Weihnachten

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Buchenholz
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Beitrag von Buchenholz » 10.12.2011 10:21

Wie bereits geschrieben, wollte mein Ex-Mann unbedingt einen künstlichen Baum. Etwas anderes kannte er von zu Hause nicht. Seine Familie wohnte zwar in einem Haus, aber so eng, dass da eh kein richtiger Christbaum Platz gehabt hätte. Sie hatten einzig ein Bäumchen, welches aus einer Schuhschachtel hervorgeholt wurde, mit ein paar Lämpchen dran. Diese wurden während dem Weihnachtslieder singen eingeschaltet und dann hat man den Baum wieder versorgt, weil man den Platz auf dem Tisch wieder brauchte.

Heute kann ich es ja gut mit meiner Ex-Schwiegerfamilie. Inzwischen kann ich akzeptieren, dass Menschen unterschiedlich glücklich sein können. Aber damals hätte ich nur heulen und schreien können. Ein Albtrautraumszenario jagte das nächste.

Was mich an den künstlichen Bäumen am meisten stört ist die künstliche Beleuchtung. Stecker ein und wumm!!! Es werde Licht. Stecker raus und Peng!!! Stimmung vorbei.

Richtige Kerzli sind halt schon viel schöner. Und wenn man sie anzündet, wird es Kerzli um Kerzli weihnachtlicher. Aber die Geschmäcker sind verschieden.

Und für mich beginnt das ganze Drumherum schon, wenn man den Christbaum aussuchen geht. Das war bei uns damals schon ein ganz eigenes Ritual. Jedenfalls ab dann, als ich wissen durfte, dass meine Eltern und nicht das Christkind den Baum bringt und schmückt.

Mir wurde ja erzählt, dass das Chrristkind in der Nacht auf den 25. Dezember den Baum bringt und dann am Abend die Geschenke. Hey ja, das Christkind kann ja nicht alles auf einmal tragen. Jööö, so schön.
Hoffen wir mal, dass uns Enkel beschert werden. Dann wird Weihnachten auch wieder romantischer.

Babell
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Beitrag von Babell » 10.12.2011 10:39

oje, so richtig kitschig!

Richtige Kerzen müssen auch dran! Wenn schon einen Baum, dann sicher nicht künstliche Kerzen! Dann muss schon alles dran sein, inklusive Krippe, inkl. mit den drei Königen davor.

Babell
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Beitrag von Babell » 10.12.2011 10:46

Buchenholz hat geschrieben: Jedenfalls ab dann, als ich wissen durfte, dass meine Eltern und nicht das Christkind den Baum bringt und schmückt.
Ich wollte das eigentlich gar nie wissen, aber irgendwann kann man sich auch selber nicht mehr anlügen, auch wenn ich mich noch so an dieser Romantik festhalten wollte :wink: dafür durfte ich dann mal mit dem Papa den Baum schmücken.
Heute schmücken ihn immer noch die Eltern und machen ein riesiges Geheimnis draus. (z.b. das Christkind ist noch nicht fertig) Und wir tun dann so, als würden wir es glauben, und unsere jeweiligen Partner schütteln hinter unseren Rücken die Köpfe und sehen sich nur an und machen :roll:

Zanilla
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Beitrag von Zanilla » 10.12.2011 11:52

Babell hat geschrieben: Heute schmücken ihn immer noch die Eltern und machen ein riesiges Geheimnis draus. (z.b. das Christkind ist noch nicht fertig) Und wir tun dann so, als würden wir es glauben, und unsere jeweiligen Partner schütteln hinter unseren Rücken die Köpfe und sehen sich nur an und machen :roll:
Hahaha, wie bei uns! Wir dürfen den ganzen Tag nicht ins Wohnzimmer, und irgendwann, wenn es dunkel ist, klingeln meine Eltern mit einem Glöckchen und sagen, das Christkind war da, wir dürfen mal gucken kommen. Ich find das nett, auch wenn wir alle schon alt sind. Das einzige, was zum Glück abgeschafft wurde, ist das "Etwas vortragen, bevor es Geschenke gibt", früher mussten wir ein gedicht aufsagen oder flöten oder so. heute wird der Sekt aufgemacht ;)

aisha

Beitrag von aisha » 10.12.2011 12:08

war bei uns genauso! Da wurde sogar das Glas beim Wohnzimmer verhängt, damit das Christkind nicht gestört wurde. Und erst wurde gegessen, dann die Küche geputzt !!!!!! da war meine Mutter unnachgiebig. Dann musste ich in mein Zimmer und warten, bis das Glöckchen läutet... Und zum dem noch einen obendrauf zu setzen, liess mein Vater dann das Fenster einen Spalt offen im Wohnzimmer und behauptete bis zu seinem Tod, er hätte eben noch das Christkind davonfliegen sehen. Ich glaube , für ihn die allergrösste Enttäuschung war, als ich der Story nicht mehr aufgesessen bin. (Obwohl ich bis heute gern so romantische Weihnachten habe)
Aber eben, schon mein Ex fand Weihnachten überflüssig, bei seinen Eltern stand auch ein zusammenklappbarer Plastikbaum (obwohl die eigenen Wald hatte!!!!!) und meine jetztige Stieffamilie sieht es auch nicht so eng. Schade für mich.

