Bin ich SEINE Frau oder nicht?

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Buchenholz
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Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von Buchenholz » 07.07.2014 16:59

Zitat von Patchstift:
Ich habe aber auch absolut nicht das Gefühl, für meinen Partner, nicht den richtigen Stellenwert zu haben! Das macht eher die Gesellschaft... Sie war halt seine Ehefrau und als Ex. bleibt sie irgendwie “seine Frau“ eine andere hat er ja nicht…und logisch, die Mutter seines Kindes. Und da wir keine eigenen haben, muss mit mir ja was nicht stimmen. Ergo bin ich schuld an der Situation. Auch wenn’s eigentlich ganz normal ist, in dieser Situation….

Diese Aussage hat mich gerade irritiert und zu dieser Frage angeregt. Wie ist das bei euch? Mir ist klar, bei vielen von euch stellt sich die Frage gar nicht, weil ihr entweder keinen Mann (mehr) oder ein völlig neues Umfeld habt.

Aber gibt's unter euch welche, die immer noch das Gefühl haben, das Umfeld nimmt immer noch die Ex-Frau als eigentliche Ehepartnerin wahr?

Also bei uns ist das definitiv nicht so. Wer meinen Partner und seine Ex-Frau noch als Paar kannten, der kann absolut nachvollziehen, dass er sich von dieser Frau getrennt hat. Alle Kollegen, die mein Partner bis heute kennt und trifft, haben sich auch von ihr getrennt. Mit ihr will niemand zu tun haben. Es freut eigentlich alle, dass er eine neue Partnerin hat.


Wie erlebt ihr das?

carlotta37
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von carlotta37 » 07.07.2014 18:34

Liebe Buchenholz,

ich habe das auch nie so erlebt, dass ich im Schatten einer "Ex" stand.

Mein Ex-Mann hatte ja schon ein Kind, als wir geheiratet haben. Seine Familie war aber gegen diese Beziehung gewesen, insofern war ich da sehr willkommen. Und an unserem damaligen Wohnort kannte kaum jemand sie. Worunter ich damals gelitten haben, waren seine Lügen....Ich habe lange nichts von diesem Kind gewusst, erst als ich selber schon schwanger war....

Mein Freund hat in einer 15 Jahre langen Beziehung gelebt, die aber kinderlos war. Er hat sich 3 Jahre vor unserem Kennenlernen getrennt. Sein Freundeskreis hat sich damals verändert. Zwar ist die Beziehung nicht im Streit auseinander gegangen, aber nach 15 Jahren ist das doch ein enormer Schritt und er hatte ihr gegenüber lange ein schlechtes Gewissen, da er die Entscheidung getroffen hat. Aus Rücksicht auf sie sind sie sich einfach aus dem Weg gegangen. Die gemeinsamen Freunde, die geblieben sind, haben mich nie spüren lassen, ich wäre nicht willkommen.
Was mir manchmal zu schaffen gemacht hat, war das Wissen darum, dass er mit dieser Frau eine Wohnung geteilt hat und sehr viele schöne Jahre mit vielen besonderen Erlebnissen. Vieles davon war und ist mit mir nicht möglich, da ich durch die Kinder immer gebunden war. Aber letztlich neige ich nicht zu Eifersucht und ausserdem hatte er ja diese Entscheidung unabhängig von mir getroffen.

Umgekehrt bestand das Problem für ihn eher mehr, obwohl in meiner Familie und Freundeskreis niemand das Verschwinden von meinem Ex bedauert hat. Aber als Vater der Kinder spielte der natürlich eine grössere Rolle und er betrachtet mich bis heute als seinen Besitz. Das ist auch eine kulturelle Frage. Solange ich seinen Namen trage, bleibe ich Teil seiner Familie, egal wie sehr er mich hasst. Das spüre ich auch daran, wie mich seine Familie behandelt. Aber darin sehe ich dann ehrlich gesagt Vorteile: die Kinder sind Teil dieser Familie und als deren Mutter bringt man mir Respekt entgegen. Das spüre ich immer wieder, wenn seine Schwestern Kontakt zu mir halten und sich ja im Fall der Reise unserer Tochter vermittelnd eingeschaltet haben.
Und ehrlich gesagt, respektiere ich diese Familie auch. Aber auch seine neue Frau. Es hat mich sehr gefreut, dass sie mir gegenüber offenbar nicht ablehnend ist. Das hat sie schon beim letzten Besuch unserer Tochter deutlich gezeigt und für die ist es wahrscheinlich ein Trost, wenn schon der Vater immer so negativ redet....

Ehrlich gesagt ist das einzige Problem mein Ex selber. Wenn der sich nur halb so friedlich verhalten würde, wie seine und meine Familie und Freunde, wäre das ein riesiger Gewinn für alle Beteiligten!!

