Haus und Scheidung - welche Lösung würdet Ihr wählen?

Ist alles richtig geregelt?
val
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Haus und Scheidung - welche Lösung würdet Ihr wählen?

Beitrag von val » 02.03.2010 20:17

Hallo zusammen

Übermorgen habe ich Gerichtstermin. Meine Nerven beginnen zu flattern.
:p050: :p050: :p050: :p050: :p050:

Wir haben beide keinen Anwalt und eigentlich geht es nur um das Haus, das wir zusammen haben. Mein Mann hat Eigenkapital drin, ich wohne mit meinen Kindern aus erster Ehe drin und bezahle Hypothek etc.

Eigentlich wäre mir am liebsten gewesen mein Mann übernimmt das Haus, doch er kann es finanziell nicht tragen und will es auch nicht haben.

Wir haben versucht das Haus zu verkaufen, zuerst auf eigene Faust und mittlerweile über einen Makler, doch leider ist das Interesse bis jetzt gleich Null.

Mein Mann möchte, dass alles so bleibt wie es ist, d.h. wir bleiben zu je 50% Miteigentümer, ich wohne im Haus und bezahle alles, er hat die zweite Doppelgarage zur freien Verfügung. Wenn ich dann mal verkaufen will wenn die Kinder ausziehen, oder er jemand findet der mit ihm zusammen das Haus übernimmt, schauen wir wieder weiter. Sein Ziel ist, dass er irgendwann sein gesamtes Eigenkapital das er reingesteckt hat wieder zurückbekommt.

Ich möchte gerne reinen Tisch machen und sämtliche Verstrickungen zwischen uns auflösen. Das heisst ich übernehme das Haus alleine und bezahle ihn mit meiner Pensionskasse aus. Dann ist ein für alle Mal alles geklärt und was immer ich später mit dem Haus machen will, ist allein meine Sache.

Ich laufe dann auch nicht Gefahr, dass er mir in den nächsten Jahren doch plötzlich das Leben wieder schwer macht, Zins für sein Geld verlangt, in seiner Garage plötzlich zu werkeln beginnt und jedes Wochenende hier ist, mir nachspioniert etc... Im Moment haben wir ein gutes Verhältnis, doch aus den Erfahrungen in der Vergangenheit trau ich ihm nicht wirklich über den Weg.

Ich bin hin und her gerissen was ich nun vor Gericht sagen soll. Die Lösung alles so lassen wie es ist ist verlockend, da wir dann schneller geschieden sind und ich die nächsten Jahre einigermassen Ruhe haben werde, die Kinder hier die Schule und Ausbildung machen können und ich dann wieder schauen kann wie's nun weitergehen soll. Aber eben, wir sind immer noch verbunden über dieses Haus und was immer ich damit tue geht ihn auch an.

Die Lösung mit der Pensionskasse lädt mir eine ziemliche Verantwortung auf den Buckel, denn meine Altersvorsorge geht flöten und von jetzt an heisst es "Gring abe u seckle", wenn ich dieses Loch wieder stopfen will. Ich traue mir das zu, arbeite gerne und sehe da auch nicht ein grosses Problem, aber trotzdem. Was, wenn mir etwas zustösst? Wenn ich krank werde? Dann sitze ich hier in meinem Haus, habe keine Infrastruktur und die Kinder sind dann wohl ausgezogen. Gut, ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber diese Gedanken mach ich mir halt schon.

Auf der anderen Seite wäre die Zeit in der die Kinder noch bei mir und in Ausbildung sind geregelt, ich muss nicht damit rechnen, hier plötzlich ausziehen zu müssen, wir hätten ein Umfeld das wirklich gut ist und wir alle kämen zur Ruhe. Ich könnte dieses Kapitel meiner zweiten Ehe endlich und endgültig abschliessen und wir könnten auf ganz neutralem Boden weitermachen.

Wie würdet Ihr entscheiden? Welchen Weg würdet Ihr einschlagen? So ganz spontan und vom "Schiff aus"?

Ich wäre froh um Eure Meinung.