mira
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Beitrag von mira » 10.12.2011 14:08

aisha hat geschrieben:Dann musste ich in mein Zimmer und warten, bis das Glöckchen läutet...
Das war bei uns genau so, nur war das kein 'Müssen' sondern ein 'Dürfen'. An das Christkind hat von uns keiner geglaubt, aber es war eine schöne Tradition. Wir kamen ins Wohnzimmer und die Kerzen am Christbaum brannten und darunter lagen all die tollen Geschenke...
aisha hat geschrieben:...bei seinen Eltern stand auch ein zusammenklappbarer Plastikbaum...
Meine Mutter kommt aus der Karibik. Vor längerer Zeit war sie mal wieder über Weihnachten dort. Eine Tante von mir hat dann so einen aufklappbaren Baum gekauft. Den konnte man wie einen Schirm öffnen und schliessen. Meine Mutter wurde den Verdacht nicht los, dass sie diesen Baum nur ihretwegen gekauft haben. Ein Weihnachtsbaum für die grosse Schwester aus der Schweiz.
Nur, wer will Weihnachten bei 30° auf einer Insel, auf der keine einzige Tanne wächst, vor einem Plastiktannenbaum sitzend und 'Jingle Bells' singend feiern? :shock:
Seither feiert meine Mutter Weihnachten wieder in der Schweiz und singt 'I'm dreaming of a white christmas'. :)

Für mich ist Weihnachten eine wichtige und schöne Zeit (ausser der ganzen Schenkerei). Wir hatten vom 23. bis 31. immer etwas los und die ganze Advents- und Weihnachtsstimmung gefällt mir. Ich verbinde nur positive Erinnerungen daran.
Mein Partner kennt das gar nicht und ist froh, wenn er nicht mehr als einen Tag feiern muss. Ich finde das auch schade.

lapislazuli
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Beitrag von lapislazuli » 13.12.2011 07:31

Ich habe wie aisha keinerlei Erwartungen mehr an Weihnachten außer an mich selber: mich darauf besinnen, was Weihnachten ist und für mich bedeutet. Und aus diesem Gefühl heraus diese Tage FÜR MICH gestalten. Ich koche das, auf was ich zu Weihnachten Lust habe. Ich gestalte den Tagesablauf so, wie ich es möchte (natürlich in Absprache mit meinem Mann).

Nachdem ich mich wahnsinnig damit gestresst habe, es für alle an Weihnachten schön zu machen und alle zu integrieren und einzubeziehen und das meistens außer Stress nichts gebracht hat, lass ich das sein.

Es ist bekannt gegeben, wie Heilig abend und die beiden Feiertage ablaufen, wann wir wo sind, was es wann zu essen gibt. Meine Kinder leben hier und werden auch an Weihnachten nicht zu ihrem Vater gehen, die integrieren sich in die gewohnten Abläufe. Und die Stiefkids wissen alles, was sie wissen müssen - wenn sie da sind, sind sie da, wenn nicht nicht. Und wenn sie da sind, läuft es, wie es mein Mann und ich es geplant haben. Fertig.

Außerdem haben wir noch am 20.12. eine Anhörung vor Gericht, da die Ex meines Mannes auf Rückübertragung des Sorgerechtes und Aufenthaltsbestimmungsrecht klagt und was danach ist, weiß eh keiner. :cry:

Den Baum schlagen wir in unserem Garten und schmücken ihn am 24. morgens so, wie ich es mag (mein Mann findet das wunderbar, also darf ich mich da ausleben).
Patchwork unter einem Dach ab 6/2010:
Mein Mann: 3 Söhne (14, 18, 21)
Ich: Sohn (15), Tochter (11)
Bis auf den 18-jährigen Sohn meines Mannes lebten alle Kids bei uns.

