Alimente und ausserordentliche Kosten

Buchenholz
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Beitrag von Buchenholz » 20.06.2012 16:00

tabida hat geschrieben:Aber Buchenholz, eigentlich hätte doch Dein Mann dann beruflich zurückstecken sollen. denn: "Es hätte für uns keinen Sinn gemacht, wenn man der Mutter die Kinder wegnimmt, dem Vater gibt und der lässt sie dann in einer bezahlten Institution fremdbetreuen. "
Eben darum hätte ER sie doch dann betreuen sollen. Man hätte sie doch dem VATER gegeben. - Warum Du? Es sind nicht DEINE Kinder.
Stimmt Tabida. Er hatte sich auch jobmässig umorganisiert, hat sich sein Büro wieder hier im Haus eingerichtet. Bis nach dem Mittagessen wäre er hier gewesen. Wenn aber bei einem Kunden ein Notfall gewesen wäre und das kommt halt immer mal wieder vor, dann hätte er gehen müssen und dann wäre ich für die Randstundenbetreuung zuständig gewesen. Aber ich habe ja selber auch ein Kind und bin gesundheitsbedingt eh zu Hause. Das macht also keinen Sinn, wenn zwei zu Hause zusammen 3 Kinder betreuen.

Schlussendlich entscheidet halt das Einkommen, wer zu Hause bleibt. Unabhängig ob ich eine Frau bin oder nicht, in seinem Job verdient man mehr als in meinem. Und er hätte nach wie vor Frauenalimente bezahlen müssen, auch wens sie nach wie vor berufstätig war. Resp. ich hätte dann arbeiten müssen, um ihr Fauenalimente zu bezahlen. Hä? Nein falsch, sie verlangte, dass ich mit meinem Ex-Mann vor Gericht gehe und wieder meine Frauenalimente einforderte, die ich dann ihr hätte geben sollen.

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Beitrag von tabida » 21.06.2012 06:21

asja hat doch heute morgen eine sehr gute Antwort an PatchStift geschrieben. Wo ist die hingekommen?

PatchStift: Es gibt sogar im Kanton Zürich noch Gemeinden, die KEINE Kinderbetreuung anbieten. Je nach Ausbildung bist Du mit gegen 30ig gerade am Anfang der Berufslaufbahn und auch bei Frauen ohne Kinder, die im Beruf bleiben ist es oft schwierig weiterzukommen. Weisst Du, wieviele Absagen ich bekommen habe, welche mehr oder weniger offen damit zu tun hatten, dass man davon ausgeht, dass ich Kinder haben werde und deshalb mindestens für 4 Monate ausfallen könnte (ob ich überhaupt Kinder möchte oder gar ob ich überhaupt welche bekommen kann war nie die Fragen). Um wirklich Karriere machen zu können (und das machen wohl die wenigsten) braucht es viel Können, Ausdauer und schlicht und einfach Glück.

Pass auf, dass Du mit Deinem Hass auf die Ex nicht Eure Beziehung vergiftest und dann bald auch zu den "Ex's" gehörst.

Irgendwann wirst hoffentlich auch Du in der Realtiät ankommen! und die ist nicht einfach schwarz / weiss.

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Delphia
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Beitrag von Delphia » 21.06.2012 06:22

Buchenholz hat geschrieben: Schlussendlich entscheidet halt das Einkommen, wer zu Hause bleibt. Unabhängig ob ich eine Frau bin oder nicht, in seinem Job verdient man mehr als in meinem.
Das ist bei uns heute auch so und war so, als wir zusammen gekommen sind.
PatchStift hat geschrieben:Doch ich werde mir nicht mehr anhören, wäre ich nicht zuhause bei den Kindern geblieben, würde ich heute so und soviel verdienen.
Heute gebe ich Dir Recht, aber vor 18 Jahren... Damals gab es noch nicht soviele familienergänzende Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Zudem war ich sehr gerne zu Hause bei den Kindern. Ich konnte mir nicht vorstellen, daneben noch auswärts zu arbeiten. Ich war überhaupt keine frustrierte Mutter oder so. Was mich massiv ärgert, ist dass diese Familienzeit nichts zählt. Sobald die Kinder älter wurden, war ich ehrenamtlich im Einsatz. Das hat sich mit der Kinderzeit immer koordinieren lassen.