Liebe Grüsse
eine sehr nervöse Val
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aisha

Beitrag von aisha » 02.03.2010 20:27

liebe val,

ganz spontan...ich würde reinen Tisch machen, wenn es denn finanziell für dich machbar ist.

so kann er dich nie für irgendwas verantwortlich machen, oder wie du sagst, Zinsen verlangen...

Meine Scheidung ging unter anderem solange, weil mein Ex alles blockierte, was das Haus betraf...ich war zwar finanziell gesehen Alleineigentümerin, aber er erzwang damals leider eine Miteigentümerschaft im Grundbuch, und das wurde mir zum Verhängnis...

darum, wenn möglich reinen Tisch.

Ich drück dir jedenfalls ganz fest die Daumen !!!

alles Liebe
Aisha

Anita

Beitrag von Anita » 02.03.2010 20:29

hallo val

gefühlsmässig würde ich es wohl auch machen mit dem übernehmen - eben wegen der beständigkeit für die kinder.
vernuftsmässig würde ich es mir aber auch gut überlegen, wenn du schon jetzt sagst, dass es sich nicht gut verkaufen lässt.
wie zuversichtlich ist der markler, dass er jemand findet?

ohje und nun ists es übermorgen schon so weit.... :roll:
ich überlege gerade, wer dir da am besten raten könnte....
was sagt die bank zur übernahme mit de PK? freude haben die daran ja auch nicht und gehen solche deals nur ungerne ein - oder?

vielleicht würde ich es so lassen wie es ist - mit dem ziel in einem jahr nochmals zu schauen wo ich stehe. dann geht halt nicht alles aufs mal, aber doch schon ganz schön viel übermorgen ;)

*damendrück* für den richtigen entscheid....

ich bewundere dich immer wieder für deine stärke und bin mir sicher - du schaffst einfach alles :D

lg
anita

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Nin
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Beitrag von Nin » 02.03.2010 21:20

Auch ich würde reinen Tisch machen und durchaus die Pensionskasse investieren.

Jetzt scheint kein günstiger Zeitpunkt zu sein, das Haus zu verkaufen. Der Wertzuwachs ist also noch sehr gering oder sogar null. Wenn dein Mann Miteigentümer bleibt und das Haus an Wert gewinnt, kann er eines Tages, wenn du ihn auszahlen willst, diesen Wertzuwachs zur Hälfte verlangen. Sei also sehr vorsichtig!!!! Mein Anwalt war entsetzt, als ich erklärt habe, dass ich auf den Wertzuwachs verzichte, weil ich möchte dass der Vater meiner Kinder das Haus, in dem sie gerne sind, behalten kann. Sobald dein Ex mit einem Anwalt redet, wird er ihn darauf hinweisen!

Ja, deine Alterversorgung wird belastet. Aber zur Zeit wäre es auch, nach dem, was du gesagt hast, schwierig, das Haus zu verkaufen. Das kann sich aber ändern. Und wenn du merkst, dass es für dich im Alter zu knapp wirst, kannst du das Haus auch dann noch verkaufen, wenn die Kinder "aus dem Gröbsten" raus sind - und bis dahin haben sie einige Jahre Stablität in einer schwiereigen Zeit, und auch das ist viel Wert.

Da ich auch, zum Glück, finanziell unabhängig bin, wäre meine Entscheidung sicher so.

Noch etwas hat mich neulich sehr zum Denken gebracht: jetzt leben von meinem Einkommen drei Personen. Später aber muss nur ich davon leben - und ja, auch wenn die Miete gleich bliebe, für mich allein brauche ich viel weniger. Oft wird ein Haus ja auch nach ein paar Jahren billiger, je nachdem, wie die Finanzierung aussieht.

Und viel Kraft für morgen!
Nicht Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein.

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Beitrag von Delphia » 03.03.2010 12:21

Liebe Val

Ich würde auch reinen Tisch machen.