Seit 06/12 patchwork in getrennten Wohnungen (ist das dann noch patchwork?)

dorina
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Beitrag von dorina » 16.12.2011 20:10

Ein Hallo in die Runde,

meine Weihnachten wird so aussehen wie letzten 3 davor. Ich mache mit meinen 3 Kids das Essen dann die Bescherung. Mein LG fährt am 24. gegen 15 Uhr zu seiner Tochter und macht da die Bescherung mit (Kind ist 8 Jahre, sie war 2 Jahre lang jedes WE bei uns, dann ein Rückschlag der Ex und das Kind war das lezte mal bei uns am 1. Jan.11, seither fährt er immer Freitags NM zu ihr um sie zu sehen :-(, ich vermisse sie aber die KM blockiert total und mein LG ist zu feig den Mund auf zu machen) Naja um zum Thema zurück zu kommen, er wird dann so gegen 19 30 zu uns stoßen und dann geht es bei uns ruhig weiter. Ja Weihnachten wird immer so hoch gehoben, viele meiner Freunde verstehen nicht wie ich es akzeptieren kann das er immer da ist, aber es ist sein Kind und ich würd ihm das nie streitig machen. Die Kids werden größer und alles wird seinen Weg gehen.
Mein Wunsch für das Jahr 2012 wird sein, dass seine Tochter wieder zu uns kommt den sie gehört genauso zu uns, mal sehen was wird.
Lg

val
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Beitrag von val » 17.12.2011 17:57

Hallo allerseits

Bei mir fallen diese Weihnachten wohl ziemlich aussergewöhnlich aus. Das Weihnachtswochenende liegt so, dass die Kinder beim Vater sind. Also auch an Heiligabend.

Ich werde mit ihnen am 23. feiern. Zusammen mit meiner Mutter.

Danach bin ich alleine. Wie sich das wohl anfühlen wird? Das wird sich zeigen. Ich habe mich ganz bewusst entschieden, diese Tage alleine zu verbringen, denn ohne meine Familie ist mir eh nirgends wohl, also bleib ich lieber ganz alleine, dann geh ich niemandem mit meiner traurigen Laune auf die Nerven.

Was mir an der Geschichte weh tut, sind zwei Dinge: Einerseits feiert meine Mutter dreimal mit meinen Kindern Weihnachten, einmal hier bei mir, an Heiligabend bei meiner Ex-Schwägerin zusammen mit den Kindern und meinem Ex-Mann und dann, am 25. findet bei ihr ein Weihnachtsfest statt, mit meinen Kindern, meinem Ex-Mann und seiner neunen Lebenspartnerin. Das kommt mir schon ziemlich schräg rein.

Das zweite, das mir weh tut: Mein Freund wollte unbedingt, dass ich mit ihm zu seiner Familie ins Tessin komme und dort mit ihnen Weihnachten feiere. Ich habe ihm versucht zu erklären, dass es mir weh tut, mit einer anderen Familie zu feiern und zu wissen, dass meine eigene Familie just in dem Moment bei meiner Mutter vor dem Tannenbaum sitzt mit der Freundin meines Ex-Mannes. Ich schaff es einfach nicht, damit klar zu kommen und will lieber alleine sein. Ausserdem reden sie bei seiner Familie alle italienisch, ich verstehe kaum ein Wort. Ich finde das völlig ok und verlange auch nicht, dass sie wegen mir deutsch sprechen, im Gegenteil. Sie sehen sich wenig genug, also soll das ihr ureigenes Familientreffen sein. Dass er ohne mich geht nehme ich ihm absolut nicht übel. Nur will ich halt einfach nicht mit.

Er machte mir deshalb eine Riesenszene und sah das als Zeichen meiner mangelnden Liebe zu ihm. Es sei doof von mir, mich zu verkriechen, ich solle wenigsten ihm einen Gefallen tun. Super. Jetzt hab ich also zu meinem ganz persönlichen Frust auch noch das schlechte Gewissen, ihn verletzt zu haben.

Mittlerweile hoffe ich einfach, dass diese Tage irgendwie vorbeigehen. Und dass ich es nächstes Jahr endlich fertigbringe, meine Mutter nicht mehr zu mir einzuladen. Seit ich geschieden bin, feiert sie zwar regelmässig mit uns Heiligabend, erzählt aber die ganze Zeit nur davon, was sie alles für ihr Fest bei sich vorbereitet hat und wie toll das dann wird. Mich stört das ungemein und mittlerweile stören sich auch die Kinder daran. Aber ich bringe es einfach nicht fertig, mich zu wehren. Wenn ich diesbezüglich ein Gespräch anfange, heisst es sofort, sie mache das doch alles nur für die Kinder. Damit diese schöne Weihnachten haben.

Danke vielmals. Weihnachten bei uns zu Hause sind offenbar nur zweite Wahl. Nun denn.

