Tochter des Partners

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Piccolina
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Tochter des Partners

Beitrag von Piccolina » 28.11.2017 09:52

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BabyOne
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Re: Verwöhnte Tochter des Partners

Beitrag von BabyOne » 28.11.2017 20:41

Hallo Piccolina,

ich sehe da zwei verschiedene Dinge. Das eine ist, dass ihr teilweise einfach nicht an einem Strang zieht - beim Zündeln oder auch die Sache mit den DVDs. Das andere ist, dass Du manches vielleicht tatsächlich voreingenommen siehst.

Wegen solcher Sachen wie das mit dem Zündeln, DVDs im Zimmer, Ruhezeiten müsst ihr unbedingt jeweils eine gemeinsame Sprachregelung finden. Das ist auch nicht unbedingt etwas, wo er etwas "falsch" gemacht hat und einfach nur in Zukunft anders handeln soll, sondern ihr müsst euch darüber einigen, was ihr wollt. Findet er Dich zu streng? Kann es sein, dass er Dir das mit dem Zündeln deswegen nicht sagen wollte weil er meinte, dass Du dann gleich übertrieben reagierst? Und wenn es so wäre, hätte er dann recht? Könnte man bei den DVDs vielleicht einen Kompromiss finden, zum Beispiel dass abends die DVDs aus dem Zimmer herausgegeben werden müssen? Die Ruhezeiten sind bestimmt eine sinnvolle Regelung, aber wenn seine Tochter am Wochenende da ist und erstens niemand früh aufstehen muss und er zweitens seine Tochter noch sehen will, könnte man vielleicht eine spätere Zeit vereinbaren? Es muss ja nicht viel sein, aber eine halbe Stunde mehr, wäre das wirklich schlimm? Ich könnte mir vorstellen, dass er innerlich nicht mit allem einverstanden ist was Du so an Regeln aufstellst, dass er das aber nicht so deutlich zum Ausdruck bringen kann oder möchte, weil man ja schlecht dagegen argumentieren kann, wenn vor einem die Partnerin steht und sagt, dass sie sich ganz arg schlecht fühlt weil er sich so oder so verhalten hat... (Nicht falsch verstehen, ich übertreibe vielleicht etwas :-))

Es ist ja nun einmal so, entweder man akzeptiert, dass für das Besuchskind andere Regeln gelten, oder man einigt sich auf gemeinsame Regeln, bei denen dann aber beide Seiten sich wiederfinden müssen und einverstanden sein müssen. Wenn ihr es schafft so eine Vereinbarung zu finden, dann wird Dein Partner sich auch eher daran halten.

Das andere ist die Situation, dass die Jüngste manchmal ausgeschlossen wird. Wenn man sich die Altersverteilung ansieht, sind die anderen Kinder ja nahe beieinander und alle auch schon in der Pubertät oder zu Beginn der Pubertät. Die haben sich natürlich ganz andere Dinge zu erzählen als Deine Jüngste interessieren. Ich denke, dass sie nicht absichtlich ausgeschlossen wird, sondern dass sie einfach manchmal nicht so "mithalten" kann. Natürlich ist es schön wenn die älteren Rücksicht auf die jüngeren nehmen und sie mit einbeziehen, ich finde aber dass man das nicht dauernd verlangen kann. Ich weiss noch wie mich das manchmal verwundert hat, wenn unsere Kinder mit den Kindern von Freunden gespielt haben und dann eine der anderen Mütter irritiert war, dass die ganzen Schulkinder ohne ihre jüngste Tochter (die noch ein Kleinkind war) auf die andere Seite der Wiese gelaufen sind. Ich dachte mir damals, meint die jetzt ernsthaft, dass alle anderen Kinder darauf verzichten sollen drüben auf den Spielplatz zu gehen nur weil die Kleine noch nicht mitlaufen kann? In solchen Situationen muss man vielleicht manchmal trösten, ablenken oder schlicht sich selber mit dem jüngeren Kind beschäftigen, wenn man ihm nicht zumuten will sich mal selber zu beschäftigen. Du könntest Dir ja schon im Voraus überlegen, was Du Deiner Tochter schönes anbieten kannst, wenn sich so eine Situation mal wieder ergibt - ein Spiel, das sie gerne spielt, oder man bäckt zusammen Plätzchen, oder man liest ihr etwas vor...Sieh das nicht als etwas an, was die anderen Mädchen "falsch" machen - für Deine Jüngste ist so eine Situation unschön, aber im Leben geht halt mal nicht immer alles so wie man das will, und Du kannst ihr zutrauen, dass sie damit auch fertig werden wird.
Patch von 2002/2003 bis 2017
eine gemeinsame Tochter 14 J.

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