Als wir unsere PW-Familie gegründet haben, habe ich den beruflichen Wiedereinstieg versucht. Dies ist gescheitert:

1. Als die Kinder krank waren, hatte ich ein schlechtes Gewissen und die Tagesmutter war mit der Anzahl Kinder überfordert.
2. Für mich war es Stress pur. Ein Rennen zwischen Familie, Arbeit, Haus, Schule und Beziehung und nicht zu unterschätzen den Ärger mit den Ex-Partner.
3. Der Verdienst war verglichen zu den männlichen Kollegen im gleichen Alter lächerlich. Der Verdienst zu den um 10 Jahren jüngeren Frauen war um 15% tiefer.

So bin ich eine zufriedene PW-Mutter geworden. Klar die Herausforderungen in Zusammenhang mit der PW-Familie sind geblieben, aber ich konnte mich in ehrenamtlichen Tätigkeiten voll einbringen. Die Flexibilität dort ist viel grösser als in der Arbeitswelt. Ich verdiene zwar nichts abgesehen von den Spesenvergütungen (falls welche anfallen, und wie es sich für ehrenamtlich gehört => ehrenamtlich ist nicht gratis), aber es bringt auch meiner Familie etwas.

Nebenbei habe ich Weiterbildungen besucht, die n.B. mein jetziger Mann bezahlt hat, die uns als Familie weitergebracht haben.

Ich verstehe Deine Ansicht PatchStift, dass ich nicht sagen kann, ob ich wirklich Karriere gemacht hätte oder nicht. Das weiss ich nicht. Auf jeden Fall hätte ich keine so wunderbare Familie haben können. Deine Aussage hätte ich früher als Schlag ins Gesicht empfunden, weil dies die Meinung meines Ex-Mannes irgendwie deckt... Als Ergänzung fehlt noch: diä söll doch eifach go schaffe!

Glücklicherweise habe ich auch dank meiner Weiterbildungen gelernt, dass hinter einer solchen Aussage persönliche Defizite stecken. Ich nehme es also locker. Ich weiss auch, dass es schwierig ist, differenziert zu schreiben. Vielen Dank für den Austausch :).
Delphia
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Probleme? nein! Herausforderungen: ja :-), manchmal aber völlig hoffnungslos...

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Beitrag von vero » 21.06.2012 09:10

tabida hat geschrieben:Pass auf, dass Du mit Deinem Hass auf die Ex nicht Eure Beziehung vergiftest und dann bald auch zu den "Ex's" gehörst.

Irgendwann wirst hoffentlich auch Du in der Realtiät ankommen! und die ist nicht einfach schwarz / weiss.
Patchstift, da muss ich tabida recht geben, es gibt nicht nur schwarz/weiss.

Auch ich bin eine emanzipierte Frau und ja ich finde es unfair, dass man Zweifrauen zwingt arbeiten zu gehen (mit Kleinkind), wenn das Geld nicht reicht für die Alimente der ersten Ehe. Oder wie das in unserem Fall ist, dass sie zu Hause hockt sich ein schönes Leben mit Putzfrau usw. macht und mehr Geld vom meinem Mann will. Aber sie deswegen zu Hassen, was bringt mir das? Nichts, es bringt mich nicht weiter und es würde nur meine jetztige Beziehung zu dem Mann den ich Liebe vergiften und das ist das letzte was ich möchte. Das musste ich ich den letzten Monaten auch lernen. Es bringt überhaupt gar nichts jemanden zu Hassen, den dem gehassten geht es meistens am A.. vorbei was der der Hasst denkt, der eigentliche verlierer ist immer der der Hasst den der kommt in seinem Leben nicht weiter..
Zuletzt geändert von vero am 21.06.2012 14:48, insgesamt 3-mal geändert.

Buchenholz
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Beitrag von Buchenholz » 21.06.2012 09:13

@ Delphia
Guter Text. Gefällt mir.


Übrigens bin ich allergisch auf das Wort "Karriere machen". Das hat aber mit meiner Geschichte zu tun. Für meine Mutter war dies das Selbstverständnis in meiner Lebensplanung. Ob ich will oder nicht, das war nie Thema. In meiner Familie ist man nur respektiert, wenn man irgend einen CIO oder Direktionstitel hat. Aber egal was ich mache, es ist nie gut genug. Also erspar ich mir den Stress vom Karriere-Leiterli und lebe glücklich und zufrieden mit dem wenigen, was ich habe.