Das war nun wohl ein ziemlicher Frust-Beitrag. Ich weiss, es liegt an mir, mich abzugrenzen und auf die Hinterbeine zu stehen. Aber gerade beim Thema Weihnachten wird alles immer so heikel. Leider.

Für alle die, die dieses Jahr noch nicht so ganz happy damit sind, wie sich das ganze nun einlässt - wie ihr seht, kann man es sich auch noch unmöglicher gestalten :oops: .

Liebe Grüsse und frohes Fest!
Val
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Zanilla
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Beitrag von Zanilla » 18.12.2011 10:21

Hi Val,

warum lädt deine Mutter deinen EX-Mann plus Freundin ein? Ich finde das geschmacklos.

Buchenholz
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Beitrag von Buchenholz » 18.12.2011 13:11

Val. genau gleiches wollte ich dich auch fragen.

Ist ja toll, wenn die eigene Familie mit der Ex-Verwandtschaft in Kontakt bleibt. Aber so wie das bei euch läuft, kommt das bei mir auch schräg rein. Warum kann deine Mutter nicht ein Fest mit euch allen organisieren?


Weihnachten ganz ohne Tochter hatte ich noch nie. Im Jahr 2004 war aber Tochter mehr bei meinem Ex-Mann als bei mir. Ich war so traurig, fühlte mich total alleingelassen, vereinsamt, fast randständig und schwor mir, dass werde mir nie mehr passieren. Aus diesem Grund plante ich mit dem Pfarrer hier ein Weihnachtsessen für Leute ohne Familienanschluss. Und just 2005 lernte ich meinen Partner kennen und ich erlebte mehrere Weihnachtsfeiern.
Ich ging dann nie an diesen Anlass. Angeblich wird er aber rege genutzt. Das Restaurant hier gibt sich sehr Mühe, für diese Gäste einen besinnlichen Abend zu gestalten.

tarzan
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Beitrag von tarzan » 19.12.2011 07:39

Hallo asja

Ehrlich gesagt, auch ich hätte Mühe, wenn meine Mutter meinen Ex-Mann und meine Kinder (falls ich welche gehabt hätte) einlädt.

Was ich eher sehen würde wenn die Mutter ihre Tochter mit dem neuen Partner und Grosskinder einlädt, und falls es die Zustände erlauben auch den Vater und dessen neue Partnerin. Aber ein Fest für den Ex-Schwiegersohn zu machen, ich weiss nicht.

Ich bin halt immer der Meinung ein gewisser Abstand schadet nicht, wenn man getrennt oder geschieden ist.

Ich war 15 Jahre lang in einer Beziehung und auch verheiratet, seit wenigen Wochen nun getrennt. Aber das Weihnachtsfest mit meinem Noch-Ehemann und dem Schwiegervater und Stiefkinder zu verbringen kommt für mich nicht in Frage.

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organisation

Beitrag von zimet » 19.12.2011 08:49

weihnachten in patchworksituationen sind immer eine frage der organisation....

@asja - ich finde es wirklich toll, wie euer umgang ist und ich kann nur bestätigen, dass ein entspannter umgang unter den erwachsenen für die kids ganz wichtig ist - ABER was mir an deinem posting aufgefallen ist, trotz deinen sehr guten umgang mit dem ex - für dich ist es selbstverständlich, dass DU beide feiertage die kinder hast und dir NIE vorstellen könntest, diese anders zu verbringen...nun meine frage; was wenn dein ex genauso denken würde oder tut???? wäre es da nicht viel ehrlicher und auch konsequenter die feiertage zu teilen, so dass er seine kids auch an einem weihnachtsfeiertag hat? mich dünkt dein posting etwas gar "heilig" in anbetracht dieser ungerechtigkeit!

ob dein ex nun ein "weihnachtstyp" ist oder nicht, hat meiner meinung mit der organisation nichts zu tun - vielleicht getraut er sich bei deiner konsequenten haltung dem lieben frieden willen gar nichts zu sagen.

allem anderen, wie gesagt, kann ich nur beipflichten.

@ val - auch meine tochter wäre das weihnachtswochenende bei ihrem vater - ABER wie erwähnt, es war für uns immer klar, dass die kids ihre väter IMMER an einem weihnachtstag sehen und wir uns halt darum rum organisieren - so gehen wir erst am 25.12. in die skiferien, obwohl wir bereits am 23.12. gehen könnten! versuch doch mit deinem ex für die nächsten jahre eine andere lösung zu finden.

und noch was zu deiner mutter :roll: irgendwie übel diese geschichte...meine erste reaktion war - gots no! feiert dein ex mit den kindern nicht bei SEINEN eltern?
unsere patchworkdecke verfilzt immer mehr und wir geniessen es sehr, auch wenn die Grosse nun eigene Wege geht...Mutterherz lass los ;-)

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Beitrag von val » 19.12.2011 11:29

Hallo zusammen

Also es ist absolut nicht so, dass ich meinem Ex-Mann seine Freundin nicht gönne.