Zum Hinweis von Anita bezüglich der PK-Auszahlung und dass die Bank, das nicht so gerne haben könnte: Als Vermögensverwalterin hätte ich in einem solchen Fall so entschieden:

1. Verhältnis monatliche Belastung / Einkommen => Tragbarkeit?
2. Wie waren die Ratenzahlungen bis anhin? Pünktlich?
3. Ist die Kundin offen und ehrlich? Präsentiert alle verlangten Unterlagen ohne Widerstand?
4. Kenne ich die familiäre Situation? Hat diese einen Einfluss auf die Kreditvergabe im Sinne von: die Frau könnte es alleine nicht schaffen, usw.
5. Wie sieht die finanzielle Planung/Budget der Frau aus?
6. Stellt die jetzige Lösung für uns als Bank ein Risikofaktor dar?
7. Was ist für uns als Bank besser, wenn wir nur die Frau als Verhandlungspartner haben oder beide oder nur den Mann?

Du wirst bei der Bank glaubhaft machen müssen, dass Du das Haus halten kannst und allenfalls noch tragen kannst, falls irgendwelche Reparaturen, usw. anfallen. Das kann ich ohne Unterlagen nicht entscheiden.

Ich kenne Dich nicht Val, aber wenn das Haus sich momentan nicht verkaufen lässt, dann liegt es wohl an der Wirtschaftslage. Ich gehe davon aus, dass das Haus noch in gutem Zustand ist (keine Renovationen stehen an, usw.?). Zudem ist es so, wie Nin sagt, die Kinder werden nach ihrer Ausbildung auch nicht mehr zu Deinen Lasten fallen. Also wirst Du in einer sichereren finanziellen Lage kommen. Deine Gesundheit hat Dich bisher nicht wirklich im Stich gelassen. Glaube daran, dass es so weiter geht.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen. Viel Glück!
Delphia
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Beitrag von tarzan » 03.03.2010 14:44

hallo Val

Ich würd, falls möglich, auch reinen Tisch machen. Wenn ihr jetzt gut auskommt, heisst das noch lange nicht, dass es so bleibt.

Ich persönlich denke nicht, dass der harzige Hausverkauf auf die Wirtschaftslage zurück zu führen ist. Die Hypozinsen sind sehr tief im Moment, ich denke es hat genug Leute, welche Eigentum erwerben möchten.
Vielleicht liegt es eher an der Lage, oder am Preis ?

Heute ist es leider nicht mehr so, dass man den bezahlten Preis bekommt, es kann durchaus sein, dass man Abstriche machen muss.

Wie sieht es aus, wenn ihr das Haus vermieten würdet ? Jedoch ist dies, wenn man PK-Gelder drin hat, eigentlich auch nicht erlaubt.

Ich denke die Banken sind bezüglich dem Vorbezug von PK-Geldern offener geworden. Es war früher so, dass sie das nicht so gerne gesehen haben, jedoch werden heute soviele Häuser mit PK-Gelder gekauft, dass das gängig geworden ist.

Ich frage mich auch, ob du alleine das Haus halten kannst ?

wenn es Dir noch reicht, konsultiere doch ein Anwalt. Ihr hättet euch, oder zumindest du, dich unbedingt beraten lassen sollen.

So habe ich den Eindruck, geht ihr etwas unvorbereitet zum Gerichtstermin.

Grüsse
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Beitrag von val » 03.03.2010 19:31

Hallo

Vielen Dank für Euer Feedback. Es ist mir wichtig und es hilft mir auch, klarer zu sehen.

Mit der Bank habe ich gesprochen. Die macht mit. Da ich bis jetzt alles immer pünktlich bezahlt habe trauen sie mir weiterhin zu, dass ich das Haus halten kann. Und vom Budget her geht es schon.

Das Argument betreffend Kinder, dass sie nun Ruhe bekommen hat viel Gewicht. Ich glaube das haben sie mehr als nur verdient nach allem was sie in den letzten Jahren durchmachten.

Ich weiss ich hätte zum Anwalt gehen sollen. Und ich weiss auch ich bin etwas spät dran, aber ich wollte es ohne Anwalt machen, und ich wusste einfach lange nicht was ich wirklich will. Darum bin ich nun am hypern. Bin selber schuld, ich weiss.

