volljähr. Tochter lebt beim Vater/Anpassung Existenzminimum?

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Leo
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volljähr. Tochter lebt beim Vater/Anpassung Existenzminimum?

Beitrag von Leo » 25.08.2010 11:57

Hallo zusammen,
mein Lebensgefährte hat 3 Kinder. Die volljährige Tochter möchte nun nicht mehr bei der Mutter sondern beim ihm bzw. uns wohnen. Nun wurde bisher sein Existenzminimun für ihn alleine berechnet, Mietkosten wurden um 150 CHF tiefer angesetzt, da er mit mir im Konkubinat lebt. Wird sein Existenzminimum nach oben korrigiert, wenn die Tochter zu uns zieht? Wir benötigen ja eine grössere Wohnung, die dann auch mehr kostet. Oder muss das alles mit dem Unterhalt für seine Tochter geregelt werden?

Danke für Eure Hilfe.

tarzan
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Beitrag von tarzan » 25.08.2010 13:09

hallo Leo
Wenn die Tochter zu euch zieht, muss er kein Unterhalt mehr zahlen, resp. sie bekommt bei euch Kost und Logis, im Gegenzug wird die Mutter Unterhaltspflichtig. Die Tochter soll mit der Mutter zusammen sitzen und schauen wie weit sie ihre Tochter finanziell unterstützen kann.
Der Resten müsst ihr wohl übernehmen da sie noch Schülerin ist. Würd ihr aber ans Herz legen, während den Sommerferien arbeiten zu gehen, mit 19 kann man dass erwarten. Zudem soll sie sich in Bescheidenheit üben solange sie kein Eigeneinkommen hat.
Zudem wird sie sicher bald aus der Schule kommen oder nicht ? Rein vom Alter her, hätte sie mit 19 die Matur erreicht.

Wie sich das mit dem Existenzminimum verhält weiss ich leider nicht, ich denke es gibt eine Neuberechnung. Am besten mal auf der Gemeinde nachfragen. Ich würd dem Umzug auch schriftlich festhalten, so eine Art Bestätigung oder ähnliches und all ihre Post umleiten sowie auf der Gemeinde die Tochter ummelden, resp. sie sich selbst.
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Leo
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Beitrag von Leo » 25.08.2010 14:39

Hallo Tarzan,
jetzt bin ich verwirrt. Wieso auf der Gemeinde nachfragen? Ich dachte diese Berechnung des Existenzminimums läuft komplett über Anwalt bzw. Gericht? Haben die dort offizielle Werte vorliegen?

Mein Freund zahlt ja dann keinen Unterhalt mehr für die Tochter, was ja dann bedeutet, dass der Unterhalt den er bisher der Mutter für sie gezahlt hat, nun einfach bei ihm bleibt oder? Das wäre ja dann die Erfüllung der Unterhaltspflicht durch die Mutter oder?

zimet
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liebe leo

Beitrag von zimet » 25.08.2010 19:15

ich habe deine postings gelesen und ich würde folgendes vorschlagen - vergessten den anwalt und versucht einen mediator oder eine mediatorin zu finden, die das anwaltspatent hat oder zumindest sehr versiert im recht ist.

mir scheint nämlich, dass da einiges nicht stimmt bei euch.

wenn die 19-jährige tochter bei euch wohnt, dann wird die mutter bis zum ende der erstausbildung sehr wohl alimentenpflichtig, ihr sorgt ja schliesslich für unterkunft, verpflegung und alles weitere....und je nach ausbildung ist das mit dem dazuverdienen nicht immer so einfach, stellen hat es auch nicht wie sand am meer.

dazu kommt, dass das jüngste kind über 10 ist und dann ja auch nicht mehr 3 kinder im haushalt leben, eine ca. 50% arbeit könnte die frau also schon annehmen.......je nach erfahrung und ausbildung halt auch nicht einfach.

noch etwas; es ist hart wenn sich paare so trennen, aber dein freund hat eine grosse mitschuld an der geschichte, so lange er sich nicht klar positioniert wird das nicht besser!
unsere patchworkdecke verfilzt immer mehr und wir geniessen es sehr, auch wenn die Grosse nun eigene Wege geht...Mutterherz lass los ;-)

tarzan
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Beitrag von tarzan » 26.08.2010 07:56

Leo

Ja, wie schon geschrieben, wenn die Tochter bei euch lebt, muss er keinen Unterhalt mehr bezahlen. Die Tochter ist volljährig, so muss sie von der Mutter Unterhalt fordern. Das wird auch so von den Aemtern erwartet.
Im Rahmen ihrer fin. Möglichkeiten.

Zimet hat recht, es ist einiges unklar bei euch und eine klare Regelung wäre angebracht.

Mediator/in ist eine gute Sache, aber auch dort gibt es schwarze Schafe.
Erkundige dich mal im Internet oder frag auf der Gemeinde oder ähnlichem nach, ob sie dir jemand empfehlen können.
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Leo
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Beitrag von Leo » 26.08.2010 08:02

Ja, da mit dem klar positionieren gebe ich Dir absolut recht. Er lässt sich leider immer noch bergeweise Schuldgefühle einreden. Sicher trägt er mit Schuld am Scheitern der Ehe, aber da gehören doch immer zwei dazu und ausserdem muss man doch nach vorne schauen. Sie haben sich ja im gegenseitigen Einverständnis getrennt, nachdem 2 neue Versuche gescheitert sind. Aber langsam aber sicher wird er selbstbewusster und deutlicher.

Hast Du einen Tipp, wo man einen solchen Mediator findet? Wobei ich da nicht ganz überzeugt bin. Seine Noch-Frau fängt ja nun schon an, ihm das Futtergeld für die gemeinsamen Hunde aufzurechnen.......... ich glaube eher, dass die beiden nur mit zwei getrennten Anwälten zu einer Eingigung kommen.....

tarzan
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Beitrag von tarzan » 26.08.2010 14:57

schau mal unter www.anwaltvergleich.ch oder im google mit dem Stichwort Mediator und euer wohnort oder der nächste grössere Wohnort.
Oder im Telefonbuch
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