Anpassung der Kinderalimente

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Delphia
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Anpassung der Kinderalimente

Beitrag von Delphia » 17.11.2010 12:21

Hallo zusammen

Ich stehe vor einem wichtigen Entscheid!

Bin von meinem ersten Mann seit über 13 Jahren getrennt und 12 Jahren geschieden. Kinderalimente wurden damals auf ein Einkommen von 4500 brutto (fingierter Lohn, angestellt während 2 Monate bei einem Kollegen zwecks niedrigem Lohnausweis) berechnet. Ich habe nie eine Alimentenanpassung verlangt. Seit die Kinder 12 sind, habe ich für sie je 100 pro Monat mehr Alimente erhalten gemäss Scheidungskonvention. Mein Ex-Mann verdiente vor gut 9 Jahren ein Salär in einem knapp fünfstelligen Betrag monatlich. Er arbeitet immer noch am gleichen Ort und ist in verantwortungsvoller Position.

Dieses Jahr war meine Tochter während vier Monate fremdplatziert und nun macht sie ein Bildungsjahr, in welchem sie zu sich selbst finden kann und parallel die Berufswahl ansteht. Bisher hat sich mein Ex-Mann geweigert 1 Rappen zu bezahlen. Lediglich die Kinderalimente hat er weiter überwiesen an die Vormundschaftsbehörde. Bei uns besteht eine Beistandschaft und die übernehmen die Zwischenfinanzierung. Ich habe bis jetzt die Kosten der Fremdplatzierung alleine getragen. Für das Bildungsjahr reicht meine Entschädigung bei weitem nicht. Ich bin nun gezwungen zu entscheiden:

Entweder die Finanzierung läuft weiter so und ich muss die Schuld abstottern

oder ich klage auf Alimentenanpassung.

Für das zweite Kind steht nun auch ein weiteres Schuljahr an, das bezahlt werden will.

Ich bin in der Entscheidungsfindung und komme noch nicht ganz klar...

Vielleicht helfen mir eure Tipps. ;-)
Delphia
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Probleme? nein! Herausforderungen: ja :-), manchmal aber völlig hoffnungslos...

aisha

Beitrag von aisha » 17.11.2010 14:04

hallo Delphia,

hast du mal mit der VB geredet?
Was steht in eurer Scheidungskonvention? Oft ist es so, dass zusätzliche Ausgaben hälftig geteilt werden müssen.
In der Praxis siehts dann halt oft anders aus.
Du hast ev. insofern schlechte Karten, da dein Ex offenbar seit 9 Jahren soviel verdient und du dich nicht gewehrt hast.

Aber hol mal juristischen Rat ein.

tarzan
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Beitrag von tarzan » 17.11.2010 16:29

Hallo Delphia

Wieviele Kinder hat er im gesamten ?

Und wieviel Prozent sind die jetzigen Alimenten zu seinem Einkommen ?

Ich weiss nicht wie das ist wenn man auf Erhöhung klagt, ob das überhaupt geht ?

Vielleicht macht es Sinn, ihm mal zu Schreiben und die Lage zu schildern und einen Vorschlag zu machen, was für Alimenten du dir vorstellst, bis zur Volljährigkeit.

Was steht im Scheidungurteil betreffend Mehrverdienst bei euch ?
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Delphia
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Beitrag von Delphia » 17.11.2010 17:17

Hallo zusammen
Das Vorgehen ist mit der VB abgesprochen. Wir haben ja eine Beistandschaft und diese untersteht der VB. Die VB könnte selbst klagen aber nur für die Ausgaben einer Fremdplatzierung nicht für Ausbildungskosten.

Ich habe mich nie gewehrt, das ist richtig. Dafür einige Male vor Gericht gestanden oder bei der VB zitiert worden, weil er wegen Belanglosigkeiten geklagt hatte. Ich habe auf den zusätzlichen Ärger verzichten wollen in den Jahren.

Wir haben zusammen zwei Kinder. In der Scheidungskonvention steht, dass Art. 276 Abs 3 ZGB vorzubehalten sei und Art. 277 Abs 2 ebenfalls. Also für die Ausbildung der Kinder kann eine Anpassung gemacht werden.

Selbstverständlich wird, bevor die Klage eingereicht wird, das Gespräch gesucht werden. Er hat zwar bei der VB bereits mitgeteilt, er werde nichts Zusätzliches beitragen.

Mal sehen.
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