Revision Scheidungsurteil

Babell
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Beitrag von Babell » 28.03.2011 08:22

Hoi Delphia
Einerseits vermisse ich nach wie vor den Börsenhandel. Die Privatkundenberatung im höheren Segment war auch sehr interessant. Mit den heutigen Anlageprodukten kann ich mich aber nicht identifizieren.
Da kenne ich mich nicht aus. Das stimmt, da geb ich dir recht, in diesen Branchen änderts sich so schnell.

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Beitrag von tarzan » 28.03.2011 10:16

Delphia wenn du am Limit läufst, dann grenze dich ab. Ich weiss nicht mehr wie alt Deine Kinder und Stiefkinder sind, aber die können auch Dinge erledigen ohne dich.

Opfere dich doch für andere nicht so auf.
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Beitrag von Delphia » 30.03.2011 12:47

Hallo zusammen

Ich habe nun 3 Tage Zeit, um zu entscheiden.

Er liefert keine Akten.

Will ich einer neutralen Drittperson vertrauen oder will ich selber sehen?

Aus Erfahrung weiss ich: Vertrauen auf Drittperson wurde immer ausgenützt und ich habe jedes Mal bei der Entscheidungsfindung das so angesehen => Loslassen, es wird schon richtig rauskommen und es kam für mich schlecht raus. Danach habe ich mich wieder gesammelt und gedacht, jä nu das ist ja für die Kinder und es ist ihr Vater, ist also schon ok so.

Dieses Mal will ich das eigentlich nicht mehr eingehen (Verstand oder Kopfebene). Aber das Herz sagt mir, ich kann es nicht aushalten (da kommen mir die Tränen).

Wie schaffe ich es, dass Kopf und Herz zur gleichen Meinung kommen?

Tips sind gefragt...
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Beitrag von tarzan » 30.03.2011 13:48

bei mir spricht der Verstand oft eine andere Sprache wie das Herz.

Delphia, wer sollte denn die neutrale Drittperson sein ?

Ich würd das selbst in die Hand nehmen..
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Beitrag von Delphia » 30.03.2011 13:54

Drittperson: Gericht
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Bacci2
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Beitrag von Bacci2 » 30.03.2011 14:49

Ich hätte jetzt auf das Gericht vertraut. Aber wenn du da schon 2mal darauf gehofft hast und es nicht gut gegangen ist, würde ich das auch nicht machen. Aber wenn das Gericht es anordnet, dann muss er doch die Akten bringen. Ich meine, dass sagt ja schon alles aus, dass er die nicht bringt.
Ich denke nicht, dass Herz und Verstand je gleicher Meinung sein werden, bei so einer Sache. Aber Bauchgefühl ist immer gut. Kostet im Moment wahrscheinlich viel Kraft und Tränen etc. Aber am Ende so hoffe ich ganz fest für dich, geht es gut aus. Vielleicht hofft er ja gerade auf das, dass du dich wieder auf Dritte verlässt.
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aisha

Beitrag von aisha » 30.03.2011 14:50

in deinem Fall Gericht delphia. Ich glaube ohne "Autoritätspersonen" kommst du bei deinem Ex nicht weiter.

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Beitrag von Delphia » 31.03.2011 07:47

Nachdem ich gestern einen Vortrag von einem Theologen gelauscht habe... habe ich es bestätigt bekommen, dass vor Gericht "nur" dem Angeklagten erlaubt ist, zu lügen...

Ernsthaft: Jede/r, der Buchhalter ist, weiss wie stille Reserven zu bilden sind. Auch Privatpersonen können "Geld" verschwinden lassen. Das ist mir ziemlich egal, es geht ja nicht darum, den Vater meiner Kinder auszupressen. Es geht lediglich darum, dass die Alimente der Kinder angepasst werden und dass die ausserordentlichen Kosten gedeckt sind.

Zur Info: soviel wissen wir vom Gericht: Gemäss seinen Angaben verdient er 60% mehr als bei der Scheidung... Ich habe nie eine Alimentenanpassung verlangt. Ich weiss, dass diese Zahl noch höher ist, das spielt keine Rolle. Ich hoffe einfach, dass das Gericht fair entscheidet.

Ich habe beschlossen, es wieder zu versuchen und habe dem Gericht voller Überzeugung Vertrauen geschenkt.
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Beitrag von Delphia » 04.05.2011 11:04

Vergleich ist im Haus...

Auf den ersten Blick sieht es gut aus wegen der K-Alimente. Bei den ausserordentlichen Kosten müsste ich alles selbst tragen, was letztes Jahr angefallen ist (über 20T). Mein Mann hat einen Teil monatlich bezahlt und ich stottere bei der VB ab. Der Ex zahlt nichts.

Zudem hat sich rausgestellt, dass er mir eigentlich mit der Teuerung pro Kind mind. CHF 50 mehr hätte bezahlen sollen.

Soll mir noch einer kommen und mitteilen, ich hätte ihn jahrelang geschröpft... dann schreite ich wirklich zur Tat und schröpfe den Überbringer der Nachricht als erstes!!! ;-). Wer will?

Der Grund unserer Klage waren diese ausserordentlichen Kosten!!!