Ich denke manchmal, diese Stellung der Ehefrau und Mutter der Kinder ist doch völlig überbewertet. Natürlich ist es sehr schön, gemeinsame Kinder zu haben und eine funktionierende Ehe! Aber andere Beziehungsformen haben doch die gleiche Berechtigung!!

Da fällt mir gerade etwas ein, was mich schon manchmal sehr nervt und was genau zeigt, dass es tatsächlich Menschen gibt, die einer Ehe einen höheren Stellenwert einräumen: beim Klären von Urlaubsplänen gilt mein Freund in seinem Job bis heute als Single, der grundsätzlich während der Schulferien arbeiten muss. Das ist zwar von seinem Arbeitgeber keine generelle Regelung und mit seinen Kollegen kann er sich meist auch einigen, die sehen das nicht so eng. Aber bei einer Planung gab es jetzt Schwierigkeiten und als ich das erzählt habe, hiess es von Bekannten von mir, wir hätten ja auch kein Recht darauf, da gingen die Familien vor. Ich habe protestiert und die Antwort war: zieht doch zusammen und heiratet, sonst müsst ihr euch nicht wundern, wenn niemand eure Beziehung ernst nimmt.
Hä?? Nach 8 Jahren? Ich kann darüber nur lachen. In welcher Welt leben wir denn? Heute sind so viele Lebensformen möglich und welche Beziehung ernst zu nehmen ist und welche nicht hängt nicht allein von Heirat ab, oder?

Zum Glück denken in unserer Umgebung nur wenige entfernte Bekannte so und auf deren Meinung sind wir kaum angewiesen. Und letztlich kommt es ja darauf an, dass WIR mit unserem Leben glücklich sind!!

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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von Bergblume » 07.07.2014 19:13

ob man im "Schatten der Ex" steht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Hätte ich mit meinem Mann damals einen neuen Wohnort gewählt, wäre es sicher einfacher gewesen. So zog ich aber in sein Haus ein, war also "die Neue" in der Nachbarschaft.
Bis auf zwei, zum Glück nicht direkte Nachbarn, wurde ich sofort akzeptiert. Dies vielleicht auch, weil die Ex im Quartier nicht sehr beliebt war mit ihrem Rumgezicke. Ihre beiden "Freundinnen" grüssen mich auch nach 10 Jahren noch nicht oder nur, wenn mein Mann dabei ist.
Bei der Familie meines Mann wurde ich auch sofort aufgenommen, denn dort mochte die Ex auch niemand.

Viele Freunde hatte sie nicht, eben weil sie so unberechenbar launisch war. Die wenigen Freundinnen hatten weiterhin mit ihr Kontakt, alle andern waren eh Freunde meines Mannes und vermissten sie nicht.

Viel mehr Mühe hatte ich, ins Haus der Ex einzuziehen. Aber das war mein ganz persönliches Problem. Ich fühlte mich nicht wohl, hatte andauernd das Gefühl ihrer Anwesenheit. Ausserdem liess sie sehr viel Persönliches zurück, da sie sie sehr sicher war, wieder einzuziehen, nachdem sie meinen Mann eine Weile "zappeln" lassen wollte.
Jedenfalls musste ich das Haus suksessive "entrümpeln". Warf alle Vorhänge raus, das Geschirr, Wäsche, Lampen, hängte alle Bilder ab und im Laufe der Jahre schafften wir uns auch neue Möbel an bzw. renovierten das ein oder andere.
Diesbezüglich war/ist mein Mann auch extrem grosszügig. Ich habe ihn bei jedem Gegenstand gefragt, ob ich das entsorgen dürfe, ihm war das völlig egal, Hauptsache ich bin glücklich.
Unterschätzt habe dabei aber die Reaktionen meiner Stiefkinder. Obwohl es ihnen sonnenklar war, dass die Ehe ihrer Eltern niemals mehr ein Revival erleben wird, war es für sie doch immer ein Verlust, wenn ich etwas von ihrer Mama weggeworfen hatte.
Das würde ich heutzutagge geschickter anpacken..
Psychisch war jeder Gegenstand, den ich entsorgt hatte, eine weitere Befreiung. Heute ist ihr "Geist" längst vetrieben.

