Alimentenzahlung bei aufteilen der Kinder

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hexe22
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Alimentenzahlung bei aufteilen der Kinder

Beitrag von hexe22 » 26.09.2010 21:59

Die Kinder meines Partners sind 14 und 16 Jahre, der Sohn wurde von der Mutter rausgeschmissen und lebt nun beim Vater. Sie will nun mehr Alimente für die Tochter, kann sie dies fordern obwohl der Vater den 16 jährigen bei sich aufgenommen hat? Sie meint er verdiene jetzt mehr als bei der Scheidung und das sähe schlecht für ihn aus. Oder sind die Alimente jetzt fertig da sie die Kinder aufgeteilt haben. Sie Arbeitet 50 Prozent und will nicht mehr arbeiten.

tarzan
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Beitrag von tarzan » 27.09.2010 10:46

Hallo hexe
Ist der Sohn denn bei euch resp. deinem Partner angemeldet ?
Oder ist das nur vorüber gehend ?
Die Alimenten sind nicht zwingend fertig. Es kann durchaus sein,
dass er Alimenten zahlen muss obwohl jeder ein Kind hat.
Er hat sicher ein Scheidungsurteil, dies muss abgeändert werden.
Wenn der Sohn offiziell beim Vater lebt, wird die Mutter gegenüber
dem nicht in ihrem Haushalt lebenden Kind, alimentenpflichtig.

Kommt es zu einem Gerichtsfall, so wird ihr, aufgrund des Alters
ev. einen grösseren Verdienst wie ihr jetziger angerechnet.

Die heutige Gerichtspraxis ist so, dass ab Alter 16 normalerweise
bei der Mutter ein 100% Einkommen angerechnet wird. Natürlich
gibt es auch Ausnahmen.

Es muss eine Lösung gefunden werden, entweder sie einigen sich irgendwie, oder es bleibt nichts anderes übrig, als der Gang zum Gericht.
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aisha

Beitrag von aisha » 27.09.2010 12:08

hallo hexe,

bei uns war eine ähnliche Situation, ein Kind hielt es nicht mehr aus bei der Mutter und zog zu uns.
Mein Partner hat daraufhin nur noch Alimente für das andere Kind dort bezahlt.
Die Ex wollte daraufhin auch, dass die Alimente für das "übriggebliebene " Kind bei ihr erhöht wird. Sie ist damit bereits bei ihrem Anwalt abgeblitzt.

Es ist , wie tarzan schreibt. An und für sich, müsste die Mutter nun Unterhalt für den Sohn bei euch bezahlen.
Man könnte sich aber auch darauf einigen, dass der Vater keinen Unterhalt mehr für die Tochter bezahlt, da er ja für den Sohn aufkommt, der bei euch lebt.

Ich hoffe, dass bei euch die Ex kooperativer ist. wir haben auf einen Gang vor Gericht verzichtet, des lieben Friedens Willen. Mein Partner kommt nach wie vor für beide Kinder auf, die Ex bezahlt keinen Rapen. Im Gegenteil, sie findet sogar, dass sie Anrecht auf "Logisgeld" habe, da der Sohn noch bei ihr wohnt. Mein Parnter bezahtl ihm die Alimente direkt aus, da er volljährig ist.

Ich hoffe, ihr könnt das am runden Tisch lösen, sonst wird euch leider nur der Gang ans Gericht bleiben.

tarzan
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Beitrag von tarzan » 27.09.2010 13:41

aisha es kommt immer etwas drauf an was beide Parteien verdienen.
Es kann durchaus sein, dass der Mann trotz dessen das er ein Kind bei sich wohnend hat, für das andere zahlen muss.

Ich kenne ein paar wenige Fälle, wo die Kinder beim Vater sind, keiner erhält von ihren Ex-Frauen Unterhalt. Als einer zur Alimentenbevorschussung ging, heisst es, er würd zuviel verdienen.

Was sicher fair wäre, falls es das überhaupt gibt, ist, dass er für die Tochter viel weniger zahlen muss.

Je nach Höhe der Alimenten lohnt sich der Gang zum Anwalt.

Ich würde dir Hexe empfehlen, einen unentgeltliche Rechtsauskunft zu konsultieren.
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Nin
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Beitrag von Nin » 27.09.2010 14:56

Bei meinem Partner leben die Kinder (inzwischen volljährig) getrennt, also eines bei der Mutter, eines beim Vater. Jeder ist finanziell für ein Kind zuständig. Da er abre zur Zeit der scheidung etwas mehr verdiente, werden die ausserordentlichen Kosten (Studienreisen, Kieferorthopäde) der Tochter aufgeteilt und er übernimmt auch einen Teil ihrer Aktivitäten finanziell. Sie übernimmt nichts weiter für den Sohn. Keiner zahlt Alimente.
Nicht Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein.

