Zweifel

Meine persönliche Entwicklung, Erfahrung
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Nin
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Beitrag von Nin » 20.08.2010 12:00

Ich hoffe, nicht das einzige positive Gegenbeispiel zu sein, dem nicht nur die Patchworkbeziheung gelingt, sonder für die die jetzige Beziehung ganz klar der vorherigen Ehe Klassen überlegen ist!

Ja, es ist nicht immer einfach mit Stiefkindern, aber das ist es mit eigenen auch nicht, ich denke viele der Probleme mit den Stiefkindern sind ganz normale Erziehungsschwierigkeiten, die man nur verstärkt erlebt, die aber genauso in "heilen" Familien vorkommen.
Nicht Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein.

seestern
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Beitrag von seestern » 21.08.2010 09:42

Ja, die Zweifel kenne ich auch gut, obwohl ich in einer anderen Situation bin als du. Ich bin in meiner Beziehung diejenige die bremst, weil ich eben nicht nur die Liebe zu meinem neuen Partner spüre, sondern auch die Liebe zu meinen Kindern. Auf der emotionalen Ebene sind das ja ganz klar zwei unterschiedlich Gefühle, die sich gegenseitig auch positiv verstärken. Aber auf der praktischen Ebene werden dann eben doch oft Entscheidungen gefordert von mir, bei denen ich nur entweder den Bedürfnissen des Freundes oder derjenigen der Kinder gerecht werden kann. Und in all dem sollte ich ja auch noch an mich denken, sonst geht das Ganze auch schief. Das ist einfach oft anstrengend und schwierig.

Ich weiss, dass ich von meinem neuen Partner viel Verständnis und Geduld fordere. Ich hoffe, dass es ihm hilft, dass ich so offen wie möglich über meine Gefühle und Dilemmas rede und ihm auch zeige, wie dankbar ich für seine Geduld bin.

Ich weiss nicht ob das denjenigen von euch hilft, die mit Partner zusammensind, die viel Rücksicht auf ihre Kinder nehmen wollen/ müssen. Ich denke ihr habt mindestens das Recht zu spüren, dass eure Partner auch Verständnis für eure Situation und GEfühle haben.

wüsche allen viel gute Energie!

Babell
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Beitrag von Babell » 21.08.2010 13:22

Hallo Seestern
Du schreibst hier das Wichtigste (jedenfalls für mich) für eine funktioniernde Beziehung zu einem Partner mit Kindern.

zu spüren, dass er Verständnis für meine Situation und meine Gefühle hat.

Lala
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Beitrag von Lala » 24.08.2010 13:43

So ist es, bzw. müsste es sein mit dem Verständnis...

...nur, wenn man einen Partner hat, der zwar ab und an sagt, dass er das zwar versteht, aber sich dann wieder total im Widerspruch dazu verhält, dann fühlt man sich als Partnerin schon nicht ganz ernst genommen...

Und manchmal ist es darum auch umgekehrt schwierig, dass ich Verständnis für ihn aufbringen kann. Warum sollte ich?

Eben, wie Zanilla schon erwähnt hatte, macht man für mich ja umgekehrt auch nicht soviele Kompromisse wie ich für sie bzw. wegen ihnen...

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Ria
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Beitrag von Ria » 24.08.2010 19:52

...und manchmal hat mein Traummann auch kein Verständnis für meine Gefühle! Das darf auch sein, wir sind ja ganz verschieden.
Wichtig ist, dass jeder seine Gefühle haben darf, er hat ja genug Gründe dafür. Und das fällt dem Gegenüber einfacher, wenn wir sie nicht brauchen, um ihn zu quetschen oder damit zu manipulieren. Und ehrlich gesagt, erwische ich mich manchmal selber dabei :oops: und wenn ich es merke, gefalle ich mir gar nicht...
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Beitrag von carlotta37 » 25.08.2010 09:58

Ja, Ria....das tun wir wohl alle manchmal....