Buchenholz
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von Buchenholz » 07.07.2014 19:49

Bergblume, du erinnerst mich gerade daran, dass ja ich selber ein Ex-Schatten bin.
Damals war es der "Neuen" wichtig, dass ich meinen verheirateten Namen abgebe, damit klar ist, wer mit Frau Eichenholz ;-) gemeint ist.
Sie ging angeblich jahrelang nicht im Dorf einkaufen, aus Angst, sie könnte mir begegnen. O.k, nach der ersten Zwischenfälle war ich auch nicht erpicht, ihr zu begegnen. Und an den Schulveranstaltungen für die Eltern versteckte sie sich mit meinem Ex-Mann, damit sie ja nicht mit mir reden müssen. Für das Kind war das doof. Und weil ihr Papa wichtiger war oder weil sie wusste, dass ich Leute zum Plaudern finden würde, war sie nie bei mir. Ich fühlte mich dann jeweils wie eine kinderlose Mutter. Und sie wollte der Stiefmutter gegenüber sicher auch nichts falsch machen. Und ich war als Mutter ja sowieso oft in der Schule, wenn Elternmitarbeit verlangt wurde. Heute kann ich das nachvollziehen, damals tat es schon weh.

Aber so mit der Zeit fand ich, sollten wir da drüber stehen können. Mit ihrer Familie verstand ich mich ja prima und wir hätten es gut haben können zusammen.
Und kaum wusste sie, dass ich einen Partner habe und mit ihm zusammen ziehe, änderte sie sich um 180 Grad und wurde zack schwanger. :-)


Mein Ex-Mann hat, bevor sie eingezogen ist, noch alles, was von mir sein könnte, zu mir gebracht. Bei den Sachen, die ich mit Tochter extra für dieses Haus gebastelt habe, hat es mich schon geschmerzt. Und auch Tochter fand es irritierend, wie gründlich alles von mir entfernt wurde. Das hätte man sicher in Etappen machen können.

Als ich dann erfuhr, dass auch ihre Zimmereinrichtung, welche noch gar nicht so alt war, ausgewechselt werden sollte, habe ich interveniert. Irgendwo sollte das Kind einen Raum haben, der beständig blieb. Ich habe mich auch durchgesetzt, dass Tochter mein Foto weiterhin auf das Nachttischli stellen darf. Die Neue hat es immer wieder in die Schublade versorgt. Diese Geste hat ja nicht gerade dafür gesorgt, dass ihr Einzug geglückt ist.

Bei den anderen Räumen finde ich es legitim, dass es auch ihr gefallen darf.
Für mich war es dann hart und ich habe oft im Auto geweint, wenn ich Tochter brachte und dann so durch die grossen Fenster gesehen habe, was Interieurmässig plötzlich möglich war.

Carlotta, das mit der Haltung betr. Ferien und Single, finde ich jetzt auch daneben. Mein Mann nervt sich nur, dass er als Single besteuert wird und man auf der Gemeinde nicht anerkennen wollte, dass seine Söhne mehr als die üblichen 2 WE-Tage alle 2 Wochen bei ihm wohnten.

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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von PatchStift » 08.07.2014 07:30

"Aber bei einer Planung gab es jetzt Schwierigkeiten und als ich das erzählt habe, hiess es von Bekannten von mir, wir hätten ja auch kein Recht darauf, da gingen die Familien vor. Ich habe protestiert und die Antwort war: zieht doch zusammen und heiratet, sonst müsst ihr euch nicht wundern, wenn niemand eure Beziehung ernst nimmt.
Hä?? Nach 8 Jahren? Ich kann darüber nur lachen. In welcher Welt leben wir denn? Heute sind so viele Lebensformen möglich und welche Beziehung ernst zu nehmen ist und welche nicht hängt nicht allein von Heirat ab, oder?"

Für das Paar selbst sicher nicht! Für die Gesellschaft aber offenbar schon. Wenn man sich mal überlegt, wie kleinkarriert so eine Ausage ist: "wir hätten ja auch kein Recht darauf, da gingen die Familien vor" und das von Bekannten! Also Menschen die einem ja kennen und einem offenbar nicht als vollwertige Familie sehen. Sowas hab ich auch schon zu hören bekommen und zwar auch im privaten Bereich, im Geschäft bei der Ferienplanung war es nie ein Thema!

Wenn ich von meinem Partner spreche nenne ich ihn oft "mein Mann". Da gab es auch schon Einsprüche, er sei ja nicht mein Ehemann sondern "nur" mein Freund... Hä?? Er ist ein Mann und er ist "meiner", also mein Mann! Ich brauche kein Papier, dass mir das bestätigt. Aber die Gesellschaft offenbar schon?!

Das ist ja nicht meine erste Beziehung und generel hab ich schon den Eindruck als nicht verheiratetes Paar, wird man vielleicht schon für voll, aber irgendwie auch immer für temporär betrachtet. Nichts was ewig hält... unverbindlich. Natürlich ist das in der heutigen Zeit eigentlich völlig daneben, aber der Gesetzgeber macht's ja vor! Ledig oder als zweite Frau, hat man nicht den selben Stellenwert, da geht "die Familie" ja auch vor! Ungeachtet dessen, wie lange, oder kurz, diese Beziehung z.B. Bestand. Und die Kirche? Sagt bis das der Tod euch scheidet, etwas anderes kommt da ja nicht in die Tüte.

