Geht es weiter oder nicht?

Alles rund um die Partnerschaft
Antworten
Funny
Beiträge: 10
Registriert: 27.07.2016 20:58
Wohnort: bei München
Kontaktdaten:

Geht es weiter oder nicht?

Beitrag von Funny » 04.12.2017 13:33

Hallo in die Runde hier. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Alles ist gerade so verzwickt und mir stehen mehrfach täglich Tränen in den Augen. Ich kann kaum noch schlafen und vom Essen wird mir einfach nur schlecht. Ich muss mir jetzt mal irgendwo Input holen, damit ich eventuell etwas klarer sehen kann.
Folgende Situation:
Mein Partner und ich sind jetzt seit zwei Jahren zusammen. Haben sehr viel Gemeinsamkeiten, gleiche Hobbies, ergänzen uns prima dort, wo wir nicht gleich sind und sind ein super Team bei allem. Letztes Jahr stellte er mich sogar als seine Traumfrau vor. Unseer beider Traum, für dann, wenn die Kinder weg sind, ist ein Wohnmobil und damit rumreisen.
Er, ein absoluter Herzmensch mit einem klaren Verstand, sehr guter Einschätzungsfähigkeit, sehr großem Drang zum Spaß haben im Leben, macht viele verschiedene und auch extremere Sachen in der Freizeit und ein absoluter Familienmensch, der für seine Lieben alles tut. Er hat einen guten Job mit viel Freiheiten aber dafür fast 7 Tage online verfügbar, hat zwei Kids (m 10J. und w.12 J.) und wohnt 20 km von uns entfernt. Die Kinder wohnen beide bei ihrer Mama, die sich aber kaum kümmert.
Die Tochter (massive Schulprobleme, 5. Klasse nun das zweite Mal und immer noch schlecht) hat Zuhause die Hosen an. Wirf nach der Mutter und brüllt das Haus zusammen. Haut dann ab.
Der Sohn ist ein Ruhiger, der sich sehr gut anpassen kann. Er isst recht wenig und macht gerne Sport. Schon seit ich alle kenne. In der Schule wird er gerade schlechter. War sonst eigentlich Mittelmaß. Beide Kinder mochten mich und auch meine Kids von Anfang an. Der Sohn scheint mich so richtig gern zu haben.
An zwei Abenden in der Woche holt mein Partner seine Kinder und geht mit denen zum Gitarrenunterricht (danach schlafen die Kinder bei ihm) und in die Kletterhalle (hier treffen wir uns alle 6 jeden Mittwoch). Danach bringt er seine Kids wieder heim und kam die letzten Monate immer noch zu mir um dann morgens von mir aus in die Arbeit zu fahren. Sonst würden wir uns unter der Woche gar nicht aneinanderkuscheln können. Mir war das wichtig.
Wir, meine zwei (m 7J. und w.10 J) und ich, selbständig mit Kleingewerbe.
Meine Tochter ist supersozial, etwas faul aber ein toller Mensch. In der Schule ist sie in einigen Fächern richtig gut, in anderen mittelmäßig. Sie ist eher ängstlich und weint schnell, wenn sie sich überfordert fühlt. Sie ist eher unruhig.
Mein Sohn kommt nach mir und geht eher in die sportliche Richtung. Er ist eher ruhig, auch supersozial, angstbefreit was Menschen angeht und sehr diplomatisch. In der Schule ist er weit für sein Alter.
Alle zwei Wochenenden haben wir beide alleine für uns und sind fast immer unterwegs in den Bergen oder am See. Die anderen Wochenenden sind wir zu sechst bei uns, weil die Wohnung größer ist. Auch wir unternehmen viel in der Natur.
Seine Kinder sind es gewohnt von klein an immer mit ihm unterwegs zu sein. Er hat sie schon immer überall mit hingeschleppt, weil er wegen den Kindern auf nichts verzichten wollte. Und daher können seine Kinder recht viele verschiedene Sportarten. Alle haben einen etwas derben Umgang miteinander. Lob gibt es kaum, dafür einen Knuff in den Arm. Jeder versteht aber was gemeint ist - zumindest sieht es so aus. Mein Partner wurde am Anfang unserer Beziehung oft ungehalten den Kinder gegenüber. Das hat sich fast komlett gegeben, da wir oft über Kindererziehung und Umgang und Soziales gesprochen haben. Mittlerweile gibt es nur noch wenige Punkte, bei denen wir komplett anderer Meinung sind: Er benutzt lernen als Strafe, wenn die Kinder etwas nicht machen. Beim Lernen wird er gerne laut, wenn die Kinder etwas nicht gleich verstehen, obwohl er es, seiner Meinung nach, mehrfach klar erklärt hat. Und oft lernt er abends um 20h noch mit denen, weil er erst dann aus dem Büro kam und das Lernen für ihn superwichtig ist. Er sitzt auch immer nebendran, wenn die Kids die Aufgaben machen. Der Sohn fragt schon fast nach jeder Zahl ob dass so richtig ist.
Meine Kinder haben gelernt, dass die Schule deren Sache ist und sie bei Fragen jederzeit zu mir kommen dürfen. Sei machen fast alles sehr selbständig.
Mein Partner verbietet seinen Kindern schon fast das weinen, weil er erstens damit GAR NICHT umgehen kann und ein Junge außerdem nicht weint. Das sagt er leider auch immer meinem Sohn, wenn er weint, egal warum.
Zudem hat mein Partner massive Probleme, seine Gefühle zu zeigen. Verbal kommt so gut wie nie etwas Positives raus. Vieles versteckt er in Frotzeleien oder kleinen Knuffen mit einem Grinsen. Das liegt vielleicht daran, dass in seiner Familie autistische Züge mehrfach vorhanden sind und er vielleicht etwas davon abbekommen hat.
Nach ca. einem Jahr Beziehung war von seiner Seite urplötzlich der Alltag da. Er war auf einmal voll im Job eingebunden,hatte neue große Projekte, musste öfter auf Kurzreisen und war sehr oft gestresst und müde. Der Sex war Glückssache und auch die Wochenendaktivitäten waren oft zu anstrengend. Aber wir hatten die gleichen Zeiten für uns und genossen die auch. Immer mehr machte auch die Tochter Probleme. Die Mutter ruft dann an und heult sich bei meinem Partner aus.
Die Beziehung der beiden ist seit Anfang eine Katastrophe. Beide Kinder sind "passiert". Mein Partner hat sich seit der Geburt fast alleine um die Kids gekümmert, da die Mutter nicht wollte. Dass die Kinder nicth bei ihm wohnen liegt an seinem Job und dem geteilten Sorgerecht.