Was mir an dieser ganzen Geschichte mit den Gefühlen gar nicht gefällt: es ist viel Wahres dran, die Gefühle des anderen zu respektieren etc.. Aber Gefühle können auch eine wunderbare Ausrede sein. So nach dem Motto "ich fühle eben so und daran kann ich nichts ändern". Wenn diese Gefühle so unantastbar sind, was dann? Klar, dann kann ich sagen "schön, das respektiere ich und bemühe mich um Verständnis, aber ich fühle ganz anders und kann es auch nicht ändern". Und dann???? Gehen wir eben getrennte Wege?

Ich habe das in letzter Zeit oft so erlebt: mein Partner benutzt seine Gefühle als Ausrede vor Auseinandersetzungen. Er weiss ja, dass ich das respektiere - meistens ;-). Aber wir kommen so nicht weiter. Da kann man sich dann im Grunde nur noch respektvoll trennen - immerhin! Die Gefühle der Beteiligten sind eine Sache aber bei allem Respekt, es müssen doch auch Taten folgen bzw. irgendein gemeinsamer Weg oder Kompromiss!

Wir werden wohl gerade beide immer kompromissloser....Und manchmal staune ich dann wieder: der Mann, der mit uns garantiert nicht im See schwimmen geht (zu kalt, zu sonnig, zu warm, zu schattig ,zu viele Algen etc.) und auch nicht in einer einfachen berghütte übernachtet, erzählt mir plötzlich begeistert von einer Trekkingtour in CHINA (!!!!!) mit ZELT, die Freunde von ihm gemacht haben. Ach ja, das würde er ja auch gern mal mit mir.....Hä???
Der Mann, der früher nie ein Problem hatte, dass ich (gelegentlich) rauche, verbietet es plötzlich auf seinem riesigen Balkon und schickt mich runter auf die Strasse. Erwartet aber, dass ich mich bei ihm wohlfühle???

Jaja, da kann man immer noch sagen: ist halt sein Gefühl (oder meins), das respektieren wir. Aber es hat keine Konsequenzen....

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Beitrag von Ria » 25.08.2010 10:11

Hallo carlotta

genau das meinte ich mit quetschen! Wenn ich meine Gefühle brauche, um beim anderen damit etwas zu erreichen. Das ist Manipulation.

Da würde es mich eher interessieren, was dahinter steckt. Es kommt mir so wie ein Teufelskreis in Sachen Verweigerung vor. Dieser ist aber auf dieser Sachebene nicht zu lösen. :cry: Da ginge es darum, einander wirklich die Wahrheit zu sagen, die einem manchmal selber nicht ganz klar ist. :oops: Auch zu dem zu stehen, was einem an sich selber nicht gefällt....
Und ist es halt einfacher, die Schuld einfach auf den anderen abzuschieben. UND menschlich :? , bringt einem aber nicht wirklich weiter.
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Beitrag von Lilifee » 08.06.2011 20:22

...auch ich kenne diese Zweifel....

Ich liebe meinen Mann über alles und ich will ihn um nichts in der Welt hergeben, doch ich habe Angst.
Ich glaube, die existenz seiner Tochter und das ewige Gewusel ihretwegen wird unsere Ehe irgendwann kaputt machen.

Aber da sind auch noch meine beiden, die ihn lieben und die ich in eine andere Stadt geschliffen habe, weil ich es für richtig hielt. Sie haben einen Papa und noch eine Schwester ... doch ich habe Zweifel und möchte oft weglaufen.

Dazu kommt, das es bei mir beruflich nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle ... und es lief hervorragend, bevor wir hergezogen sind.
Und ... ich habe hier keine Freunde, mit denen ich mich so austauschen kann, wie ich es mir wünschen würde.
Und ..... und ...und ...

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Delphia
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Beitrag von Delphia » 09.06.2011 06:36

Hallo Lilifee

Auch ich hatte Mühe, mich hier zu integrieren und wohl zu fühlen. Ich habe meinen Bekanntenkreis verlassen und musste hier alles neu aufbauen. Gar nicht so einfach!

Mittlerweile sind einige Jahre durch und ich bin raus und bin voll integriert und auch mit unserer Familienform akzeptiert.
Delphia
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Probleme? nein! Herausforderungen: ja :-), manchmal aber völlig hoffnungslos...

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