Mich persönlich hat es einfach schockiert, wenn Bekannte nach Jahren, mich plötzlich mit ihrem Vornamen ansprechen! Nicht nur weil ich lieber A.... heissen würde als so, sondern vorallem weil die Frau ja eigentlich nur ein kurzes Gastspiel im Leben meines Partners hatte. Aber offenbar ein sehr nachhaltig beeindruckendes!

" zieht doch zusammen und heiratet, sonst müsst ihr euch nicht wundern, wenn niemand eure Beziehung ernst nimmt."

Die richtige Antwort darauf wäre doch eigentlich: Wären Ehen ernster zu nehmen, würde wohl kaum jede zweite innert fünf Jahren schon wieder geschieden...
:roll:

PatchStift
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von PatchStift » 08.07.2014 08:34

Buchenholz hat geschrieben:Und an den Schulveranstaltungen für die Eltern versteckte sie sich mit meinem Ex-Mann, damit sie ja nicht mit mir reden müssen. Für das Kind war das doof. Und weil ihr Papa wichtiger war oder weil sie wusste, dass ich Leute zum Plaudern finden würde, war sie nie bei mir. Ich fühlte mich dann jeweils wie eine kinderlose Mutter. Und sie wollte der Stiefmutter gegenüber sicher auch nichts falsch machen. Und ich war als Mutter ja sowieso oft in der Schule, wenn Elternmitarbeit verlangt wurde. Heute kann ich das nachvollziehen, damals tat es schon weh.
War es für deine Tochter denn wichtig, sie auch dabei zu haben an sollchen Veranstaltungen?
Oder wäre es ev. auch für sie entspannter gewesen, sie wäre jeweils allein mit ihren Eltern gewesen, hätte es ev. auch geschätzt mal beide miteinander um sich zu haben?
Nur Sie und ihre Eltern. Oder war für dich klar, die Frau muss auch dabei sein. Oder für deinen Ex?

PatchStift
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von PatchStift » 08.07.2014 09:04

Bergblume, du erinnerst mich gerade daran, dass ja ich selber ein Ex-Schatten bin.
Ups! Ich ja auch! :oops:

Okay, ich nehme glaub alles zurück! Die Ehe spielt ev. doch keine Rolle!

Denn mir kommt gerade in den Sinn, wie sich die Familie meines Ex. Freundes an seiner Hochzeit benommen hat. Extrem strange, die ganze Szene!
Seine Mutter hat angefangen zu heulen als sie mich gesehen hat und eine Schwester auch. Und sein Schwager machte mich dafür verantwortlich, mit dieser Frau als Schwägerin gestraft zu werden. Das tut der bis Heute! Und ich das finde ich meine Ex. gegenüber, seinem Freund, das Letzte!

Komischerweise scheint es mir leiter zu fallen seine Wahl zu akzeptieren und das Paar "ernst" zu nehmen, als seiner eigenen Familie. Obwohl sie auch nicht umbedingt mein Fall ist, aber sie ist seine Frau! Und er ist mein(ein)Freund, also gibt's da doch gar nichts dran zu mosern, es ist sein Leben, seine Entscheidung, seine Beziehung! Würde ich sie hinterfragen, würde ich meinen Freund damit doch irgendwie auch unterstellen, nicht zu wissen was er tut. Was gut für ihn ist, oder wenn er liebt. Ihn nicht wirklich ernst nehmen!
Muss ja jeder selber wissen, aber ich brauche sollche Freunde nicht.

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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von ninivé » 08.07.2014 09:45

Ich lese schon länger in diesem Forum mit und fand bis anhin noch keine rechte Motivation, aktiv etwas beizutragen, da meine Verhältnisse im Gegensatz zu den meisten hier, wohl an „Traum-Patchworking“ grenzen. Bei diesem Thread kribbelt es mich aber unter den Fingernägeln.
Meine Situation: kinderlos, lebe aber mit einem Mann zusammen, der drei Kinder hat zwischen 6 und 9. Mein Liebster und seine Ex waren fast 15 Jahre zusammen, jedoch nie verheiratet. Die beiden können gut miteinander umgehen, wir wohnen im selben Quartier, so dass die Kinder frei „zirkulieren“ können zwischen den Wohnsitzen. Mein Lebensgefährte und seine Ex arbeiten je 70% und teilen sich die Kinderbetreuung paritätisch auf. Da beide etwas gleich verdienen, fliesst zwischen ihnen auch kein Geld, sondern beide bezahlen, was im Alltag so anfällt. Extras wie Krankenkasse, Musikstunden etc. sind aufgeteilt. Die Kinder mögen mich sehr gerne, mit der Ex verstehe ich mich gut. Wir waren auch schon zwei, drei Mal zusammen Mittagessen, sehen uns mehrmals jährlich an Geburtstagen etc. Was mich etwas schockierte, als ich ihr das erste Mal begegnete (das ist jetzt etwa 4 Jahre her), war, dass ich mir dachte, verdammt, die ist so, wie ich auch gerne wäre. Grossherzig, humorvoll, aber auch sehr bestimmt und geradlinig, schlagfertig und temperamentvoll. So, dass ich meinen Partner wirklich fragen musste, Du, wie konntest Du eine Frau wie sie für mich verlassen?! Ich denke, diese Erfahrung haben von euch wenige gemacht.