So, das zum Einen :!:
Jetzt ist es so, dass die Tochter so massive Schwierigkeiten macht, dass die Mutter nicht mehr klarkommt und die Tochter zum Papa zieht. Damit verbunden, dass der Schulweg viel länger wird, mein Partner unter doch Woche nicht mehr zu mir kommen kann, die Tochter, wegen den Schulproblemen, wesentlich mehr Utnerstützung braucht und die Zeiten, die mein Partner und ich alleine haben, sich auf 2-4 Tage im Monat beschränken wird.
Er wird noch müder und gestresster sein, da er ganz früh aufstehen muss, um die Tochter zum Schulbus zu fahren und er fast jeden Tag die Abholung der Tochter, die noch während seiner Arbeitszeit ist, planen muss. Neben bei möchte er noch viel mehr für seine Tochter da sein, da er meint, er könne mit vile mehr Liebe, verhindern, dass sie sich abgeschoben und ungeliebt fühlt.
Sie hat es nämlich geschafft, den Partner ihrer Mutter rauszueckeln und versucht auch bei uns immer wieder gezielt einen Keil zwischen uns zu legen. Er deutet esso, dass sie Angst hat ihre Eltern zu verlieren. Sehr ich auch so. Die Frage ist nur, was ist dann ein angepasstes Verhalten von ihm und mir?
Der momentane Stand ist, dass er meint, sein Leben jetzt komplett ändern zu müssen, weil sie ja nun bei ihm wohnt und er sehr viel umorganisieren muss - neben seinem Vollzeitjob. Freizeit würde er unter der Woche ehr nicht mehr haben, da er oft auch abends von daheim noch arbeiten muss. Die Wochenendregelung und die Uralubsregelung bleibt bestehen.
Da es für mich schwierig ist, eine Partnerschaft auf Dauer mit diesem Abstand zu führen, bat ich ihn, zu überlegen, wie er mich (uns) in sein Leben noch einbinden möchte und kann und ob da überhaußt noch Zeit für uns wäre.
Konkret hat er die Frage weder mit ja noch mit nein beantwortet. Das wisse er eben nicht, weil er auch noch nicht weiß, wie er das alles am besten wuppen kann. Er ist einfach nur ratlos.
Wir haben ein Brainstorming gemacht und lange gesprochen. Ich sagte ihm, dass es mir wichtig wäre zu wissen, wie groß sein "JA" zu uns ist. Wenn es groß genug ist, werden wir das schaffen. Dann kann ich auch diese "Hungerzeit" irgendwie überstehen und mich damit arrangieren lernen. Wenn das ja aber nicht groß genug ist, dann müssen wir die Beziehung beenden, weil es dann eh keinen Sinn hat.
Er meinte, dass er weiß, dass er hier jetzt genau in sich hören müsse. Das wir uns jetzt die kinderfreie Urlaubswoche nach Weihnachten erst einmal richtig schön machen werden.

