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Bacci2
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Beitrag von Bacci2 » 25.03.2011 07:57

@Tarzan, aber dann hat deine Nachbarin sicher nicht noch ein Kind von 1 Jahr ZUhause. Mach mal Nächte mit einem so kleinen KInd. Wie gesagt, 36 Stunden kein Schlaf und das zweimal in der Woche, das geht ganz klar auf die Erziehung etc. Ausserdem muss mein Mann ja in der Zeit wo ich arbeite auf die Kids schauen. Er hat es auch sehr streng auf der Arbeit und kann nicht noch in der Nacht x mal aufstehen, weil die Kleine grad Krank ist oder am zahnen ist. Das wäre auch noch zu berücksichtigen. Und einen Tagjob machen und dabei 99% des Lohnes wieder an die Krippe zu zahlen, das sehe ich nicht ein. Bin leider nicht ein Grossverdiener.
Ich bin bereit auch putzen zu gehen etc. Aber nicht mehr auf Kosten der Kinder.
Wir haben genug zum Leben. Können einmal im Jahr mit allen 5 Kindern in die Ferien (Zelten im Tessin). Klar können wir auch keine grossen Sprünge machen, aber das nehme ich für meine Kids in Kauf. Ich verzichte gerne. Irgendwann kommt die Zeit wo alle in der Schule sind, dann kann ich auch wieder was für mich machen, oder einer bezahlten Arbeit nach gehen, ohne dass alle darunter leiden.
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Beitrag von tarzan » 25.03.2011 08:58

Hallo Bacci

Das Kind wurde grad 13, sie macht das sicher seitdem er 2 oder 3 ist. Sie ist eine Nachteule, sie hatte früher ein Restaurant geführt, auch da hatte sie ein Kind aus erster Ehe, für sie ist das einfach kein Problem.
Ich könnte das auch nicht.

Ich denke es steht und fällt auch mit dem Umfeld, wieviel Unterstützung da man bekommt. Eine Kollegin ist Logopädin, sie arbeitet 20%, ihr Mann 90%, das finde ich ideal, eine andere ist Krankenschwester mit Zusatzausbildung, sie sagt mir, sie hat doch nicht sich jahrelang ausbilden lassen, damit sie dies nicht anwenden könne.
Die Ansichten sind verschieden und jedes soll machen so wie es für ihn stimmt.
Denke vieles macht es noch aus, wenn Eltern oder S-Eltern helfen.

Delphia, klar soll ein Vater seinen Verpflichtungen nachkommen, finanziell wie aber auch mit den Besuchswochenenden. Nur ist es oft so, wie z.b. bei meinem Mann, da hat er 50% seines Lohnes seiner Ex abgegeben, aber mit dem hätte sie auch nicht leben können, auch sie musste Teilzeit arbeiten gehen, was sie gemacht hat seitdem die Kinder 4 und 6 sind.

Delphia ich habe bis vor kurzem mein Leben lang 100% gearbeitet, als ich nach Hause kam war der Tag noch lange nicht zu Ende, ich habe nach Feierabend gebügelt, gewaschen, gesaugt, Büro gemacht. Da es meinem Mann gesundheitlich nicht so gut geht, hatte ich keine Unterstützung.
Ich habe praktisch alles selbst gemacht, für anderes blieb kaum Zeit.

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Beitrag von Schmetterling » 25.03.2011 09:59

Hallo zäme

Ich finde, es ist ein gewaltiger Unterschied wenn man von einer stabilen, eheänlichen Beziehung spricht, ob es um Frauen oder Kinderalimenten geht.

Wenn man mit einem Partner den Haushalt teil, teilt man ja auch Miete, Nebenkosten etc. Dann ist es auch gerrecht wenn die Frauenaliment gestrichen werden. War bei mir eh nie ein Thema, da ich von anfang an auf die FA verzichtet habe.

Wenn man aber meinen Partner vepflichtet, wenn er zwei Jahre mit mir zusammen wohnt, für die Kinderalimente aufzukommen, finde ich dass ungerrecht.

Klar ist mein Ex immer noch verpflichtet die Kinderalimente zu zahlen. Wenn er aber nicht freiwillig bezahlt muss ich ihn betreiben. Und wer schon mit Betreibungen zu tun hatte, weiss wie lange das gehen kann bis ich das Geld erhalte (wenn überhaupt). Und solange muss nun mein Partner für das Defizit aufkommen. Finde ich eine Frechheit!

Doch für heute vergesse ich diese "Sache" und geniesse das wundervolle Wetter (muss zwar arbeiten gehen)

Ich wünsche euch allen einen herrlichen Tag mit viel Sonnenschein und keinen Sorgen :D

Grüessli Schmetterling
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Beitrag von Bacci2 » 25.03.2011 10:26

Ja das hatten wir auch. Kannst Du nicht Alimentenbevorschussung auf der Gemeinde beantragen? Wir haben das jetzt gemacht. Ist zwar nicht die ganze Alimente die wir bekommen aber immerhin. Meinen Ex betreiben kann ich nicht selbst wenn ich wollte, weil ich nie weiss wo er gerade ist. :evil:
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Beitrag von tarzan » 25.03.2011 14:13

Schmetterling das ist leider so, ich bin auch teilweise direkt oder indirekt für Alimenten aufgekommen. Auf dem Gericht hiess es, dass ich wusste beim heiraten, dass Kinder aus erster Ehe vorhanden sind, somit muss ich meinem Mann helfen dabei.