Nun ist es auch so, dass sie durch ihre Art und durch den Umstand, dass sie das halbe Leben mit meinem Partner zusammen war, enge Bande mit seiner Familie geknüpft hat, besonders mit der Schwester und dem Vater meines Liebsten. Sie sehen sich oft, unternehmen immer mal wieder etwas zusammen – da habe ich schon das Gefühl, ist ganz klar sie die präsente Person. Das ist ja eigentlich auch völlig in Ordnung, wieso sollten sie nicht befreundet bleiben? Aber, um auf Buchenholz‘ Eingangspost einzugehen, die Ex wird vielleicht nicht mehr als Partnerin, aber klar als Familienmittelpunkt und als Ansprechperson wahrgenommen.

Auch im Alltag fühlt es sich so an, dass sich das Leben klar in der Familie abspielt und ich das Leben irgendwie am Rande mitlebe. Die meisten alltags-betreffenden Absprachen erfolgen auch nicht zwischen meinem Partner und mir, sondern zwischen seiner Ex und ihm (da sie eigentlich immer die Kids betreffen). Ich kann das nachvollziehen und kann über aufkeimende schlechte Gefühle meinerseits auch gut mit meinem Liebsten reden. Aber Fakt ist, die Ex hat einen sehr wichtigen Platz in unserem Leben. Zwar einen positiven, aber dadurch findet auch keine wirkliche Abgrenzung statt. Es klinkt wirklich blöd und vermutlich lässt das keine besonders positiven Rückschlüsse auf meinen Charakter zu, aber manchmal wünschte ich mir klarere Fronten: Mein Liebster und ich gegen die Ex.

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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von PatchStift » 08.07.2014 11:27

@ninivé

Hallo!
Es klinkt wirklich blöd und vermutlich lässt das keine besonders positiven Rückschlüsse auf meinen Charakter zu, aber manchmal wünschte ich mir klarere Fronten: Mein Liebster und ich gegen die Ex.
Finde ich gar nicht! Ich finde das sogar ganz natürlich! Denn es ist eigentlich ja eine sehr unnatürliche Situation, so zu leben.
So wie Du das beschreibst, führt ihr eigentlich eine Beziehung zu dritt, bzw. Du bist der Bonus für deinen Mann.
Du musst Dich aber nach der Familie richten und wirst, wenigstens gefragt?

Früher nannte man Frauen wie uns, Metressen, oder?! :roll: Nicht unbedingt schmeichelhaft, aber dafür ehrlich! Denn im Grunde hat sich an den Fakten nichts geändert, ausser das das "Hauptpaar" sich heute scheiden lassen kann.

Aber glaub mir, ninivé, mit einer Hexe als Ex. lebt es sich def. nicht besser! Sei froh haben die beiden so ein gutes Verhältnis.

Buchenholz
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von Buchenholz » 08.07.2014 14:06

Ninivé
Mein Ex-Mann ist ein ganz toller Mensch, ich mag ihn bis heute. Aus diesem Grund konnten auch viele nicht verstehen, warum ich mich von ihm trennen wollte. Gerade heute in der Kinesiologie war das wieder Thema. Wenn ich damals persönlichkeitsentwicklungsmässig ;-) auf dem Stand gewesen wäre wie ich es heute bin, dann hätte unsere Ehe eine Chance gehabt.
Aber damals waren wir nicht beide gleich stark bereit, an unserer Ehe zu arbeiten und beziehungskillende Muster zu durchbrechen.