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Beitrag von hexe22 » 27.09.2010 19:02

Ich möchte Euch mal allen im Voraus danken für die prompte Antwort. Also die Ex ist der Meinung, da er ja jetzt viel mehr verdient als während der Scheidung müsse er neu, falls es zur Berechnung kommt 17 Prozent von seinem Einkommen für die Tochter bezahlen. Sie will nun über 2000 Fr plus 80 Prozent von den noch anfallenden Kosten. Also Zahnarzt, Brille Skiausrüstung Velo ect. Er komme so ja noch gut weg. Meint sie. Das Ex- Zimmer wurde bereits aufgelöst und ist nun ein Büro. Zusagen ist, dass der Sohn noch nicht angemeldet ist, da er im gleichen Ort wohnt.

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Beitrag von tarzan » 27.09.2010 19:15

hexe, ich würde euch raten, dass der Sohn sich zu euch ummeldet.
Auch innerhalb der Gemeinde muss man das machen.
Das hat sicher steuertechnisch für dein Partner Vorteile (Abzüge) und
der Fall ist dann einfach klarer.
So könnt ihr immer beweisen, dass er auch tatsächlich bei euch/ihm lebt.
Würd ich unbedingt machen !

Alimenten zu erhöhen ist meines Wissens nicht so einfach.
Ich würde an eurer Stelle, sofern ihr keine Lösung mit der Mutter findet, die Alimenten für die Tochter mal auf die Seite legen.

Es ist meist so, dass die Mütter das Gefühl haben, ihre Ex-Männer leben in Saus und Braus, vorallem wenn eine Freundin vorhanden ist, und die Väter haben meist das Gefühl, dass sie zuviel Alimenten zahlen.

Am besten ihr lässt euch rechtlich beraten.

Ihr hoffe für euch, dass ihr mit der Ex eine Lösung findet.
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aisha

Beitrag von aisha » 27.09.2010 19:44

also tarzan, da wäre ich sehr vorsichtig mit dem zurücklegen der Alimente! Der Anwalt meines Partners hat ihm damals dringend empfohlen, die Alimente einfach mal weiterzuzahlen, bis es zu einer Einigung kommt.
Der Ex hat man aber auch klipp und klar gesagt, dass das Kind, das bei uns leben wollte, 2 Monate oder so Bedenkzeit hat, ob es nicht doch wieder zur Mutter wolle... wenn nicht, muss die Mutter die zuviel bezahlten Alimente dem Vater zurückerstatten.
Das Kind wollte definitiv nicht mehr zurück, die Mutter wurde verpflichtet, das Geld zurückzuerstatten.

Ich würde hexe auch raten, den Sohn so rasch als möglich umzumelden, eben genau wegen der Steuern! Wenn dein Partner nämlich mit einem Kind zusammenlebt, fällt er steuerlich in den Verheiratetentarif. Das macht gerade bei höheren Einkommen doch sehr viel aus!!

Und ich denke auch, dass Unterhaltszahlungen im Nachhinein nicht mehr einfach abgeändert werden können, auch wenn der Mann unterdessen mehr verdient.

Wisst ihr, was mich traurig und wütend macht? Dass offenbar bei so vielen Scheidungsmüttern das Geld über die Kinder definiert wird. Es kommt mir dann so vor, als haben diese Kinder quasi einen Marktwert.
Bei "unserer" Ex war es halb so schlimm, dass das Kind weglief, daran nagte nur die Ehre, nein, sie teilte dem Kind auch knallhart mit, wenn es nicht zurückkäme, wieviel Geld sie dann verlieren würde!!!!!!!!

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Beitrag von hexe22 » 27.09.2010 20:40

Ja Ummeldung dies soll mein Partner so schnell als möglich machen. Ja ich finde es tragisch, wie manche das Gefühl haben sie können das Weggli und den Batzen haben, die Kinder unter Druck setzen, wenn Papi weniger Alimente bezahlt, muss Mami mehr arbeiten usw. Ich finde es tragisch. Auch den Kindern zu sagen sie konnte keine Karriere machen ect. der Frust scheint gross zu sein.

tarzan
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Beitrag von tarzan » 28.09.2010 09:36

Hallo hexe

Bei einer Scheidung gibt es keine Gewinner, es ist für alle ein Mist.
Am meisten wohl für die Kinder.
Finanziell müssen meist beide den Gürtel enger schnallen.
Das beste aus finanzieller Sicht, was passieren kann, ist, einen neuen
Partner zu finden, wo bereit ist, Unterstützung zu bieten, sei die finanzieller Natur oder in Sachen Kinderbetreuung.

Wünsche euch alles Gute.
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