zu sagen was man wirklich denkt und nicht nur was er hören möchte.... Und ich wäre schon verdammt oft froh gewesen, ich hätte letztenendes mal nicht, recht behalten...


Ps: Deine (unterschewellig anpissenden) Spitzfindigkeiten kannst Du dir schenken, Tabida... ich habe nie behautet die Wahrheit oder den einzigen Weg mit dem Löffel gefressen zu haben und ich bin auch nicht diejenige hier, die um's verecken recht haben muss. :wink:

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von PatchStift » 05.11.2014 12:44

Pätchi hat geschrieben:Aus meiner Sicht geht es darum, dass die Männer sich manchmal in diesem bestimmten Punkt ganz anders verhalten, als sie es sonst üblicherweise tun. Eben weil es um die Ex oder/und die Kinder geht.
Ich denke es hat halt schon auch viel mit Ängsten in diversen Formen zu tun. Angst jemanden zu verletzen, Angst selber verletzt oder zurückgewiesen zu werden, Angst vor noch grösseren Problemen, wenn man das jetzt nicht macht etc.
Darüber hinaus kann man sich in einen solchen Teufelskreis reinreiten, wo es immer schwerer wird, es allen und vorallem auch sich selber überhaupt noch recht zu machen.
Da braucht es dann schon sehr Mut, das Ganze zu durchbrechen. Aber ich denke es lohnt sich auf lange Sicht.
Allen kann mans garantier sowieso nie recht machen, das ist ja der Krugs! Also muss die eigene Partnerin zurück stecken und Verständnis dafür haben, dass man(n) sich nicht mit der Ex. anlegen will. Haben wir doch auch, oder? Nur, richtiger wird's dadurch leider auch nicht.... Und ich denke wie Pätschi, es würde sich lohnen! Ganz gemäss dem Motto lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Lohnen, vorallem für den Mann denn es betrifft und sich ständig auf einer Gradwanderung befindet.. das müsste nicht sein!

(Tabida, das ist im Fall nur meine persönliche Meinung und keine allgemeingültige Wahrheit und du musst sie auch gar nicht komentieren... Denn mir ist es eiogentlich so lang wie breit, wie du das siehst, führe ja keine Beziehung mit Dir.... :wink: )

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von Ria » 05.11.2014 12:58

Schade, dass wir immer wieder auf dieser Ebene landen. :(
Der Austausch wäre wertvoll, verschiedene Meinungen zu hören auch.
Wenn diese aber weiter mit persönlichen Abwertungen "geschmückt" und kommentiert werden, bin ich leider wieder einmal gezwungen, ein Thema zu schliessen.
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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von azza » 05.11.2014 15:47

Am 10. Oktober diskutierte Wieland Backe in seiner Sendung "Nachtcafé" (SWR) mit seinen Gästen zum Thema "Lebenslange Liebe - völlig überholt?".
War sehr interessant zu hören, was "Liebe" für seine Gäste, ein jeder mit einer ganz eigenen Lebensgeschichte, bedeutet. Mich selber hat die Aussage des Schweizerfilmemacher Paul Riniker, er sagte, bedingungslos lieben könne er nur seine Kinder, sage eine Partnerin zu ihm " ich liebe dich", sei dies für ihn der Zeitpunkt, diese (Liebes)beziehung zu beenden, sehr zum Nachdenken gebracht. Wie liebe ich, was ist für mich liebe, kann auch ich sagen, meine Kinder liebe ich bedingungs- und vorbehaltlos? Ich bin immer noch am grübeln!
Erste Patchs 1997 zusammengenäht, zwei gemeinsame Kinder, zwei erwachsene Stiefkinder

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von tabida » 05.11.2014 20:30

PatchStift hat geschrieben:@Tabida, eine Frage, wenn Du und deine voll erwachsenen 0815 Männer, ja sooo integer über allem stehen, was genau hat dich in dieses Forum geführt?
Weil ich nicht immer mit seinen Entscheidungen einverstanden bin und weil ich Patchwork zu leben wirklich sehr schwierig finde. Ich habe übrigens nirgends geschrieben, dass die Männer so integer über allem stehen. Im Gegenteil: sie müssen oftmals unter sehr schwierigen Umständen Entscheidungen fällen und die sind nicht immer ganz nachvollziebar. Aber es sind seine Entscheidungen und er ist für mich deshalb nicht ein Weichei oder was auch immer. Es ist seine Entscheid und ich muss für mich schauen, was ich damit mache. Ich fälle ja auch oftmals Entscheide, die er nicht nachvollziehen kann.
So ist das in Beziehungen und deshalb sind Beziehungen manchmal schwierig und meist auch sehr berreichernd.

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Re: gibt es verschiedene Arten von Liebe?

Beitrag von Babell » 06.11.2014 15:17

azza hat geschrieben:Wie liebe ich, was ist für mich liebe, kann auch ich sagen, meine Kinder liebe ich bedingungs- und vorbehaltlos? Ich bin immer noch am grübeln!
Das musst du ja nicht tun. Man muss ja nicht das super finden, was andere tun, nur weil sie im Fernsehen kommen. 8)

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