Ich musste aus der Ehe ausbrechen und habe seither eine riesige Entwicklung durch gemacht. Mein Ex-Mann versteht heute meine Beweggründe, kann also inzwischen nachvollziehen, warum ich damals so unglücklich war. Er weiss auch, dass er einiges verändern müsste, denn auch er ist mit seinem Leben nicht vollends zufrieden. Seine jetzige Ehe ist eher eine Zweckgemeinschaft. Das muss nicht unbedingt nur negativ sein. Aber beide sind in diese Beziehung geflüchtet, bevor beide ihre letzten Trennungen wirklich verarbeitet haben. Mitleid sollte nicht die Basis einer Beziehung sein.
Manchmal - und das bestätigt unsere Tochter und unser Umfeld - trauert er mir sicher immer wieder mal nach. Vielleicht habe ich seine Art mehr geschätzt als seine jetzige Frau. Wir kommen aus ganz gegensätzlichen Familien. Auch wenn mich vieles an denen nervte, habe ich mich zusammen gerissen und jeweils versucht, das beste aus den Treffen zu machen. Und nur weil ich mich von meinem Ex-Mann getrennt habe, muss ich sie ja nicht hassen. Sie bleiben ja die Verwandten unserer Tochter und Tochter verbrachte immer wieder tolle Ferien bei ihren Tanten.

Seine jetzige Frau ist sehr prinzipienhaft und unflexibel. Daher wird sie auch nicht wirklich warm mit seiner Familie. Das spüren die natürlich. Und weil die zweite Frau wiederum spürt, wie unkompliziert ich mit allen verkehren kann, ist da natürlich eine latente Eifersucht.
Schade. Sie hat nicht verstanden, dass es ihr zu Gute kommt, wenn mein Ex und ich uns dem Kind zu liebe immer noch gut verstehen. Wäre unsere Tochter nicht da gewesen, dann wären wir nach der Scheidung getrennte Wege gegangen und wären uns unter Umständen nie mehr begegnet.
Aber mit ihrer Eifersucht und der daraus resultierenden Kontrollsucht, hat sie verhindert, dass wir unbeschwert und frei miteinander kommunizieren konnten. Sie hat damit ein Problem gemacht, wo keines gewesen wäre. Sie war der Meinung, wenn man sich trennt, dann hasst man sich.



Ich wiederum war erst für eine neue Beziehung bereit, nachdem ich das alte abgeschlossen habe. So kann ich meinem Ex und seiner Frau völlig frei begegnen. Ich spüre keine erotischen Gefühle mehr gegenüber meinem Ex-Mann. Er ist für mich ein Mensch, den ich gut kenne. So wie der Mann meiner Freundin, die Frau meines Bruders, alte Klassenkollegen .... Man hat eine längere Zeit miteinander verbracht und teilt gemeinsame Erlebnisse.
Ihr seid erst 4 Jahre zusammen, ihr müsst also erst gemeinsame Erlebnisse erschaffen. Das kommt noch. Es ist schon so, dass wichtige Ereignisse wie Hochzeit, Geburt, Taufen, Schuleintritt viel prägender sind, als das was später kommt. Aber das ist der Lauf des Lebens und gilt es zu akzeptieren. Mein jetziger Mann und ich teilen dafür ein ganz tolles Hobby, durch dieses wir viele neue Leute kennen lernen. So etwas hätten wir mit unseren letzten Partner nie erleben können. Das ist aber auch erst so richtig möglich, seit unsere Kinder gross sind und nicht mehr mitkommen. Wir sind jetzt so quasi in einer zweiten Pubertät :-)


@ Patchstift
Seine neue Frau wollte bei Schulanlässen dabei sein um zu kontrollieren, dass mein Ex-Mann und ich nicht miteinander reden können. Und da wir ja das Doppelresidenz-Modell leben, bekam sie ja sowieso viel mit, was in der Schule passierte.
Für mich war es o.k, dass sie dabei war. Ich glaube, hätte sie gefehlt, dann hätte ich es als mangelndes Interesse am Kind gewertet.
Und wenn er sie nicht hätte dabei haben wollen, dann wäre das doch ein Indiz, dass sie ihm nicht vertrauen kann.

Bergblume
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von Bergblume » 08.07.2014 17:49

hallo ninive

willkommen im Club bzw. im Forum!
Ich finde es toll, dass du deine Situation als "Traum-Patchwork" bezeichnest! Offenbar bist du auch eine warmherzige und sehr tolerante Frau!

Ich verstehe aber sehr gut, dass du dir manchmal auch eine "Ex-Hexe" wünscht. Mit einer ménage à trois hätte ich auch Mühe.
Es ist zwar begrüssenswert, wenn die sich ein geschiedenes Paar weitehrin als Eltern sieht, aber für die "Neue" ist das ein Gefühl, wie ein 5. Rad am Wagen. Und wie du beschreibst, bei dieser Harmonie fragt man sich dann, warum hat sich dieses Paar getrennt...