Zur Info an alle: Der Bonuselternteil muss nicht für die Bonuskinder aufkommen, solange der leibliche Elternteil, der nicht sorgeberechtigt ist, die finanziellen Mittel hat. Bei uns sieht es so aus, dass der nicht sorgeberechtigte Elternteil finanziell sehr gut da steht, aber nicht bereit ist, irgendeinen Cent zu bezahlen. Der Bonuselternteil (mein jetziger Mann) muss für meine Kosten aber aufkommen, sprich Gerichtskosten.

Nun habe ich 10 Tage Zeit, um zu überlegen.
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Beitrag von tarzan » 04.05.2011 11:18

hallo Delphia
hab ich das richtig verstanden, du solltest 20'000.-- ans Gericht zahlen ?
da lohnt sich die Klage doch nicht mehr...
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Beitrag von Delphia » 04.05.2011 11:46

Nein Tarzan, das sind die aufgelaufenen ausserordentlichen Kosten für mein Kind letztes Jahr. Vor einem Jahr wurden wir als Eltern aufgefordert, einen Finanzierungsvorschlag an die VB zu unterbreiten. Seit dann bezahle ich, weil die VB zwischenfinanziert hat.

Der Kindsvater ist der Meinung, dafür sollten die K-Alimente reichen, hat also nichts dazu beigetragen.

Nun wissen wir aber, dass er mir sogar bei den K-Alimenten nicht mal nach den richtigen teuerungsbedingten Ansätzen bezahlt... Da wurde ich bestätigt in meiner Vermutung, leider.
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Beitrag von tarzan » 05.05.2011 06:21

Hallo Delphia
Was ich halt noch immer nicht verstehe, ist, dass der Kanton nicht mehr übernimmt. Wie schon erwähnt, hat meine Schwester ein schwieriger Junge, welche von der Volksschule ausgeschlossen wurde. Es folgten Versuche im Internat usw. Dies hätte meine Schwester nie zahlen können, hätte sie es selbst zahlen müssen.

Die Alimenten müssen normalerweise der Teuerung angepasst werden, vorausgesetzt der Ex bekommt die Teuerung auch, bleibt sein Lohn gleich, kann man nichts machen. Du kannst die Indexanpassung 5 Jahre zurück einfordern.

Dies alles also ausserordentliche Kosten sowie der Index muss im Scheidungsurteil erwähnt sein, sonst kann man nichts machen.
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Beitrag von Delphia » 05.05.2011 11:13

Hi Tarzan

Der Kanton oder die öffentliche Hand springt ein, wenn die Eltern etwas in einer solchen Angelegenheit nicht finanzieren können. Zudem zahlen sie auch, wenn es eine angeordnete Massnahme (von der VB aus) ist. Da ich immer mitgearbeitet habe, gibt es keinen Grund eine solche Massnahme anzuordnen.

Die Teuerungsklausel ist drin im Scheidungsurteil. Er hat jeweils penibel genau etwas ausgerechnet und "grosszügigerweise" jeweils auf den nächsten Franken aufgerundet. Aus der Erfahrung mit dem Ausrechnen der Besuchsrechtstage (auch hier penibel genau) wusste ich, dass er da keine Fehler macht. Ich habe vertraut.

Ich werde jetzt nicht um diese knapp CHF 50 kämpfen... und dies mehrere Jahre zurück. Es geht um den grösseren Brocken vom letzten Jahr.

Alles klar? ;-)
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Beitrag von tarzan » 05.05.2011 11:30

meine Schwester arbeitet 70% Schicht auf dem Büro, sie verdient soviel wie ich bei meinem letzten 100% Bürojob. Der Junge hat ein Beistand bekommen. Aber bei ihr war nie die Rede davon, dass die alle Internatskosten tragen solle, wie auch, das würde gar nicht gehen.
Auch eine Privatschule kann sie nicht zahlen, sie kann sich nur daran beteiligen.
Ich denke man muss schon sehr gut verdienen, dass man sein Kind in eine Privatschule oder sonstige Einrichtung welche auf privater Basis sind, zahlen kann. Aber das ist in eurem Fall auch nicht so, zudem sind noch viele Kinder da wo ich auch tragen müsst.

Bist du dir ganz sicher, dass diese Kosten alle ihr als Eltern tragen müsst ? Die Situation bei deiner Tochter wird wohl auch nicht einfach so erfolgt sein, sondern wird ihre Gründe haben.
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Beitrag von tabida » 05.05.2011 12:31

tarzan hat geschrieben:Die Alimenten müssen normalerweise der Teuerung angepasst werden, vorausgesetzt der Ex bekommt die Teuerung auch, bleibt sein Lohn gleich, kann man nichts machen. Du kannst die Indexanpassung 5 Jahre zurück einfordern.

Dies alles also ausserordentliche Kosten sowie der Index muss im Scheidungsurteil erwähnt sein, sonst kann man nichts machen.
Das stimmt mindestens im Kanton Zürich nicht. Hier werden die Alimente der Teuerung angepasst, egal ob der Ex sie bekommt oder nicht. War bei uns wenigestens so. Begründung: Für das Kind wird alles teurer. Sie sind in dieser Beziehung bessergestellt wie Kinder die mit beiden Elternteilen zusammenleben.

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