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Beitrag von vero » 21.06.2012 09:40

PatchStift hat geschrieben:[Als "Karrierefrau" würde ich meinen Töchtern nahelegen, mit der Familie zu warten, bis sie beruflich ihre Ziele erreicht haben und zur Erkenntnis gelangt sind, dass es wichtiges im Leben gibt.... :wink:
PatchStift und wenn sie das nicht wollen? Sind sie dann weniger emanzipiert als du? Und ist es dann mehr okay, das sie am Karrierehöhepunkt zu Hause bleiben und nicht arbeiten? Die Ex von meinem Mann war auch so eine Karriere-Frau (hat während der Ehe 80% gearbeitet, sie wollte das so) und jetzt, ist sie zu Hause und möchte mehr Geld von meinem Mann.. Also ich sehe da keinen Unterschied..ich finde das sogar noch schlimmer. Den so eine 180 grad Drehung mit der hätte niemand gerechnet, wenn sie schon vorher Hausfrau war, dann weiss der Mann ja was auf ihn zu kommt. Ich gebe dir recht, das man der Vergangenheit nicht nachtrauern sollte, schliesslich hat man(n)/frau sich damals so entschieden und da helfen kein wenn und aber. Und die Ex ist nicht die Einzige die ich kenne, die so eine Drehung vollzogen hat. Also von emanzipation und Karriere ist dann plötzlich keine Rede mehr.. dann zählt wie meistens nur das GELD.

Ich habe viele Kolleginnen, die verheiratet sind, Kinder haben, einen Beruf und nur gestresst sind. Machen den ganzen Haushalt, Kinderbetreuung ist bei ihnen mehrheitlich auch noch Frauensache. Die laufen praktisch immer am Limit. Wenn das emanzipation heisst, dann verzichte ich gerne darauf. :oops:

Für mich heisst emanzipation, dass BEIDE während und nach der Ehe fair miteinander umgehen und BEIDE schauen, dass sie nach ihren Möglichkeiten dem anderen so viel zum Leben lassen, dass BEIDE sich wieder eine Zukunft aufbauen können. Das wäre für mich Emanzipation..
Zuletzt geändert von vero am 21.06.2012 15:37, insgesamt 6-mal geändert.

Apollonia
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Beitrag von Apollonia » 21.06.2012 09:52

Doch ich werde mir nicht mehr anhören, wäre ich nicht zuhause bei den Kindern geblieben, würde ich heute so und soviel verdienen. (Würde, täte, hätte…)

Frauen die ihre Karriere für die Familie aufgeben, oder gar nicht erst einsteigen, wissen was sie tun. Keine wird dazu gezwungen, nicht in unseren Breitengraden!
Ausserdem beklagt sich ja selten eine darüber, dass sie zuhause bei den Kindern bleiben darf und nicht dazuverdienen muss, das kommt immer erst hinterher. Dann ist er schuld, dass er jahrelang für alles allein aufgekommen ist und die finanzielle Verantwortung alleine tragen durfte und sie nun den Nachteil hat. Denn man nun mal hat, wenn man jahrelang beruflich nichts mehr gemacht hat. Diese Entscheidung trifft aber jede Frau für sich selbst! Mal ganz davon abgesehen, dass „ Karriere“ ein sehr relativer Begriff ist und hätte, täte, würde, ebenso! Der Nichtsaustieg ist nämlich auch kein Garant dafür, beruflich automatisch die Karriereleiter hoch zu steigen.
Und umgekehrt kann ein Mann sich ja auch nicht darauf berufen, jahrelang alles nur in die Familie investiert zu haben und daraus einen persönlichen Nachteil geltend machen. Im Gegenteil. Das bedeutet für ihn in aller Regel, dass er das auch weiterhin tun muss, nur mit dem Unterschied, dass er keine Familie mehr hat. Höchstens noch ein Besuchsrecht. Drum mag ich solches Glätsch, gar nicht erst hören. Sorry!





Das finde ich sehr gut was Patchsift hier schreibt, dass kann ich vollumfänglich so unterschreiben. Und damit möchte ich niemanden hier von den Müttern mit Kindern angreifen. Sondern die merkwürdige Mutter meiner Stiefkinder.

Meinem Lebenpartner hat die Ex-Frau als es wieder mal um Unterhalt ging in einem Mail folgendes geschrieben, original Zitat: Ferner verstehst Du anscheinend immer noch nicht, dass die Unterhaltszahlungen hauptsächlich Ausgleichszahlungen für die Vergangenheit sind. Ich hätte beruflich sicher auch Karriere gemacht und würde jetzt mehr verdienen

Wohlverstanden die Mutter hat Mann und Kinder stehen lassen. Sie hätten eigentlich das gemeinsame Sorgerecht aber letztes Jahr ist die Mutter ins nahe Ausland zu ihrem Freud gezogen. Zu den Kindern Mädchen 16 (Lehre) und Sohn 20 (Lehre) schauen und sorgen mein Lebenspartner und ich vollumfänglich. Ich habe mit beiden Jugendlichen, besonders mit dem Mädchen ein sehr gutes Verhältnis und bin bei allen wichtigen (auch unwichtigen) Entscheidungen mit beteiligt (auf Wunsch der Kinder).