Ich habe ein Problem mit meiner Mutter.

Seit ich von Vater meiner Kinder getrennt bin, hat sie innigen Kontakt zu ihm gepflegt, mir kam es immer so vor, als ob ihr lieber gewesen wäre, dass er ihr Sohn und nicht ich ihre Tochter wäre. Mein Ex-Mann ist nach 11 Jahren immer noch nicht drüber weg, dass ich ihn verlassen habe und meidet mich wie der Teufel das Weihwasser. Es wäre unmöglich, alle zusammen bei meiner Mutter Weihnachten zu feiern, er käme schlichtweg gar nicht erst hin.

Also habe ich mich immer brav zurückgezogen und meine Mutter alleine mit ihnen feiern lassen, da meiner Mutter sehr viel daran lag, ein Fest für die Kinder bei sich zu machen. Am 26. Dezember sind die Kinder gemäss Scheidungsurteil jedes Jahr beim Vater, also hat sich das so eingependelt, dass sie dann mit den Kindern und ihrem Vater feiert.

Dass sie so innigen Kontakt pflegt, fand ich schon immer etwas krank. Aber was will ich machen, das muss sie selber wissen. Dass sie nun aber seine Freundin auch einlädt, finde ich daneben. Es ist, als ob sie mich verraten würde. Und das tut weh. Etwas mehr Loyalität würde ich schon erwarten.

Ich habe das ganze übrigens von meinen Kindern erfahren. Die waren hell entsetzt, dass meine Mutter die Freundin des Vaters auch einlädt.

Ich hoffe einfach, dass ich mich mal anders verhalte, falls ich in der gleichen Situtation sein sollte. Und mich hinter meine Kinder stellen werde, nicht hinter ihre Ex-Partner.

Es ist für mich ok, dass dieses Jahr die Kinder alle Festtage weg sind, weil die Feiertage "wochenendttechnisch" so unglücklich liegen. Seit wir getrennt sind, war immer mindestens der Heiligabend bei mir und das war für mich absolut ok. Es ist wohl das einzige Mal, bis sie erwachsen sind, dass es sich nun so ergibt und mir kein einziger Weihnachtstag bleibt. Ich wollte nicht, dass sie hin und her reisen müssen, sie sollen die ganze Woche beim Vater sein können, er nimmt sie sonst schon wenig genug zu sich.

Liebe Grüsse
Val
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ui

Beitrag von zimet » 19.12.2011 13:36

liebe val

ich kann dich sehr gut verstehen. meine mutter lädt zwar meine ex-männer 8) nicht grad zu weihnachten ein, aber wenn wir grosse familienfeiern haben, dann will sie das schon - argument; sie sind die väter deiner kinder also gehören sie auch dazu. klar, aber es geht um MEINE familie :twisted: nun ja beim vater der älteren ist das auch ok so, wir sind unterdessen wirklich freunde und wohnen auch ganz nah, aber beim vater der kleinen (der übrigens ja auch im ort wohnt) ist das eine andere geschichte und habe ich klipp und klar gesagt, wenn sie ihn einlädt - dann kommen WIR nicht, denn ich möchte unserer tochter diese spannung nicht an einem fest zumuten...das hat sie dann zum glück auch eingesehen.

wir haben es im letzten jahr dann doch am geburtstag unserer tochter versucht, ex und seine ganze sippe samt göttis (seine freunde) und meine sippe plus gotte. das ging ganz gut, war aber schon sehr komisch und unsere tochter meinte danach - war toll hat das so geklappt, aber ich feire doch lieber 2 x als so verkrampft.. weil sich alle mühe gaben nett zu sein :roll: :roll: :roll:

tja geniess deine tage val - ich weiss ja nicht wo du wohnst, aber falls du irgendwo in der nähe ein hamam hast, kann ich dir das nur empfehlen. 3 stunden baderitual, viel wärme, gedämpftes licht und entspannung, danach schläftst du wie ein murmeltier und die welt sieht gleich viel besser aus!

lieber gruss
zimet
unsere patchworkdecke verfilzt immer mehr und wir geniessen es sehr, auch wenn die Grosse nun eigene Wege geht...Mutterherz lass los ;-)

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