Danke vielmals Euch allen. Ich werde mich melden wenn der Termin vorbei ist.

Liebe Grüsse
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Beitrag von Delphia » 03.03.2010 20:25

Liebe Val

Nix selber Schuld... Manchmal ist es auch ohne Anwälte besser, je nach Anwalt...

Viel Glück und lass hören...

Liebe Grüsse
Delphia
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Beitrag von Nin » 03.03.2010 22:15

Val, es ist wahrscheinlich allein schon deswegen besser, keinen Anwalt zu haben, weil dadurch dein Ex keinen hat - und also vielleicht gar nicht auf gewisse Ideen kommt, wie man aus dem Haus Profit schlagen kann.

Ein Beispiel: Mein Freund hat seine Ex für das Haus voll ausgezahlt (Eigenkapital + Wertzuwachs). Aber desweiteren ist in seinem Scheidungsvertrag eine Klausel, dass, wenn er in den zehn Jahren nach der Scheidung das Haus verkauft und dann noch mehr dafür bekommt als für ihren Wertzuwachs errechnet worden ist, sie einen Prozentsatz vn diesem Gewinn bekommt. Der Prozentsatz ist degressiv.
Ich wäre nie auf so einen Gedanken gekommen - aber mein Anwalt hat mir das Gleiche vorgeschlagen, vor allem, weil ich auf den Wertzuwachs verzichtet habe. Und er hat es mir dann auch gut erklärt: ich gehe Kompromisse ein, damit das Haus den Kindern erhalten bleibt. Und nicht, damit mein Ex es kurz nach der Scheidung mit hohem Gewinn verkauft (in unserem Fall wäre das möglich). Das hat mich überzeugt, auch so eine Klausel zu wollen.

Ihr habt keinen Anwalt, niemand macht deinem Mann solche Vorschläge.... und das ist auch gut so! Versuch, ihn aus allem herauszukriegen, solane ihr euch gut versteht. Das kann sich wieder ändern, vor allem, wenn er eine neue Partnerin hat, die (dann ja auch mit einem gewissen Recht) nicht einsieht, warum sein Geld in einem Haus mit seiner Ex steckt...

Also: vielleicht ist es sogar besser, keinen Anwalt zu haben!
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Beitrag von tarzan » 04.03.2010 07:56

Hallo val

Ich sehe das anders, um solche Tipps zu geben, muss man nicht unbedingt Anwalt sein. Ich würd mal davon ausgehen, dass dein Ex
mehr weiss, wie du vermutest.

Zumindest eine Beratung beim Anwalt wäre unumgänglich gewesen,
es gibt ja soviel zu beachten bei einer Scheidung, wo man je nach
dem gar nicht dran denkt. Es fehlt einem doch auch an Erfahrung.

Wünsche Dir gutes Gelingen beim Termin.
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Beitrag von val » 04.03.2010 09:53

Hallo Tarzan

Die Entscheidung keinen Anwalt zu nehmen war eine ganz bewusste. Grundsätzlich stelle ich ja keine Forderungen an meinen Mann, er ist es, der Geld im Haus hat und es allenfalls verliert wenn das Haus schlecht verkauft wird oder was auch immer. Ich würde ihm das Haus morgen schon überlassen, wenn er es denn haben wollte.

Also habe ich mir gesagt ich reiche dies Scheidung ein ohne Anwalt. Wenn mein Mann dann mit Geschütz auffährt und wie beim Eheschutz unglaubliche Forderungen stellt (beim Eheschutz hatten wir beide einen Anwalt und er kam mit seinen Forderungen nicht durch), habe ich immer noch die Möglichkeit mir Hilfe zu holen. Aber grundsätzlich will ich ihm signalisieren: Ich will sauberen Tisch und die Scheidung, aber ich komm in Frieden und will nichts aus Dir rauspressen.

Wir haben keine gemeinsamen Kinder, waren nur 10 Monate verheiratet. Unterhalt, PK-Ausgleich ist alles kein Thema. Es geht einzig und allein um dieses Haus. Das denke ich sollte wir doch irgendwie alleine hinkriegen?