Die Mutter hat in der Vergangenheit ihren Kinder weh gemacht. Und wenn ich noch lese sie hätte auch Karriere machen können dann tut mir das weh für ihre Kinder. Sie war lange Hausfrau und lebte gut und ja mein Lebenspartner hat ein guten Job gemacht aber da hat sie auch profitiert davon und das auf sehr hohem Niveau. Und dann findet sie die Unterhaltszahlungen seinen ein Ausgleich für die Vergangenheit :?
Wenn Liebe einmal gekeimt hat, treibt sie Wurzeln,
die nicht mehr aufhören zu wachsen

Babell
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Beitrag von Babell » 21.06.2012 17:08

ajia wenn dein vorheriges email dermassen persönlich angreiffend wie das oben verfasste ist, dann verstehe ich ein "Löschen" desgleichen.

dieses forum und die moderation vom forum finde ich sehr gut!! man liest grösseren müll im internet.

ich finde auch, dass in letzter Zeit viel und oft gegen die ex geschrieben wird und fast jeder Tread dafür genutzt wird. dies finde ich auch schade und ich muss sagen, dass ich es nicht in ordnung finde, dass, wenn jemand eine frage stellt, diese wieder für die politischen dinge benutzt werden. ich gehe wählen und abstimmen, ich muss hier nicht politisieren.

auch ich habe mich von antworten betüpft gefühlt und dementsprechend zurückgeschrieben.. es wäre mir aber lieber gewesen, dass es gelöscht worden wäre! :oops:

Babell
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Beitrag von Babell » 21.06.2012 17:10

vero, dein letzter beitrag finde ich ganz schön geschrieben.
(ich muss doch auch mal loben;-) )

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Beitrag von carlotta37 » 21.06.2012 17:39

Asja schreibt sehr direkt, aber in einer Sache gebe ich ihr Recht: der Tonfall von einigen Beiträgen hier gegen die Ex ist nicht weniger angriffslustig und aggressiv.
Und das hat auch mich in letzter Zeit sehr genervt, so dass ich mir schon überlegt habe, ob ich hier noch am richtigen Ort bin und weiter mitschreiben will.
Früher war das für mich ein Forum, in dem man Zuspruch oder Rat in persönlichen Situationen bekommen konnte und gegenseitig Anteil genommen hat. In den letzten Wochen scheint es mir eher "politisch" zu werden und moderatere Beiträge sind scheinbar kaum noch gefragt. Ich bin aber nicht in so einem Forum als Plattform für einen Geschlechterkampf und Einfluss auf politische Entscheidungen über Sorgerecht und Rechte der Väter hat hier auch niemand! Wer sich in der Richtung engagieren will, findet dafür sicher sinnvollere Möglichkeiten!

Ich habe den respektvollen Umgangston hier immer geschätzt, die Toleranz und das Verständnis füreinander. Momentan empfinde ich das nicht mehr so.
Man verallgemeinert leicht und schliesst von persönlichen Erlebnissen auf die Allgemeinheit. In etwa so, wie man in der Stadt plötzlich nur noch Schwangere sieht, wenn man sich selber ein Kind wünscht (ging mir früher so) ;-). Schlechte Erfahrungen mit der Ex des Partners werden dann auf alle Frauen übertragen....und dabei trifft es viele total zu unrecht! Kein Wunder, dass die sich dann beleidigt fühlen!

Auch ich musste schon schlucken, wenn ich daran denke, wie mein Ex_Mann sich verdrückt hat, jede Verantwortung abgelegt hat. Wenn ich täglich spüre, wie schwer es ist, die Kinder ohne Alimente ernähren zu müssen. Und dann muss ich ausgerechnet hier lesen, wie fies doch alle Ex-Frauen sind, die den Mann als Lebensversicherung missbrauchen.
Aber deswegen eröffne ich hier keinen Kampf gegen verantwortungslose Väter, sondern suche mir - wenn überhaupt - persönlcihen Rat, wie ich nun konkret mit meiner Situation umgehen kann.
Dies hier ist auch kein Wettbewerb, wem von uns es am schlechtesten geht!!!

Am meisten profitiert man von so einem Forum, wenn man offen ist für die Erfahrungen der anderen. Man muss ja die Ratschläge nicht annehmen, das geht auch gar nicht immer, dazu kennen wir uns alle zu wenig. Aber manchmal KANN man davon profitieren, wenn man dann bereit wäre, auch an sich selber zu arbeiten und nicht nur irgendwelche Sündenböcke anzuklagen.