Wir haben beide festgestellt, dass aus seinem Leben die Leichtigkeit verschwunden ist, seitdem er den Jobstress hat. Er wirkt oft schwermütig (ja, er ist auch ein Pessimist, im Gegensatz zu mir), hat durch Stressessen etwas zuelegt, hat keine Zeit mehr für Sport und an den Wochenenden ohne Kinder können wir uns oft nicht mehr aufraffen um gorß etwas zu unternehmen. Er sagte auch, ihm fehle momentan das Leben. (Er muss es spüren, am besten in extremen Formen, sagte er mal zu mir). Er funtioniere nur noch.

Diese Ungewissheit und die Warterei machen mich gerade richtig fertig. Klar, kann er soetwas nicht von jetzt auf gleich entscheiden. Und es ehrt ihn auch, dass er sich intensiv damit auseinandersettz. Wichtig scheine ich ihm ja irgendwie zu sein :roll:
Hat jemand noch eine Idee, wie man soetwas angehen kann? Ein Zusammenzug ist für uns beide momentan noch undenkbar. Da hängt besonders für mich, zuviel dran.
Was für Möglichkeiten gäbe es noch für uns?
Vielen lieben Dank schon einmal für die Muße, euch den Text hier angetan zu haben :D :applaus:
Funny
________________________________________________________
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann :D

Benutzeravatar
BabyOne
Forumsoldie
Forumsoldie
Beiträge: 686
Registriert: 10.01.2009 20:56
Wohnort: Bayern

Re: Geht es weiter oder nicht?

Beitrag von BabyOne » 04.12.2017 20:05

Hallo Funny,

seine Tochter pubertiert offensichtlich gerade heftig. Das ist vielleicht nicht alles an Problemen, aber es macht mit Sicherheit einen großen Teil davon aus. Das Gute daran ist, dass es ein Jahr später auch schon wieder deutlich leichter werden kann. Nach meinem Eindruck bei meiner Tochter und auch nach dem was andere Eltern so erzählen war 12 wirklich das Alter, wo es am anstrengendsten war.

Im Moment kann er noch gar nicht wissen, wie es konkret laufen wird wenn seine Tochter bei ihm ist. Es ehrt ihn, dass er sich viel Zeit für sie nehmen will. Vielleicht wird das aber gar nicht so klappen wie er sich das vorstellt, weil Tochter als typischer Teenager zunehmend mehr Zeit im eigenen Zimmer verbringen will. Damit meine ich, es muss gar nicht so sein, dass er dann gar keine Zeit mehr hat.

Warum wartet ihr nicht einfach ab und schaut, wie es dann konkret wird? Ich finde, Du verlangst da von ihm eine Aussage, die er nun mal im Moment gar nicht treffen kann; und wenn mich jemand vor die Wahl zwischen meiner Tochter und einem Partner stellen würde, wäre meine Entscheidung auch klar. Wenn aber das Mädchen mal so zwei Monate lang bei ihm wohnt, müsste sich langsam ein neuer Alltag herausbilden, und dann könnt ihr konkret schauen ob es so für euch passt oder wo noch Luft für Änderungen wäre. Beispielsweise wird das Mädchen doch hoffentlich auch seine Mutter regelmäßig besuchen gehen und damit für ihn/euch auch eine Lücke im Kalender auftauchen.