Nun, wie auch immer. Der Termin ist heute Nachmittag, ich habe keinen Anwalt und ich gehe da jetzt einfach mal hin. Vielleicht drehen sie mich durch den Fleischwolf und vielleicht auch nicht. Es ist nun zu spät um zu sagen hätte ich doch. Ich habe nicht und nun muss ich das beste daraus machen.

Liebe Grüsse Val
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Beitrag von Delphia » 04.03.2010 11:14

Liebe Val

Du hast eine gesunde Einstellung!

Viel Glück!

Liebe Grüsse
Delphia
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Beitrag von tarzan » 04.03.2010 17:00

Hallo Val

Wir warten ja alle gespannt auf dein Feedback.

Ja, klar geht es auch ohne Anwalt. Aber ich wäre aus informativen Gründen schon gegangen. Mal zum hochen wie denn das bei gemeinsamen Eigentum so abläuft, um zu erfahren, was es für Möglichkeiten gibt.

grüsse
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Beitrag von val » 04.03.2010 20:18

Hallo zusammen

Der Termin ist durch und es lief nicht schlecht.

Im Moment läuft noch der Vertrag mit dem Makler. Den lassen wir laufen. Wenn er abläuft und das Haus nicht verkauft wurde, dann werde ich es übernehmen. Werde meine Pensionskasse ausräumen und damit meinen Mann auszahlen. Die Differenz die danach noch bleibt bis zur Totalsumme seiner eingebrachten Eigenmittel wird halbiert, diese Hälfte muss ich als zinsloses Darlehen innert 3 Jahren abzahlen.

Auf alles andere wird verzichtet. Kein Unterhalt, Kein Pensionskassenausgleich (wäre wohl zugunsten meines Mannes ausgefallen, da ich mehr verdient habe während unserer Ehedauer als er).

Wird das Haus durch den Makler verkauft, dann löst sich das Problem sowieso. Mein Mann bekäme dann seine gesamten Eigenmittel zurück, ich müsste keine Pensionskasse ausräumen und auch sonst nichts abstottern. Aber das Haus wär dann natürlich auch weg und die Kinder und ich müssten ausziehen.

Ich denke so ist das ist fair. Klar hätte ich gerne auf die 10'000 die ich nun noch abstottern muss, verzichtet. Vielleicht hätte ich das auch erreicht, wenn ich einen Anwalt genommen hätte. Aber der hätte mich vielleicht auch so viel gekostet und es hätte ein endloses Hick-Hack gegeben. Wenn wir das so auf die Reihe bringen, dann ist das für mich ok. Vom Richter hatte ich einen sehr guten Eindruck, man konnte gut mit ihm reden und er ging auf beide Seiten ein.

Jetzt habe ich ein Jahrhundertkopfweh und sehe kaum was ich schreibe, weil es vor meinen Augen flimmert. Stand unter ziemlicher Spannung die letzten Tage und Wochen. Bin unheimlich froh ist das nun mal über die Bühne.

Übrigens gilt die zweimonatige Bedenkzeit nach dem Urteil nicht mehr. Sobald die Konvention von beiden unterschrieben und vom Richter abgesegnet ist, sind wir geschieden. Das ist doch was.

Ich danke Euch für's Daumen drücken!

Liebe Grüsse
Val
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Beitrag von Arabella » 04.03.2010 20:27

Hej Val, das klingt doch super! Schön für dich, dass eine lange Geschichte ein Ende nimmt. Schlaf gut und erwach morgen ohne Kopfweh mit einem riesigen Gefühl der Erleichterung - das wünsch ich dir!

Arabella (hat lange nichts von sich hören lassen....)
Habe fünf Kinder im Alter von 19,17,15,13 und 11. Die drei Grossen sind von meinem Mann aus erster Ehe. Die beiden Kleinen sind Gemeinsame. (Fast) alle leben seit über 10 Jahren bei uns - und das find ich toll!
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