Wäre schön, wenn das wieder die vorherrschende Stimmung im Forum wird!

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Beitrag von Babell » 21.06.2012 17:44

patchstift (ich habe das zitat nicht gefunden, das ich kopieren wollte) :wink:

ich finde, dass es etwas sehr schönes ist, wenn sich die Frau entscheidet, bei den Kindern zu bleiben. Leider ist das den meisten Zweitfrauen nicht möglich, da die Alimente bei normal bis Mitteschicht Verdiener so ausfallen, dass beide arbeiten gehen müssen! Diesen Fall (dass beide arbeiten müssen) gibt es aber in meinem Umfeld genau so oft, wenn keine Exfrau vorhanden ist, also in Erstfamilien. Die Zeiten haben sich einfach geändert. Vielleicht wollen wir das nicht wahrhaben...

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Beitrag von tabida » 21.06.2012 17:54

Ich sehe weder in diesem, noch habe ich im letzten Text von asja irgend einen Grund gesehen, ihn zu löschen.
Sie antwortet damit ja auf Texte, die extrem agressiv sind. Die aber offenbar geduldet werden.
Das finde ich auch richtig. Warum sollen hier nicht auch einmal etwas heftigere Auseinandersetzungen stattfinden. Mir helfen auch solche Texte manchmal auf die Sprünge.
Wenn ich jetzt lese, dass euch das stört, dann frage ich mich: Warum stört es Euch erst, wenn mal jemand Paroli bietet? Wollt ihr Euch wirklich einfach so verdrücken und anderen das Feld überlassen?

@asja: finde Deine Texte wirklich gut. Bitte mach weiter so :D

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Beitrag von carlotta37 » 21.06.2012 18:54

Tabida, ich habe patchstift bereits eine private Nachricht geschrieben, die sie aber offenbar nicht gelesen hat. Ich wollte sowas nicht im Forum austragen, davon hat eigentlich niemand etwas...Aber wenn das Thema jetzt sowieso aufkommt....dann halt doch!

Buchenholz
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Beitrag von Buchenholz » 21.06.2012 19:09

Ich gestehe, ich kann nicht objektiv über den veränderten Ton hier mitreden, da ich nicht mehr regelmässig hier mitlesen.

Dass man hier ab und zu politisiert, das finde ich aber sehr wichtig. Schliesslich sind viele Probleme, die hier einige haben, begründet durch unser Rechtssystem, welches lückenhaft ist und je nach Thema mal männer- mal frauenfeindlich ist.

Also sollten wir hier auch über die Ursache diskutieren dürfen und nicht nur Symptombekämpfung betreiben.

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Beitrag von mira » 21.06.2012 23:46

@asja
Ich weiss nicht, was du in deinem vorherigen Beitrag geschrieben hast.
So lange bin ich hier noch nicht dabei, habe aber noch nie mitbekommen, dass ein Beitrag gelöscht wurde. Wenn ich deine letzte Antwort lese, habe ich nicht das Gefühl, sie sei zu direkt oder aggressiv. Ich empfinde sie als arrogant.

Wir haben alle unsere Erfahrungen gemacht und daraus Erkenntnisse gewonnen, die anderen aufgrund ihrer Biographie fremd sind. Sie geben uns jedoch nicht das Recht, über die Verhaltensmuster anderer zu urteilen. Hier in diesem Forum schreiben Leute, die sich persönlich nicht kennen. Und ich finde es unangebracht, 'unliebsame' Mitschreiberinnen mit Populärpsychologie abzustempeln.

Vielleicht sind es Verlustängste, die einige von uns dazu veranlassen, hier Fragen zu stellen und Antworten zu suchen, wer weiss. Aber Verlustängste sind nicht immer unberechtigt und wenn wir diese Ängste haben, wollen wir in einem Forum auch darüber schreiben dürfen, ohne uns durch moralistische Grundsatzdiskussionen mit Gewissensbissen konfrontiert zu sehen.

Ich bin ein Mensch mit Schwächen und Fehlern. Ich gehe davon aus, dass wir auf dieser Welt sind, um uns weiterzuentwickeln. Aber wie könnte ich das, wenn ich glaubte, alles schon zu wissen, alle anderen zu durchschauen und über allem zu stehen? Wie schön, dass ich mich selber immer wieder dabei ertappe zu projizieren, und das Projizieren nicht auf andere projizieren zu müssen.

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