Wenn Du ihn prinzipiell als Partner willst, dann würde ich doch nicht jetzt sozusagen aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen. Wie gesagt, warte doch erst einmal ab...
Patch von 2002/2003 bis 2017
eine gemeinsame Tochter 14 J.

Funny
Beiträge: 10
Registriert: 27.07.2016 20:58
Wohnort: bei München
Kontaktdaten:

Re: Geht es weiter oder nicht?

Beitrag von Funny » 04.12.2017 21:38

Du bist ja süss. Danke für deine aufmunternde Nachricht :applaus:
Ja, vielleicht habe ich mich wirklich von seinem Pessimismus anstecken lassen und sollte erst einmal abwarten.
Fakt ist jedoch, dass sich seit einem Jahr sehr viel zwischen uns geändert hat und ich mir seiner Beziehung zu mir nicht mehr so sicher bin. Kann der Job einen Mann tatsächlich so liebesunlustig machen? Er äußert sich dazu gar nicht.
Daher war meine Bitte an ihn, sich zu übelegen, welche Rolle ich den in seinem "neuen" Leben einnehmen darf oder soll. Und genau DAS kann er mir nicht beantworten.... und das macht mich etwas nervös.

Hinzu kommt, und das habe ich vielleicht vergessen zu erwähnen, dass er sich mittelfristig eine neue und etwas größere Wohnung suchen wird. Warhscheinlich näher zur Schule, was dann aber auch hieße, weiter weg als jetzt von uns und auch seiner Arbeitsstelle. Daher, meinte er, würde er dann auch eine Betreuung für seien Tochter engagieren müssen, die da ist, wenn seine Tochter daheim ist und er arbeiten müsse oder auf Geschäftsreise ist. Eine Nanny also.
________________________________________________________
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann :D

Benutzeravatar
BabyOne
Forumsoldie
Forumsoldie
Beiträge: 686
Registriert: 10.01.2009 20:56
Wohnort: Bayern

Re: Geht es weiter oder nicht?

Beitrag von BabyOne » 05.12.2017 20:45

Hallo Funny,

das hatte ich vielleicht etwas überlesen, dass er seit längerer Zeit nicht mehr so bemüht zu sein scheint. Das klingt so, als ob er Dich für selbstverständlich und sicher hält. Nach dem Motto, wenn ich anrufe ist sie immer da und hat Zeit für mich, also brauche ich mich nicht zu bemühen.

Wenn das der Fall ist, dann solltest Du Dich vielleicht ein klein wenig rar machen und eben nicht immer auf Abruf bereit stehen. Du könntest dann ja auch mal mit einer Freundin verabredet sein und keine Zeit für ihn haben. Dann gibt es zwei Möglichkeiten - entweder er ist wirklich interessiert an Dir und merkt, dass er sich etwas mehr bemühen muss - oder er lässt es schleifen und ihr seht euch halt noch weniger. Dann hättest Du aber auch Deine Antwort.
Patch von 2002/2003 bis 2017
eine gemeinsame Tochter 14 J.

Benutzeravatar
Ria
Moderatorin
Moderatorin
Beiträge: 496
Registriert: 20.03.2010 07:41
Wohnort: Stäfa
Kontaktdaten:

Re: Geht es weiter oder nicht?

Beitrag von Ria » 08.12.2017 10:51

Hallo Funny

Da hast du dir mit diesem Mann eine Situation in dein Leben eingeladen, die dich richtig fordert! Das ist Patchwork pur.
Deine Beschreibung zeigt die ganze Entwicklung eurer Beziehung vom Anfang der Verliebtheit bis zu den jetzigen Schwierigkeiten.
Und dass der Alltag uns plötzlich einholt hat meist mit unseren Erwartungen und Rucksäcken aus unserer Vergangenheit zu tun.
Aber eigentlich ist das ein spannender Punkt, weil gerade da die persönliche Weiterentwicklung drin steckt. Aber das war ja nicht deine Frage.

Dein Partner wird zerrissen zwischen "guter-Vater-sein"- und "guter-Partner-sein"-Wollen. Das ist in dieser Situation ein Spagat, der unmöglich zu schaffen ist. Und so entscheidet er sich - wie schon BabyOne geschrieben hat - für sein Kind, wenn es denn sein muss. Das würden wir alle auch, weil diese ja von uns abhängig und die Partner selbständig und erwachsen sind.