Bei der Scheidung im 97 konnte mein Mann, damals Freund, auch nur die Hälfte Mietzins geltend machen, und da wohnten wir erst 3 Monate zusammen. Die grösste Dauer der Trennungsphase war er bei den Eltern gemeldet.

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Beitrag von Schmetterling » 25.03.2011 19:49

Hallo Bacci2

Die Alimentenbevorschussung ist von der Gemeinde abgelehnt worden, weil ich in einer stabilen eheänlichen Beziehung lebe und der Lohn meines Partners voll zu meinem Lohn hinzugerechned wurde.

Gesetzlich gesehen bin ich aber nicht in einer stabilen eheänlichen Beziehung (erst im Aug. 11). Ich war am Dienstag gleich nochmals bei der Gemeinde und warte nun auf deren Bescheid.

Hallo Tarzan

Das der neue Parter finanziell mithilft ist sicher meistens so. Mein Partner macht das auch gerne. Er hat auch für alle drei ein Konto eröffnet und zahlt jeden Monat einen Betrag ein. Aber das macht er freiwillig und ist keine Pflicht.

Das er nun verpflichtet wird für die ganzen Alimente aufzukommen während mein Ex nicht zahlt finde ich nicht recht.

Dein Lohn wurde ja auch nicht zum Lohn deines Partners gerechnet und daraus wurden die Alimente berechnet.


Ich hoffe nun dass ich bald Bescheid von der Gemeinde erhalte.

Schöne Abig ond liebi Grüess Schmetterling
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Beitrag von tarzan » 25.03.2011 21:29

ich glaube die Gemeinde denkt nicht, dein Partner soll das bezahlen, sondern ihr habt zusammen einfach zuviel Einkommen, dass ihr Bevorschussung erhalten könntet. Aber ich kenne mich da nicht aus.

Der Partner darf nicht dazu verpflichtet werden also direkt auf jeden Fall nicht, indirekt ist was anderes.

Bei meinem Mann wurde einfach Mietzins, Strom, usw. nur zu Hälfte angerechnet, so hatte er einen kleineren Bedarf und somit wurden höhere Alimenten bestummen. Hätte er eine eigene Wohnung gehabt, hätte die Rechnung anders ausgesehen, aber wir waren damals nocht nicht bewandt mit diesem Thema. Sein Existenzminimum durften sie nicht nehmen, und dies wäre mit eigener Wohnung höher gewesen.

Wünsche dir viel Glück Schmetterling
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Beitrag von Nin » 27.03.2011 16:18

Noch mal kurz zum Thema Frauenalimente: meine Mutter wurde mit 19 schwanger, flog von der Schule (1962) und hatte keine Berufsausbildung. Im gegenseiteigen Einvernehmen blieb sie zu Hause, zog die drei Kinder gros, während mein Vater heftig Karriere machte. Meine Eltern haben sich nach fast 35 Jahren in diesem Modell getrennt. Meine Mutter hat nie ausserhalb des Hauses gearbeitet - mein Vater hatte ein Einkommen als Vorstandsmitglied einer grösseren AG.

Sie hätte meines Erachtens in ihrem Alter und ohne jede Berufserfahurng keinen Job gefunden und schon gar nicht mit den wenigen Jahren Arbeit, die da noch möglich gewesen wären, eine Rente aufbauen können. Ihr wurden natürlich (und ich muss sagen, ich finde das normal!) Frauenalimente zugesprochen, die auch die Pensionskasse meines Vaters, der inzwischen verstorben ist, an sie weiterzahlen wird bis zu ihrem Tod. Die zweite Frau meines Vaters war nur knapp drei Jahre mir ihm verheiratet und hat keine solche Garantie.

Das mag ungerecht erscheinen, aber die zweite Frau meines Vaters war vorher unverheiratet und kinderlos, sie hat also bis sie über 50 Jahre alt war, ihre Berufslaufbahn frei entscheiden können und sie hat eine Ausbildung und ERfahrung. Trotzdem arbeitet auch sie jetzt nicht mehr - sie hat die Eigentumswohnung, die mein Vater ihr vererbt hat, verkauft und lebt vom Erlös plus einer kleinen Witwenrente.

Es gibt solche Situationen, auch wenn Kinder erwachsen sind, und man kann nicht pauschal schlagen.

Weder meine Schwester, noch ich, noch die Ex-Frau meines Bruders noch die Ex-Frau meines Mannes haben jemals einen Pfennig Frauenalimente bekommen oder gewollt.
Nicht Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein.

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Beitrag von tarzan » 27.03.2011 20:42

Heute ist das eben anders, weil die Frauen oftmals gleichwertig oder besser ausgebildet sind wie ihre Männer. Somit ein Einstieg ins Berufsleben möglich ist.

Darum finde ich es nicht verkehrt, wenn man mit einem Bein im Berufsleben drin bleibt, sofern möglich.

Meine Schwester als Beispiel bekam und bekommt keine Frauenalimenten oder Kinderalimenten, nach der Geburt ging sie 60% arbeiten, als sie alleinstehend wurde 70%. Klar war es manchmal viel und sie musste sich immer organisieren, heute aber ist sie froh, nie ganz aufgehört zu haben.

Ziel bei der heutigen Gerichtspraxis ist soweit ich weiss, dass jede Partei sich selbst versorgen kann nach der Scheidung, sofern möglich. Das sieht natürlich anders aus, wenn die Scheidung kurz vor der Pensionierung stattfindet.

Bei einer Scheidungsrate von fast 50% darf man sich einfach nicht drauf verlassen, dass die Ehe das Leben lang hält. Gerne hätten wir es doch alle, aber der Alltag spricht eine andere Sprache...
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