Die Ex meines Mannes wollte anfänglich auch einen auf "tolle, emanipierte, "freie" Frau" machen und bei jeder Gelegenheit demonstrieren, wie sie es doch toll mit ihrem Ex Mann hat.
Mein Mann fand das aber gar nicht toll, es war eben alles gespielt. In Tat und Wahrheit konnte die Ex nicht akzeptieren, dass ein neues Zeitalter begonnen hat.. ohne sie.
Für mich war es die ersten Jahre auch sehr schwierig, oft wusste ich kaum, wie ich mich verhalten sollte.. Ich versuchte ihr höflich, aber distanziert zu begegnen. Bei Anlässen versuchte die Ex anfänglich immer, die "Nochehefrau" zu spielen und setzte sich demonstrativ neben meinen Mann, der das nicht toll fand. Er suchte dann gezielt jeweils einen Platz aus, wo schon jemand sass oder nur ich Platz hatte... was dann das ein oder andere Mal zu einem hysterische Anfall der Ex führte, bzw. anschliessend zu bitterbösen SMS oder Briefen.

Ich bin froh, ist das alles Vergangenheit. Für alle Beteiligten ein fürchterliche Situation.

carlotta37
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von carlotta37 » 08.07.2014 18:46

Wie belastend es ist, in die Wohnung eines ehemaligen Ehepaares zu ziehen und dort überall auf Spuren der vorigen Beziehung zu treffen, kann ich mir vorstellen!! Wenn ein Haus da ist, lässt sich das manchmal nicht vermeiden....

Ansonsten muss ich sagen: ein Mensch gehört einem ja nicht. Dieses "mein" Mann etc., das nervt mich eher. Meine Eltern haben irgendwann ihre Eheringe abgelegt. Genau aus dem Grund: überall wird man nur als "Frau von..." gesehen und um die Männer machen alle einen Bogen, die keine Gerüchte wollen. Ein unbeschwerter Kontakt zwischen Männern und Frauen ist schwierig....Beide haben sich den aber gewünscht, vor allem in beruflichen Zusammenhängen, in denen es auch um gemeinsame Interessen ging (beide haben Berufe, die man nicht "halbherzig" macht und in denen die Zusammenarbeit sehr intensiv und auch persönlich ist).
Sie führen aber mit Überzeugung ihre Ehe! Trotzdem haben beide berichtet, wie anders sie ohne Eheringe behandelt werden. Wobei Freunde natürlich sowieso beide kannten und sie den anderen auch nicht verleugnet haben!!

Mir ist es inzwischen recht gleichgültig, was andere denken. Kommen die Bemerkungen von engeren Bekannten, sage ich meine Meinung und sonst lächle ich es weg. Was soll's, oder? Ist ja MEIN Leben! Und ich gehöre niemandem! Mein Partner auch nicht mir. Wir sind freiwillig zusammen, weil wir das so wollen. Sollte er nicht mehr wollen (oder ich); kann der andere das sowieso nicht verhindern....
Die Entscheidung zu einer Beziehung ob mit oder ohne Ehering ist ja eine persönliche Entscheidung und der Status in der Gesellschaft interessiert mich nicht. Ich falle sowieso aus dem Rahmen ;-)

Babell
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von Babell » 08.07.2014 22:16

Bin ich SEINE Frau oder nicht?
Meine Schwiegermutter hatte damals einer Freundin erzählt, wie glücklich sie für ihren Sohn sei, dass er so verliebt sei und endlich jemanden gefunden hätte, die zu ihm passt! Diese erzählte es mir und somit erledigt sich diese Frage. Aber ich bin wohl ein Glückspilz?


Hallo Ninive

Willkommen im Forum!

Das ist toll, dass ihr es so gut habt!
Für mich persönlich wäre diese Harmonie nichts, und ich bin wieder einmal mehr froh um meine eigene Situation! So wie es ist, passt sie zu mir. Patchworkfamilien sind wohl so vielfältig wie der Flickenteppich selbst! :D

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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von ninivé » 09.07.2014 07:28

@Buchenholz: Eine Aussage von Dir (Du könnest Deinem Ex und seiner Partnerin völlig frei begebnen) war für mich wirklich sehr hilfreich. Die Ex von meinem Freund hat mir gegenüber auch schon geäussert, dass sie abgeschlossen hat mit der Vergangenheit und mit der jetzigen Situation sehr zufrieden ist. Aber so richtig habe ich ihr das nicht abnehmen können. Ich habe ihr gegenüber nach wie vor Schuldgefühle (bei uns war es so, dass ich gewissermassen der Todesstoss einer bestehenden (wenn auch stark kriselnden) Beziehung war). Mir ist es unangenehm, ihr zu begegnen, weil ich davon ausgehe, dass sie mich nicht mögen KANN. Und ihre Beteuerungen dazu dienen, die Situation für alle Beteiligten möglichst annehmbar zu gestalten. Aber vielleicht begnet sie mir und meinem Partner tatsächlich ohne Ressentiments...