Auch wenn wir dich gut verstehen, dass du im Umgang mit den Hausaufgaben mit seinen Kindern oder mit Gefühlen ganz anderer Meinung bist, nützt dir das nichts. Denn er macht das so gut wie er es eben kann. Und alles andere wäre noch mehr Stress für ihn. Da kannst du für ihn nur eine Möglichkeit sein, die er erlebt und sich vielleicht einmal eine Scheibe davon abschneidet, wenn er denn will.

Ich glaube, dass er am meisten von dir brauchen könnte, für seine Anstrengung anerkannt und wertgeschätzt und eben trotzdem geliebt zu werden.
Gleichzeitig ist es aber ungeheuer wichtig, dass du dabei gut für dich selber schaust. Dass du dich nicht hinunterziehen lässt.
Und wenn du aus dieser Haltung gute Zeiten mit ihm als Paar erleben kannst, schliesst ihr damit auch die Lücke, die seine Tochter jetzt noch findet, um "gezielt einen Keil zwischen euch" zu legen. Da sind unsere Kinder wahre Weltmeister, die zu finden.

wenn du schreibst
Funny hat geschrieben:
04.12.2017 13:33
Der momentane Stand ist, dass er meint, sein Leben jetzt komplett ändern zu müssen, weil sie ja nun bei ihm wohnt und er sehr viel umorganisieren muss - neben seinem Vollzeitjob. Freizeit würde er unter der Woche ehr nicht mehr haben, da er oft auch abends von daheim noch arbeiten muss.
dann verkennst du seine Absicht, gut für seine Tochter zu schauen. Da MEINT er nicht, sondern da MUSS er gerade sein Leben ziemlich stark ändern. Mindestens aus seiner Sicht. Oder was wäre, wenn er es nicht täte?

Du schreibst weiter
Funny hat geschrieben:
04.12.2017 13:33
Da es für mich schwierig ist, eine Partnerschaft auf Dauer mit diesem Abstand zu führen, bat ich ihn, zu überlegen, wie er mich (uns) in sein Leben noch einbinden möchte und kann und ob da überhaußt noch Zeit für uns wäre.
Konkret hat er die Frage weder mit ja noch mit nein beantwortet. Das wisse er eben nicht, weil er auch noch nicht weiß, wie er das alles am besten wuppen kann. Er ist einfach nur ratlos.
Da ist er wohl einfach ehrlich und fühlt sich überfordert. Nachdem, was du weiter oben über seine Gefühle gesagt hast, kannst du das anerkennen, dass er dazu steht. Das fällt ihm sicher nicht einfach, und sogar noch bei dem Risiko, dich zu verlieren.
Wie gross ist denn dein JA zu ihm? Hängt das von seinem ab? Trägt er die ganze Verantwortung?
Du bist sehr wichtig für ihn, sonst würde er nicht sagen,
Funny hat geschrieben:
04.12.2017 13:33
Das wir uns jetzt die kinderfreie Urlaubswoche nach Weihnachten erst einmal richtig schön machen werden.
Wenn du nach weiteren Möglichkeiten fragst, die ihr habt, kommt mir in den Sinn:
Du meinst jetzt verständlicherweise, dass sein Ja zu dir oder zu eurem "uns" vielleicht nicht gross genug sein könnte. Aber es könnte auch sein, dass er gerade einfach so total überfordert ist und noch nicht weiss, wie es weitergehen soll. Und das hat zuerst einmal überhaupt nichts mit dir zu tun!
Wahrscheinlich ist das für ihn eine zusätzliche Belastung, dass jetzt eure Beziehung auch noch auf dem Spiel steht.
Ich stimme BabyOne zu, dass es wohl das Förderlichste sein könnte, Ruhe zu bewahren und ihn die Betreuung der Tochter zuerst einmal organisieren zu lassen. Und wenn das klar ist, kann wieder Neues angepackt werden.
Dein Abwarten und Aushalten könnte dein Ausdruck von deinem Ja zu euch beiden sein.
Denn schlussendlich ist es in der Beziehung immer mal wieder einfach noch die Liebe, die uns vor dem Scheitern rettet.
Ich wünsche es euch jedenfalls!
Seit 21 Jahren Patchworkfamilienfrau und Coach für solche :-)
http://www.coacheria.ch

Antworten