Vielleicht zu Bergblume: Bei uns bestand im ersten Jahr noch kaum Kontakt - sie machte den erst aktiv möglich, als sie selber sagen konnte, für sie sei die Beziehung abgeschlossen und verarbeitet.

Es ist schon interessant: Wie sieht denn die bestmögliche Variante eines Zusammenlebens in einer Patchwork-Situation aus?

Meine Theorie ist die, dass entweder die Kinder oder dann die neuen Partner zurückstecken müssen.
Was unsere Situation angeht, muss ich vielleicht noch anfügen, dass sich die Eltern meines Partners trennten, als er 6 Jahre alt war, er nur mit der Mutter aufwuchs und seinen Vater unregelmässig (vor allem in den Ferien) sah. Sein Vater heiratete wieder, gründete eine neue Familie. Das war für ihn nicht leicht und als er dann selber als Vater in eine ähnliche Situation kam, setzte er alles daran, die Situation vor allem auch für die Kinder bestmögich zu regeln. Und das rechne ich ihm eigentlich auch hoch an, mit der Kehrseite, dass wir als Paar weniger einen neuen Mittelpunkt bilden, als dies jetzt im Beispiel des Vaters meines Partners der Fall war. Und meine rationale Einstellung ist schon die, dass die beteiligten Erwachsenen zurückstecken sollen und nicht die Kinder. Aber im Herzen wünschte ich mir schon öfter mehr Distanz zur Ex-Familie und mehr Fokus auf "unser" Leben.

Insofern bleibe ich dabei: ich bin sicher nicht seine gleich-vollwertige Partnerin, wie das vorher seine Ex war. Da stimme ich auch PatchStift zu: Ich teile wichtige Apekte im Leben meines Partners, und gerade auch die schönen und angenehmen (wenn auch vermutlich mehr, als eine reine Mätresse), aber die Ex bleibt wichtig.

PatchStift
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Re: Bin ich SEINE Frau oder nicht?

Beitrag von PatchStift » 09.07.2014 08:05

ninivé hat geschrieben:Und das rechne ich ihm eigentlich auch hoch an, mit der Kehrseite, dass wir als Paar weniger einen neuen Mittelpunkt bilden, als dies jetzt im Beispiel des Vaters meines Partners der Fall war. Und meine rationale Einstellung ist schon die, dass die beteiligten Erwachsenen zurückstecken sollen und nicht die Kinder. Aber im Herzen wünschte ich mir schon öfter mehr Distanz zur Ex-Familie und mehr Fokus auf "unser" Leben..
:alarm: :alarm: :alarm:

Das ihr als Paar den Mittelpunkt in eurem Leben bildet, wäre aber eigentlich die wichtigste Basis einer Beziehung! bzw. ihr seit doch die Basis als Paar, die alles tragen muss. Alles andere liebe Ninivé ist ein fauler Kompromiss zu Deinen Lasten! Für die Kinder zurück stehen als Erwachsener klingt ja sehr fair und vernüftig, mitfühlend. Aber die einzige die hier zurück steht, bist doch im Grunde Du! Für den Rest läuft's ja offenbar bestens....
Insofern bleibe ich dabei: ich bin sicher nicht seine gleich-vollwertige Partnerin, wie das vorher seine Ex war. Da stimme ich auch PatchStift zu: Ich teile wichtige Apekte im Leben meines Partners, und gerade auch die schönen und angenehmen (wenn auch vermutlich mehr, als eine reine Mätresse), aber die Ex bleibt wichtig.
( :) Bei Mätresse denkt man nur an denn Sex, aber da gab's bestimmt auch noch andere Aspekte. Auch Liebe, oft waren Ehen ja arrangiert.)

Und welche Aspekte Deines Lebens, teil er mit Dir? :?
Ich fürchte liebe Ninivé, dein Herz wird irgenwann, damit nicht mehr klar kommen. Denn es hat absolut recht!
Klar geht's nicht ohne Kompromisse. Aber eines muss uns allen klar sein, für die Kinder ist die Situation so oder so "scheisse", denn nicht's ersetzt das intakte heile Familienleben. Auch keine neue Partnerin, die für sie zurücksteckt wo sie nur kann, der Schaden ist längst da und nicht mehr zu kitten... :?


Und noch ein kleiner Tip: Du tust gut daran, die Ex. nicht zu deiner Busenfreundin zu machen, egal wie gut sie über allem zu stehen scheint. Dein Gefühl diesbezüglich, täuscht Dich garantiert auch nicht!

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